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* * *

22. Oktober
Das traurigste Kapitel katholischer Selbstzerstörung

Tatsächlich haben es die Organisatoren des Synodalen Weges in anderthalb Jahren geschafft, dass niemand mehr vom Missbrauch redet. Dabei ist die Instrumentalisierung des Missbrauchs zu strategischen Zwecken das traurigste Kapitel katholischer Selbstzerstörung. Wer immer Ohren hat, hört die Zwischentöne jener Kleriker, die – sich und der gewählten Lebensform zerfallen – längst zu neuen Ufern unterwegs sind, und die Zwischentöne jener theologischen Laien, die für ihr jahrzehntealtes Ressentiment gegen den Typus «Priester» endlich die offene Flanke gefunden haben, ihn endgültig aus dem Spiel zu nehmen. Sie träumen von einer priesterfreien Kirche – mit sich als der Lösung. Der Diskurs um «Klerikalismus» und «Macht in der Kirche» hat genau diesen Hintergrund.

Aus dem Offenen Brief von Bernhard Meuser an die deutschen Bischöfe. Dieser Brief bildet das Schlusskapitel seines neuen Buches Freie Liebe. Über neue Sexualmoral. Den Offenen Brief kann man vollständig auf der Website der Tagespost nachlesen.

Weitere Beiträge zum Thema.


22. Oktober
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Die sieben Folgen meiner Corona-Exerzitien sind jetzt alle auf einer Seite versammelt. Die Predigt über das übersehene Wunder bei der Brotvermehrung ist auf dieser exegetischen Seite eingebettet, jene über die Früchte der Heiligkeit auf der Seite über Viktor E. Frankl. Auf der Sammelseite mit Meldungen über die Kirchenkrise finden Sie nun die Notizen Wider den Alarmismus und Gemeindeleitung nur durch Priester.


21. Oktober
Monatsranking September 2020

Platz Monatsranking September 2020
Ausschnitt aus der Platzbelegung
von 713 Seiten
Verän-derung ggü. dem Vormonat
1

Die Priesterbruderschaft St. Petrus

+ 3
2

Zitatensammlung

- 1
3

Recktenwald: Wir haben an die Liebe geglaubt

+ 11
10

Recktenwald: Die menschliche Handlung

+ 12
20

Albert Lang: Der Primat Petri

- 9
30

Leo Kardinal Scheffczyk:
Entmythologisierung und Glaubenswahrheit in mythenloser Zeit

+ 78
40

Prosinger: Die Erklärung über die Religionsfreiheit

+ 179
50

Robert Spaemann

- 9
60

Lugmayr: Die Piusbruderschaft in Distanz zum Lehramt

+ 65
100

Spaemann: Tierschutz und Menschenwürde

+ 160

Zum Ranking der Vormonate


20. Oktober
Der Begriff des Guten im Eudämonismus

Heute ist auf CNA die zweite Folge meiner Philosophie-Serie erschienen.


20. Oktober
Jubel in bösen Tagen

Meine Predigt, die ich vorgestern in Recklinghausen gehalten habe: über die Lesung zum 20. Sonntag nach Pfingsten, Eph 5, 15-21.

Achtung: Falls hier nicht die Predigt vom 20. Sonntag nach Pfingsten erscheint, sondern eine ältere Predigt, dann schließen Sie bitte das Fenster, löschen das Cookie von kath-info in Ihrem Browsercache und gehen von Neuem auf kath-info! Wahlweise können Sie auch diesem Link folgen.


19. Oktober
Jakob Kern

Vor 100 Jahren, am 18. Oktober 1920, wurde der in Wien geborene Prämonstratenser Jakob Kern (1897-1924) eingekleidet. 1922 empfing er die Priesterweihe. Ganz vom Sühnegedanken durchdrungen, bot er sich Gott zum Sühnopfer an und starb am 20. Oktober 1924 nach schwerem Leber- und Lungenleiden. Am 21. Juni 1998 wurde er seliggesprochen.


19. Oktober
Heiligsprechung

Vor fünf Jahren, am 18. Oktober 2015, wurden Luis Martin und Celia Guérin, die Eltern der hl. Therese von Lisieux, heiliggesprochen, außerdem auch Vincenzo Grossi (1845-1917) und María de la Purísima Salvat Romero (1926-1998).


19. Oktober
Heiliger Gallus

Vor 1400 Jahren, am 16. Oktober 620, starb der aus Irland stammenden hl. Gallus, der Gründer des Klosters St. Gallen.


19. Oktober
Um eine Philosophie des Guten

CNA hat am Dienstag, den 6. Oktober, mit mir eine Philosophieserie begonnen, deren Folgen alle 14 Tage erscheinen. In der ersten Folge dieser Serie, die um einen adäquaten Begriff des Guten ringt, geht es um die Frage, ob wir in Zusammenhang mit einer Theorie menschlichen Handelns, das immer auf ein Ziel gerichtet ist, einen Zieldualismus oder einen Zielmonismus etablieren müssen. Die zweite Folge erscheint planmäßig morgen.


18. Oktober
Die Jungfrau von Guadalupe und ihr Weg nach Mexiko

Von Carolin Holterhoff

6. Folge

Die Cholulteken behaupteten nach ihrer Niederlage, sie seien von Montezuma dazu gezwungen worden. Da die aztekischen Krieger, die sich im Umland versteckt hatten, nicht in den Kampf eingriffen, ist es wahrscheinlich, dass sie nach Tenochtitlan zurückkehrten und Montezuma Bericht erstatteten, doch auch Cortés ließ ihm eine Nachricht zukommen, in der er ihm vorwarf, an dem Komplott in Cholula beteiligt gewesen zu sein; da er ihm nicht trauen könne, würde er nun in Kriegsabsicht zu ihm nach Tenochtitlan kommen. Montezuma soll so geschockt gewesen sein, dass er sich für mehrere Tage mit einigen Priestern zurückzog, seinen Göttern Menschenopfer darbrachte und darauf wartete, dass sie ihm eine Antwort gaben. Da Montezuma so lange handlungsunfähig war, sprachen schließlich seine Berater eine Einladung an Cortés aus (Carroll, Our Lady of Guadalupe and the Conquest of Darkness, S. 40). Nachdem er mit seiner Truppe den Pass zwischen den beiden Vulkanen Popocatepetl und Iztaccihuatl bewältigt hatte, von dem sie einen ersten Blick auf die majestätische Stadt im See von Texcoco werfen konnten, marschierten sie am 8. November 1519 über den südlichen Dammweg über Itzapalapa in Tenochtitlan ein. Von Montezuma wurde Cortés freundlich begrüßt und reich beschenkt. Untergebracht wurden die Spanier gemeinsam mit den Tlaxcalteken (die Totonaken waren nach Hause zurückgekehrt) im Palast des Axayacatl, des verstorbenen Vaters Montezumas. Dieser stand neben dem großen Pyramidentempel, der dem Huitzilopochtli geweiht war. Sie bekamen während ihres Aufenthalts hautnah die täglichen Menschenopfer mit den Trommeln, dem Blut, den herausgerissenen Herzen und dem Gebrüll der wilden Tiere mit, die im Zoo auf der anderen Seite ihrer Unterkunft schon auf ihr tägliches Futter warteten.

Cortés unterhielt sich mit Montezuma wiederholt über den spanischen König und den christlichen Glauben und forderte ihn auf, von dem Götzenkult mit den Menschenopfern abzulassen, da es Dämonen seien. Montezuma antwortete, dass es gute Götter wären, die für sie sorgten. Im Verlauf der ersten Woche besichtigten die Spanier begleitet von Montezuma den großen Marktplatz und erhielten auf Bitten die Erlaubnis, den Tempel betreten zu dürfen, was sonst nur den Priestern vorbehalten war. Sie mussten 114 Stufen hinaufsteigen; im Innern des Tempels waren die Statuen des Huitzilopchtli, des Kriegsgottes, und des Tezcatlipoca, des Gottes der Hölle, aufgestellt. Beide waren über und über mit Gold und Edelsteinen geschmückt und so hässlich und grauenerregend, dass Cortés mit Nachdruck darum bat, ein Kreuz und ein Bild der Gottesmutter aufstellen zu dürfen, dann würden Montezuma und seine Priester sehen, welche Angst ihre beiden Götter davor hätten (Diaz del Castillo, Die Eroberung von Mexiko, S. 221). Diese waren empört, da ihre Götter damit beleidigt worden wären; dennoch durften die Spanier am Fuße der Pyramide den Raum besichtigen, in dem die vom Tempel heruntergeworfenen Leichen zerteilt und die Gliedmaßen als Speisen für die Priester zubereitet wurden.

Auch wenn Cortés mit seinem Ansinnen keinen Erfolg gehabt hatte, erhielt er immerhin die Erlaubnis, im Palast eine Kapelle mit Altar, Kreuz und Bild der Gottesmutter zu errichten, um dort die Hl. Messe feiern zu können. Bei dieser Gelegenheit entdeckten die Spanier einen Goldschatz des früheren Herrschers Axayacatl, den sie aber vorerst unangetastet ließen.

Für die Spanier war die Situation in Tenochtitlan sehr gefährlich, denn sie konnten jederzeit von den Azteken angegriffen werden. In so einem Fall wären ihre Chancen lebend davonzukommen sehr gering gewesen. Außerdem hatte Cortés eine Nachricht aus Vera Cruz erhalten, in der stand, dass ein Trupp aztekischer Krieger unter dem Anführer Quauhpopoca in einem Gefecht mit den Spaniern den Kommandanten Juan de Escalante getötet hatte. Aus diesen Gründen nahm Cortés Montezuma am 15. November 1519 als Geisel; er musste zu den Spaniern in den Palast des Axayacatl ziehen und wurde rund um die Uhr bewacht. Ansonsten behandelte man ihn respektvoll und ließ ihn seiner Aufgabe als Herrscher weiter nachkommen. Er war sozusagen ein Unterpfand für die Sicherheit der Spanier in Mexiko, aber so klug dieser Schachzug auch war, er konnte die Pattsituation nicht beenden. Montezuma ließ die Krieger, die die Spanier an der Küste angegriffen hatten, mit ihrem Kommandanten kommen und übergab sie Cortés, dem sie sagten, sie hätten auf Befehl ihres Herrschers gehandelt. Vermutlich bezogen sie sich auf einen alten Befehl, aber das war für Cortés der Beweis, dass Montzuma ihnen von Anfang an Schaden zufügen wollte (Carroll, Our Lady of Guadalupe and the Conquest of Darkness, S. 51). Cortés verurteilte sie zum Tode und ließ sie öffentlich verbrennen.

Wird fortgesetzt.

Zum bisher Erschienenen


5. Oktober
Was denkt ihr Böses?

Meine Predigt von gestern zum Evangelium des 18. Sonntags nach Pfingsten: so kurz wie noch nie!


5. Oktober
Eine Sonnenmeditation

In der neuesten Ausgabe des Informationsblatts der Priesterbruderschaft St. Petrus ist mein Artikel Sonne genießen oder Sonne sein? erschienen.


5. Oktober
Das Vehikel der Pädophilie

Kinder sind die echten Opfer von Gendermainstreaming. Sexuelle Vielfalt ist das Werkzeug. Der Einzug der Sexuellen Vielfalt in die Schule ist das Vehikel der Pädophilie hin zu denen, nach denen sie sich verzehren. Gender macht es möglich. Birgit Kelle erklärt den Weg, den dies nimmt, zeigt personelle Verknüpfungen auf und empfiehlt das Dossier von Alice Schwarzer, welches die Zusammenhänge zwischen einer Pädagogik der sexuellen Vielfalt und Pädophilie dokumentiert.

Aus: Peter Winnemöller, "Ein totalitärer Dunst weht über das Land", eine Besprechung des Buches von Birgit Kelle Noch Normal? Das lässt sich gendern!

Weitere Infos über Gendermainstreaming


4. Oktober
Federico Albert

Vor 200 Jahren, am 16. Oktober 1820, wurde in Turin Federico Albert geboren. 1843 zum Priester geweiht, schloss er sich wenige Jahre später dem hl. Don Bosco an. 1869 gründete er die Kongregation der Vinzentinerinnen der Immaculata. Er starb am 30. September 1876 und wurde am 30. September 1984 seliggesprochen.


4. Oktober
Leo Elders

Vor einem Jahr, am 14. Oktober 2019, starb in Teteringen im Alter von 93 Jahren der Theologe Leo Elders S.V.P. Kardinal Ratzinger nannte ihn einen Thomisten im besten Sinne des Wortes.


4. Oktober
Tadeusz Styczen

Vor zehn Jahren, am 14. Oktober 2010, starb in Trzebnica der Theologe und Philosoph Prof. Dr. Tadeusz Styczen SDS. Am 21. Dezember 1931 in Wolowice bei Krakau geboren, studierte er in Krakau und Lublin Philosophie und Theologie. Sein bedeutendster Lehrer war Karol Woytila, dessen Lehrstuhl für Ethik er 1978 in Lublin übernahm. Wie er war er ein Vertreter der personalistischen Ethik in der Tradition eines Max Scheler und Dietrich von Hildebrand.


4. Oktober
John Henry Newman

Vor einem Jahr, 13. Oktober 2019, wurde John Henry Newman heiliggesprochen. An jenem Sonntag ging ich in der Predigt auf Newman ein. Sein Leben ist eine Bewahrheitung der Zusage des hl. Paulus in der Lesung, dass es uns an keiner Gnade fehlen werde.


3. Oktober
Mildes Licht

Für den morgigen 18. Sonntag nach Pfingsten kann ich drei Predigten anbieten: Lead, Kindly Light, Die Gicht der Seele und Lenkendes Erbarmen.


3. Oktober
Kirsten Powers

Vor fünf Jahren, am 10. Oktober 2015, ist die Atheistin und Journalistin Kirsten Powers unter Begleitung des Priesters und Fernsehkommentators Jonathan Morris katholisch geworden.


3. Oktober
Alexander Solschenizyn

Vor 50 Jahren, am 8. Oktober 1970, wurde Alexander Solschenizyn (1918-2008) mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Sein bedeutendstes Werk ist der Archipel Gulag, in dem er die stalinistischen Verbrechen darstellt. Dadurch hatte er wesentlichen Anteil am Zusammensturz des Lügengebäudes über die Segnungen des Kommunismus.
“Wenn es nur so einfach wäre! - daß irgendwo schwarze Menschen mit böser Absicht schwarze Werke vollbringen und es nur darauf ankäme, sie unter den übrigen zu erkennen und zu vernichten. Aber der Strich, der das Gute vom Bösen trennt, durchkreuzt das Herz eines jeden Menschen. Und wer mag von seinem Herzen ein Stück vernichten? Während der Lebensdauer eines Herzens bleibt dieser Strich nicht unbeweglich, bedrängt einmal vom frohlockenden Bösen, gibt er dann wieder dem aufkommenden Guten freien Raum. Ein neues Lebensalter, eine neue Lebenslage - und ein und derselbe Mensch wird ein sehr anderer. Einmal dem Teufel näher und dann wieder einem Heiligen. Der Name, ja, der bleibt, und dem wird alles zugeschrieben” (Der Archipel Gulag).


3. Oktober
Apostleship of the Sea

Vor 100 Jahren, am 4. Oktober 1920, wurde in Glasgow die Apostleship of the Sea zur katholischen Seelsorge an Seeleuten unter dem Patronat der Stella maris (Star of the Sea) gegründet.


3. Oktober
Maria Petkovic

Vor 100 Jahren, am 4. Oktober 1920, gründete Maria Petkovic (1892-1966) die Kongregation der Töchter der Barmherzigkeit des hl. Franz. Am 6. Juni 2003 wurde sie seliggesprochen. Sie ist die erste Kroatin, die seliggesprochen wurde.


3. Oktober
Josef Rötzer

Vor zehn Jahren, am 4. Oktober 2010, starb im Alter von 90 Jahren Josef Rötzer, der Pionier der natürlichen Empfängnisregelung und Gründer des “Instituts für Natürliche Empfängnisregelung” (INER).


2. Oktober
Jahresranking 2019:
Die Aufsteiger des Jahres: Die Top 30 II

Welche von 661 Seiten (die 35 Neueinsteiger sind nicht mitgerechnet) haben 2019 im Ranking die größten Sprünge nach oben gemacht? Ich gebe die Top 30 in drei Schritten bekannt. Hier kommen die Plätze 11 bis 20. In der rechten Spalte ist die Anzahl der Plätze angegeben, um welche die jeweilige Seite im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist.

Platz Die Aufsteiger des Jahres 2019
Die Top 30. Teil 2: Die Plätze 11 bis 20
gestie-
gene Plätze
11

Recktenwalds Glossen

173
12

Bordoni: Die dreifache Größe der göttl. Barmherzigkeit

159
13

Laurentius v. Brindisi / J. Neumann / Fusco / Desgenettes

133
13

Johannes Jörgensen. Von "Luzifer" zu Franziskus

133
15

Prosinger: Exegetische Dialogverweigerung

127
16

Das Memorandum Kirche 2011: Ein notwendiger Aufbruch

126
17

Recktenwald: Moralnosc bez Boga?

125
18

Spillmann: Aus der Geschichte Englands: 17. Jahrhundert

123
19

Klaus Gamber und der liturgische Zusammenbruch

113
20

Johannes Paul II. über Pseudotheologie

111

Zu den Top 10


1. Oktober
Charles Caruana

Vor zehn Jahren, am 1. Oktober 2010, starb im Alter von 78 Jahren Bischof Charles Caruana. Er war seit 1998 Bischof von Gibraltar. Am 5. Mai 2009 hatte er anläßlich der 700-Jahr-Feier des Heiligtums Unserer Lieben Frau von Europa mit P. Notker Hiegl OSB und Pfarrer Erich Maria Fink die Gebetsgemeinschaft Maria Mutter Europas besiegelt.


1. Oktober
Petrus Ruiz

Vor 25 Jahren, am 1. Oktober 1995, wurde Petrus Ruiz de los Paños (1881-1936), ein Märtyrer aus dem Spanischen Bürgerkrieg, seliggesprochen.


30. September
Das Leben des heiligen Franz Xaver

Von Wolfgang Reithmeier, bearbeitet von Joseph Firnstein und Paolo D'Angona

7. Folge

Er bemühte sich, durch öffentliche Predigten das Volk zu bessern. Bald zeigten sich die wunderbarsten Wirkungen seiner Anstrengungen. Öffentliche Büßer kamen, warfen sich ihm zu Füßen und legten ihr Sündenbekenntnis ab. Andere, die sich zuerst noch schämten, wurden durch das Beispiel ermutigt, so daß auch sie bald ihre Sünden mit aufrichtigem Herzen bereuten. Die Sündenbekenntnisse wurden unter vielen Tränen abgelegt. Verträge, die auf Wucher beruhten, wurden aufgehoben; den unerlaubten Gewinn erstattete man zurück; ungerecht erworbene Sklaven setzte man in Freiheit, und Beischläferinnen, die man nicht ehelichen konnte oder wollte, wurden entfernt. Mit einem Wort: Zucht und Ordnung kehrten wieder zurück. Solche, die früher überhaupt nicht zur Beichte gingen, bekannten ihre Sünden jetzt jeden Monat, und alle wollten Xaver als Beichtvater haben, so daß, wie er nach Rom schrieb, wenn er an zehn Orten zugleich sein könnte, er überall Beichten zu hören hätte.

Nachdem er so wieder Zucht und Ordnung in den Familien eingeführt, die schlechten Sitten und Gewohnheiten verdrängt hatte, öffnete sich seinem Eifer ein neuer Wirkungskreis.

Auf der Fischerküste, die sich von der Südspitze Vorderindiens, dem Kap Comorin, nordöstlich längs des Golfes von Manaar erstreckt, wohnte das verachtete Volk der Paravas (Fischer), die von der Perlenfischerei lebten. Den Druck der Mohammedaner, der mit schwerer Hand auf ihnen lastete, abzuwehren, hatten die Portugiesen ihnen geholfen; eine Gefälligkeit, für sich 20 000 dieser Paravas taufen ließen (1532). Weil ihnen aber jede Belehrung fehlte, waren sie nur dem Namen nach Christen.

Vom Vizekönig dazu angegangen und von Michael Paz, dem Generalvikat von Goa, ermuntert, bat Pater Xaver um zwei der Sprache kundige Seminaristen, und als er diese sowie den Segen des Bischofs erhalten hatte, schiffte er sich Mitte Oktober 1542 ein. Bei seiner Abreise nahm er vom Vizekönig ein Paar Schuhe an, um gegen den brennenden Sand der Küste wenigstens einigermaßen geschützt zu sein. Beim Vorgebirge Comorin, das gegenüber der Insel Ceylon liegt, und ungefähr sechshundert Meilen von Goa entfernt ist, ging er an Land. Er fand dort ein ganz von Heiden bewohntes Dorf. Er konnte nicht vorübergehen, ohne den bedauernswerten Bewohnern den Namen Jesu zu verkünden. Aber er fand dort keinen Eingang, denn sie durften ohne Zustimmung ihres Herrn ihre Religion nicht ändern. Doch konnten sie nicht lange den Wundern widerstehen, die Gott durch Pater Xaver wirkte.

In dem Dorf lag eine Frau schon drei Tage in Geburtsschmerzen, so daß alle an ihrem Wiederaufkommen zweifelten. Die Gebete der Brahmanen waren vergebens. Den Hergang der Sache erzählt Xaver selbst in einem Brief an Ignatius: "Ich begab mich mit einem meiner Begleiter in die Wohnung der Kranken und begann vertrauensvoll den Namen des Herrn anzurufen. Sodann fing ich an, mittels eines Dolmetschers die wichtigsten Glaubensartikel zu erklären und mit Gottes Gnade glaubte die Frau alles, was ich ihr erklärte. Auf meine Frage, ob sie Christin werden wolle, antwortete sie mit einem freudigen Ja. Dann las ich das Evangelium (das dort wohl noch nie gehört worden war) und spendete ihr feierlich die heilige Taufe. Und, o Wunder, während der heiligen Handlung kam sie glücklich nieder, zum Lohn für ihr gläubiges Vertrauen auf Jesus Christus. Nun spendete ich auch ihrem Mann und ihren Kindern (auch dem Neugeborenen) die heilige Taufe und hatte somit das Glück, die ganze Familie durch das Sakrament der Wiedergeburt Jesus Christus zu schenken. Die Kunde von dem Wunder, das Gott in diesem Hause gewirkt hatte, verbreitete sich bald durch das ganze Dorf. Ich selbst begab mich zu den vornehmsten Einwohnern und forderte von ihnen im Namen des Herrn, an Jesus Christus, den eingeborenen Sohn Gottes und einzigen Erlöser des Menschengeschlechtes, zu glauben. Sie erklärten jedoch, der Religion ihrer Väter nicht ohne Einwilligung ihres Fürsten entsagen zu können. Da nun gerade der Bevollmächtigte des Fürsten dort mit der Erhebung der Steuern beschäftigt war, begab ich mich zu ihm. Nachdem er mich angehört hatte, erklärte er, daß er die Annahme der christlichen Religion vollkommen billige und alle, die sie annehmen wollten, zur Annahme ermächtige. Doch konnte er sich nicht entschließen, den anderen selbst mit gutem Beispiel voranzugehen. Die Ersten des Dorfes dagegen bekannten sich alsbald zum Christentum und ihrem Beispiel folgte das übrige Volk. Mit einem Wort: alle, jeden Standes und Alters, empfingen die heilige Taufe."

Nach diesem glücklichen Erfolg setzte Xaver seinen Weg fort und kam nach Tutucurin, der ersten Siedlung der Paravas.

Diese Völker hatten zwar die Taufe empfangen, aber mehr um das Joch der Mohren abzuschütteln, als um die Bürde Jesu Christi auf sich zu nehmen. Sogleich fing er an, sie in den Wahrheiten des Christentums zu unterweisen, von denen sie nichts wußten. Weil aber Xaver die malabarische Sprache nicht verstand, so war es immer schwer, sich ihnen durch einen Dolmetscher verständlich zu machen; überdies vergaßen sie seine Worte schnell. Er ließ also die fähigsten und gelehrtesten Eingeborenen, die die portugiesche Sprache verstanden, zu sich kommen, so daß er endlich mit großer Mühe die Worte des Kreuzzeichens, das Apostolische Glaubensbekenntnis, das Gebet des Herrn, das Confiteor, das Salve Regina und schließlich den ganzen Katechismus in die Sprache der Paravas übersetzen konnte.

Xaver lernte dann alles auswendig, ging, mit diesen Hilfsmitteln ausgerüstet, in alle Dörfer der Küste, die zum Teil von Getauften bewohnt waren, und rief mit einem Glöckchen alle, sowohl Kinder als auch Erwachsene, zusammen. Waren sie nun an einem Ort beisammen, so unterrichtete er sie zweimal täglich im Katechismus, den die Kinder in einem Monat leicht auswendig lernten. Waren sie nun darin ziemlich gut unterrichtet, so befahl er ihnen, ihn ihren Eltern, Hausgenossen und Nachbarn so oft vorzusagen, bis auch diese ihn auswendig kannten.

Sonntags rief er Männer und Frauen, Knaben und Mädchen in der Kirche zusammen. Alle kamen sehr gern und mit großer Wißbegierde. Er fing mit der Lehre an, daß Gott einfach im Wesen, dreifach in der Person sei; dann sprach er mit lauter Stimme das Gebet des Herrn, den Englischen Gruß und das Apostolische Glaubensbekenntnis. Allen gewährte es großen Genuß, ihm dies nachzusprechen. Nun wiederholte er allein das Glaubensbekenntnis und fragte sie, bei jedem Artikel innehaltend, ob sie dies ohne den geringsten Zweifel für wahr hielten. Sie beteuerten es entschieden und mit kreuzweise über die Brust gelegten Armen. Öfter als andere Gebete mußten sie ihm das Glaubensbekenntnis wiederholen, wobei er ihnen erklärte, daß diejenigen, die alles, was es enthielt, unbezweifelt glaubten, Christen genannt würden. Vom Glaubensbekenntnis ging er zu den Zehn Geboten über, und sagte ihnen, daß das ganze christliche Gesetz in diesen zehn Vorschriften enthalten sei, und daß derjenige, der sie genau beobachte, ein guter Christ sei, und des ewigen Lebens teilhaftig werde; dagegen derjenige, der sie überschreite, ein böser Christ sei, der dereinst ewig verdammt werde, wenn er sein Vergehen nicht bereue. Die Neubekehrten und die Heiden fanden eine bewunderungswürdige Heiligkeit, Vernunftgemäßheit und Übereinstimmung mit sich selbst in diesem göttlichen Gesetz. Auf diese Weise fuhr er mit den übrigen Glaubensartikeln und Geboten fort und lehrte sie das Vaterunser und den Englischen Gruß.

Um die angefangene Bekehrung zu vollenden, bildete er Katecheten aus, denen er alles, was er sie gelehrt hatt, schriftlich übergab, damit sie die Lehrer der anderen sein könnten. Diese hielten dann an Sonn- und Feiertagen Versammlungen, in denen sie alles vortrugen, wie es ihnen der Heilige angegeben hatte.

Es läßt sich kaum schildern, was für herrliche Früchte seine Bemühungen erbrachten. Ein bewunderungswürdiger Eifer beseelte die neuen Christen. Der Heilige sagt es selbst in einem Brief an die Gesellschaft Jesu in Rom; die Zahl der Täuflinge war so groß, daß er schließlich beim Wasserausgießen den Arm vor Übermüdung beinahe nicht mehr erheben konnte, weil er oft an einem Tage die Bewohner eines ganzen Dorfes taufte. Selbst seine Stimme versagte ihm wegen des oftmaligen Wiederholens des Glaubensbekenntnisses.

Allein die Zahl der Kinder belief sich auf über tausend. Pater Xaver hatte oft kaum genug Zeit, ein wenig Nahrung zu sich zu nehmen. Öfter mußte er sich in einen Winkel verbergen, um dem Gebet obliegen zu können.

Damals gab es auf der Fischerküste sehr viele Kranke. Gott ließ dies ohne Zweifel zu, damit sie die Wahrheit der christlichen Religion wider ihren Willen erkennen mußten. Die sich taufen ließen, wurden oft plötzlich gesund. Sobald irgendjemand bei den Heiden erkrankte, nahm man seine Zuflucht zu Pater Xaver. Er selbst konnte nicht überall hingehen, darum schickte er die tüchtigsten seiner Schüler zu den Kranken. Von diesen nahm nun der eine seinen Rosenkranz, der andere sein Kruzifix, ein dritter sein Reliquienkästchen mit, und ausgerüstet mit diesen Hilfsmitteln eilten sie voll lebendigen Glaubens in Dörfer und Flecken. Bei ihrer Ankunft riefen sie viele Hausgenossen und Nachbarn zu den Kranken, beteten mehrmals gemeinsam das Apostolische Glaubensbekenntnis, trugen die Zehn Gebote und was sie sonst aus dem Katechismus wußten vor, fragten dann den Kranken, ob er von Herzen an Jesus Christus glaube und getauft werden wolle, und bejahte er es, so berührten sie ihn mit dem Rosenkranz oder dem Kreuz, und sofort war der Kranke gesund.

wird fortgesetzt.

Zum bisher Erschienenen


29. September
Wenn Selbstbestimmung über alles geht...

Meine Predigt zum heutigen Fest des hl. Erzengels Michael.


29. September
Wilhelm Gier

Vor 100 Jahren, am 29. September 1920, wurde Wilhelm Gier (1867-1951) in Steyl zum 3. Generalsuperior der Gesellschaft des Göttlichen Wortes (SVD) gewählt, die vom hl. Arnold Janssen (1837-1909) gegründet worden war. Seine Vorgänger waren Arnold Janssen und Nikolaus Blum. Gier ist der Autor des weit verbreiteten Buches Wie lernt man gut beten? Kurze Anleitung zur guten Verrichtung der wichtigsten geistlichen Übungen.


28. September
Der hl. Lorenzo Ruiz

Von Petra Kehl

Der Heilige, dessen Gedenktag der 28. September ist, ist gleich in zweifacher Weise etwas Besonderes: Er ist der erste Philippino, der heilig gesprochen wurde, und daher Patron der Philippinen, und seine Seligsprechung war die erste, die außerhalb des Vatikans stattfand. Er ist jedoch in Europa weitgehend unbekannt.

Um das Jahr 1600 wurde Lorenzo Ruiz auf der Insel Luzon am nördlichen Ende der Philippinen geboren als Sohn eines Chinesen und einer Philippina. Seine frommen Eltern waren ihm ein gutes Vorbild und erzogen ihn im katholischen Glauben. Besonders der Vater erweckte im Sohn eine lebendige Marienverehrung. So trat Lorenzo bald der Rosenkranzbruderschaft bei, die die Dominikaner-Missionare als Tradition ihres Ordens mitgebracht hatten. Mit den Dominikanern verband Lorenzo viel: Zunächst war er bei ihnen Messdiener, dann Schüler und schließlich arbeitete er für sie als Schreiber. Gemeinsam mit seiner Frau und seinen Kindern führt Lorenzo ein friedvolles Leben. Lorenzo erfüllt vorbildlich sein Pflichten, gegen seinen Arbeitsgeber, die Dominikaner, ebenso wie gegen seine Familie.

Eines Abends im Juni 1636 erfuhr sein Leben eine dramatische Wendung. Auf dem Rückweg von einem Krankenbesuch stößt er auf einen Mann, der reglos auf dem Boden liegt. In selbstverständlicher Hilfsbereitschaft beugt Lorenzo sich über den Ermordeten – und gerät selbst unter Mordverdacht.

Lorenzo weiß, was der Verdacht für ihn bedeutet: er ist im Grunde schon verurteilt. Die Spanier machen sich in jener Zeit nicht viel Mühe mit Nachforschungen, noch dazu wenn der Verdächtige ein Einheimischer ist. In seine Wohnung kann Lorenzo nicht. Dort würde man ihn zuerst suchen. So sucht er Zuflucht im Dominikanerkloster. Dort sind die Padres sofort zur Hilfe bereit und vermitteln Lorenzo einen Platz auf einem Schiff, das am kommenden Tag in See sticht, offiziell mit dem Ziel Macao.

Lorenzo befindet sich erst einmal in Sicherheit. Doch zu welchem Preis! Wie lange er von seiner Familie getrennt sein wird, ist für ihn nicht absehbar. Er bleibt ihm nur die Hoffnung, dass sich vielleicht alles noch aufklären wird.

Doch es kommt anders. Nach einigen Tagen auf See erfährt Lorenzo das wahre Ziel der Reise: Japan, das verbotene Land. Die Ordensgeistlichen an Bord wollen heimlich dort den verfolgten christlichen Brüdern und Schwestern beistehen. Dies ist jedoch zu jener Zeit ein gefährliches Unterfangen. Nach anfänglichen Missionserfolgen hat sich das Blatt gewendet. Eine Christenverfolgung hat den Missionsbemühungen der verschiedenen Orden – Jesuiten, Dominikaner, Franziskaner – ein Ende bereitet. Kein Fremder darf Japan betreten, schon gar kein Missionar. Auf ihn wartet unweigerlich der Tod. So ist Lorenzo Ruiz vom Regen in die Traufe geraten.

Am 10. Juli 1636 geht die kleine Missionsexpedition in Okinawa (Japan) an Land. Bei einer christlichen Frau finden sie gastliche Aufnahme. Doch es sind ihnen nur wenige Monate des Wirkens vergönnt. Schon bald werden sie gefangen genommen, in den Kerker gebracht, auf grausamste Weise gefoltert und schließlich nach langen Leiden am 29. September 1637 enthauptet.

Gedenktag des hl. Lorenzo Ruiz ist der 28. September. Paul Baldauf hat in seinem Büchlein Lorenzo Ruiz das ungewöhnliche Leben dieses Heiligen in erzählender Weise beschrieben.

Ein weiteres spannendes Buch: Die Madonna von Puig


27. September
Union with Christ is key

Our FSSP European seminary in Wigratzbad is located in Bavaria, not far from the concentration camp of Dachau. It brought Karl’s virtues closer to us. Karl was an ordinary young man. Nazi persecution tested his priestly vocation to its utmost limit. By God’s grace, he triumphed. I think his traditional formation had given him a very clear grasp of what the priesthood is about. Union with Christ is key, especially in times of trial. This applies to all men, but especially to priests, empowered and mandated by Christ and His Church to be models of the flock and shepherds of souls. Karl persevered in answering his priestly call even amidst the horror of Dachau (the largest priestly cemetery in the world). His example proves fidelity possible for any priest, even though parish life is difficult at times; and despite the opposition from the world to priestly sanctity.

Aus einem Interview mit P. Armand de Malleray FSSP über sein neu erschienenes Buch X-Ray of the Priest in a Field Hospital. P. Armand de Malleray, 2001 in Wigratzbad geweiht, leitet er das Haus der Petrusbruderschaft in Reading.


26. September
Wider die Banalisierung des Christentums

Für den morgigen 17. Sonntag nach Pfingsten kann ich zwei Predigten anbieten: Die Würde unserer Berufung und Welche Einheit?


26. September
Kirche ohne Strahlkraft

Eine Kirche, die Jesus nicht mehr um Wegweisung bittet und deren Gläubige nicht mehr für Jesus brennen, hat keine Strahlkraft. Eine Kirche ohne Jesus im Zentrum verweltlicht. Eine weltliche Kirche ist keine Weltkirche. Eine Kirche, in der Jesus in der Eucharistie nur Nebensache sein soll, in der man Kardinäle in Rot grundsätzlich der Machtdemonstration bezichtigt, in der Heiligkeit keinen Platz hat und Lebensformen der Welt nicht mehr hinterfragt werden müssen, ist glanzlos. Langweilig.

Aus: Dorothea Schmidt, Gott will eine Reform der Herzen, über den Synodalen Weg, Tagespost vom 17. September 2020. Dorothea Schmidt gehört zu Maria 1.0.


24. September
Die Art und Weise, vertraulich mit Gott umzugehen

Vom hl. Alfons Maria von Liguori

12. Folge

26. Man sagt, daß im Fegfeuer eine besondere Strafe jene erwartet, die hier auf Erden nur geringe Begierde gehabt haben, in den Himmel zu kommen, und das mit Recht, denn sie geben dadurch zu erkennen, daß sie wenig Wert auf das unschätzbarste Glück: das ewige Leben setzten, das Jesus Christus uns durch Seinen Tod erworben hat. Deshalb mußt du denn auch häufig, geliebte Seele, nach dem Himmel seufzen und vor Gott bekennen, daß die Zeit, in der du Ihn nicht von Angesicht zu Angesicht sehen kannst, dir entsetzlich lang vorkomme; Du mußt dich danach sehnen, diesen Ort der Verbannung, wo die Sünde herrscht und wo wir stets in Gefahr sind, Gott zu verlieren, verlassen zu können, um in deiner wahren Heimat, wo die Liebe herrscht und wo du deinen Gott aus allen deinen Kräften lieben wirst, anzugelangen. O mein Gott, solange ich hier auf Erden lebe, bin ich immer in Gefahr, Dich zu verleugnen, Deine Liebe zu verlieren; wann wird die selige Stunde schlagen, da ich diese Welt, auf der ich Dich doch immer beleidige, verlassen kann, um mich ganz mit Dir zu ver-einigen, ohne Furcht, mich je wieder von Dir zu trennen? Auf solche Weise sehnte sich die heilige Theresia nach ihrer Vereinigung mit Gott, sie freute sich, wenn sie die Glocke schlagen hörte, und dachte alsdann, daß wieder eine Stunde vorüberge-gangen sei, in der sie Gott hätte beleidigen können. Ihre Sehnsucht nach dem Tode und nach dem Anschauen ihres Gottes war so groß, daß sie aus Sehnsucht nach dem Tode starb, weshalb sie denn auch in einem ihrer Lieder ausrief: Ich sterbe, weil ich nicht sterben kann!

27. Aus allem, was ich bis jetzt gesagt habe, geliebte Seele, geht hervor, daß, wenn du dem liebevollen Herzen deines Gottes gefallen willst, du suchen mußt, so gut du es vermagst, dich unausgesetzt und voll Vertrauen mit Ihm zu unterhalten; alsdann wird der Herr nicht ermangeln, dir zu antworten und auf gleiche Weise mit dir zu reden. Die Ohren deines Leibes werden zwar nicht die Stimme Gottes vernehmen, aber wenn du der Unterhaltung mit den Geschöpfen entsagst, wenn du ganz allein mit Gott redest, so wird Er auf sehr verständliche Weise deinem Herzen antworten: “Ich will sie in die Wüste führen und zu ihrem Herzen reden” (Oseas 2,14). Gott wird dich belohnen, und - durch Einsprechungen, durch innere Erleuchtungen, durch Er-kenntnis Seiner Güte, durch süße Rührungen des Herzens, durch Versicherung, daß dir deine Sünden vergeben seien, durch Vorgeschmack des himmlischen Friedens, durch die Hoffnung, bald in den Himmel zu kommen, durch innere Seligkeit, durch jene Süßigkeit, die nur eine Frucht der Gnade sein kann, durch liebevolle Vereini-gung mit dir, - dein Vertrauen auf Ihn vergelten. Er wird jene Liebessprache reden, die nur jene verstehen, die der Herr liebt, und die nichts anderes als Gott suchen.

wird fortgesetzt

Zum bisher Erschienenen


23. September
Das Zitat

Nichts kann mir die Waffe der Liebe nehmen. Kein Kummer kann das wohlwollende Lächeln auslöschen, das ich in meinem abgemagerten Gesicht trage. Und für wen ist mein Lächeln, wenn nicht für Jesus? Ich bin das Opfer der Liebe, und die Liebe ist all mein Glück, ein unzerstörbares Glück.

Der Diener Gottes Marcel Van (1928-1959I in einem Brief an seine Schwester


23. September
Ratzinger-Predigt: Marianische Geduld

Vor 25 Jahren, am 23. und 24. September 1995, besuchte der damalige Präfekt der Glaubenskongregation Joseph Kardinal Ratzinger auf Einladung von Abt Dom Gérard Calvet Le Barroux. Am 23. September feierte er in der Benediktinerinnenabtei Unserer Lieben Frau von der Verkündigung das feierliche Konventamt im überlieferten Ritus. Die Predigt, die er bei dieser Gelegenheit hielt, finden Sie hier auf kath-info.


22. September
Ignatius von Santhià

Vor 250 Jahren, am 22. September 1770, starb in Turin im Alter 84 Jahren der Novizen- und Exerzitienmeister, Militär- und Krankenseelsorger, Katechet und Beichtvater Ignatius von Santhià OFMCap. Bereits 1782 wurde sein Seligsprechungsprozess eingeleitet. 1827 wurde sein heroischer Tugendgrad anerkannt. 1966 wurde er selig-, 2002 heiliggesprochen.


21. September
Der letzte Platz

Der selige Charles de Foucauld zeigt uns, warum der Rat Jesu, den letzten Platz einzunehmen, mehr ist als ein Tipp, der einem harmlosen Ratgeberbuch entnommen sein könnte.


21. September
Recherchenresistenter Glaube

Während ich am Anfang meiner Recherche noch insgeheim die Befürchtung hatte, mich im Angesicht der Tatsachen von liebgewordenen Glaubensinhalten verabschieden zu müssen, kann ich nun feststellen, dass das Gegenteil eingetreten ist. Ich bin aus dem Staunen über das Wunder der Menschwerdung Gottes nicht herausgekommen. Mehr denn je ist Jesus für mich weit mehr als nur die faszinierendste Figur der Welt. Er ist, so durchgeknallt das klingt, die Lösung aller ihrer Probleme. Präziser formuliert: die Erlösung. Wenn ich aus den mehr als 1.000 Seiten, die mein Buch nun umfasst, eine Essenz destillieren müsste, dann wäre es der Ausruf des römischen Hauptmannes am Kreuz: „Tatsächlich – dieser Mensch ist Gottes Sohn gewesen.“ Nur das „gewesen“ würde ich streichen. Jesus lebt, regiert, rettet. Das ist das Ergebnis meiner Nachforschungen. Mehr Reporterglück geht nicht.

Aus: Neues Buch von Markus Spieker: Über Jesus ist noch nicht alles gesagt. Reporterglück: Wie ich eine kurze Jesusbiographie schreiben wollte und die größte Geschichte aller Zeiten ganz neu entdeckt habe. Von Markus Spieker.


20. September
Der 20. September 1870 – Der Untergang des Kirchenstaates

Von Ulrich Nersinger

Napoleon Bonaparte hatte durch seine Eroberungspolitik das historische Gefüge des europäischen Kontinents erheblich gestört. Nach dem Sturz des Korsen stellte der Wiener Kongress im Jahre 1815 die alte Ordnung größtenteils wieder her – auch die Päpstlichen Staaten erschienen erneut auf der Landkarte Europas, mit Ausnahme der in Frankreich gelegenen Territorien (Avignon und die Grafschaft Venaissin). Das weltliche Herrschaftsgebiet des Papstes umfasste das Patrimonium Petri (Rom, seine Umgebung, die Provinzen Velletri, Frosinone, Civitavecchia und Viterbo) sowie die Legationen (Staaten) der Marken, der Romagna und Umbriens und die Enklaven Benevent und Pontecorvo im Neapolitanischen. Aber schon bald wurde in Italien durch liberale und aufklärerisch orientierte Kräfte ein Nationalbewusstsein geweckt, das sich in dem Streben nach staatlicher Einheit äußerte. Der Kirchenstaat blieb von dieser Entwicklung nicht verschont; gegen die weltliche Herrschaft der Päpste wurde nun mit großen Anstrengungen zum Kampf aufgerufen.

1859 verlor der Papst durch revolutionäre Umtriebe die Romagna an den künftigen italienischen König, Viktor Emanuel II. Als sich im folgenden Jahr auch für die Marken und Umbrien die Gefahr einer Besatzung zeigte, ernannte Pius IX. (1846-1878) im Frühjahr 1860 den belgischen Monsignore François Xavier de Merode (1812-1878) zu seinem Pro-Ministro delle Armi (Waffen-/Kriegsminister). De Merode, ein ehemaliger Offizier, der erst spät zum Geistlichen Stand gefunden hatte, gehörte als Wirklicher Geheimkämmerer zur engsten Umgebung des Papstes. Er konnte den Papst davon überzeugen, durch die Anwerbung von katholischen Freiwilligen aus aller Welt eine schlagkräftige Armee aufzubauen. Der neue päpstliche Waffenminister erwirkte die Berufung des französischen Generals Louis-Christophe-Léon Juchault de Lamoricière (1806-1865) zum militärischen Befehlshaber des zu schaffenden Heeres.

Eine der neu aufgestellten Einheiten war die Compagnie des Tirailleurs Franco-Belges (Kompanie der französisch-belgischen Scharfschützen). Doch ihre Ausbildung hatte, wie die der anderen neuen Heeresteile, kaum begonnen, als italienische Verbände am 11. September 1860 in die Päpstlichen Staaten einfielen. Sie rieben mit ihrer erdrückenden Übermacht die Päpstlichen bei Castelfidardo auf und eroberten die Seefestung Ancona, wohin sich die Armee des Heiligen Vaters zurückgezogen hatte.

Umbrien und die Marken waren für den Papst verloren – das Territorium des Pontifex Maximus war auf ein Fünftel seiner ursprünglichen Größe geschrumpft, auf das Patrimonium Petri.

Eine unzureichende Bewaffnung und Ausbildung sowie eine allzu oberflächliche Rekrutierung hatten zu diesem Desaster geführt. Schmachvoll war die ungewöhnlich hohe Zahl von Desertionen. Dennoch hatten einige Regimenter Beispiele echten Heldentums gezeigt, allen voran die Tirailleurs Franco-Belges. Als der Kommandant der Tirailleurs für seine Truppe eine neue, bequemere Uniform suchte, besann er sich auf den Berberstamm der Zaouaoua (Zwawa), der in Algerien unter General de Lamoricière für Frankreich gefochten hatte. Gemeinsam mit dem Schneider der Kompanie, Hippolyte de Moncuit, entwarf er eine Uniform, die sich an der Tracht des Kabylenvolkes orientierte.

Und so gehörte schon bald die exotisch anmutende Uniform des Korps zum gewohnten Bild auf den Straßen der Ewigen Stadt. Schon nach kurzer Zeit wurde von den Tirailleurs immer häufiger als „Zuaven“ gesprochen. Am 1. Januar 1861 erhielt das Korps dann auch offiziell die Bezeichnung „Battaglione degli Zuavi Pontifici“; 1869 wurde es zum Regiment erhoben.

Besonders aus Frankreich, Belgien und den Niederlanden fanden Katholiken den Weg zu den Zuaven. Sie kamen aus allen sozialen Schichten: Königliche Prinzen aus dem Hause Bourbon-Anjou dienten in dem Regiment ebenso wie Ärzte und Juristen aus Frankreich oder Handwerker und Bauern aus den Niederlanden - als einfache Soldaten, ohne irgendwelche besonderen Standesprivilegien. Um die päpstliche Kasse nicht zu belasten, waren überall in Europa und in Übersee von engagierten Katholiken Komitees gegründet worden, die für den Sold der Zuaven aufkamen.

In den Jahrzehnten zuvor hatte sich Frankreich, „die älteste Tochter der Kirche“, mehrfach als Schutzmacht der Kirche bewährt, wenn auch der Kaiser, ein ehemaliger Carbonaro (Freimaurer), oft ein doppeltes Spiel trieb. So am 15. September 1864, als Napoleon III. ohne Wissen des Papstes mit Viktor Emanuel II.

die berüchtigte „Septemberkonvention“ eingegangen war. Der Kaiser hatte sich darin bereit erklärt, innerhalb von zwei Jahren die französischen Truppen aus dem Kirchenstaat abzuziehen; der italienische König ging im Gegenzug die Verpflichtung ein, die bestehenden Grenzen des päpstlichen Herrschaftsgebietes zu respektieren. Bis zum Dezember 1866 sollten die Soldaten den Kirchenstaat verlassen haben; um die Gemüter aufgebrachter französischer Katholiken zu beruhigen, gestattete Napoleon III. jedoch die Aufstellung eines Freiwilligenkontingents, der so genannten „Antibes-Legion“.

1865 ernannte der Papst an Stelle von Monsignore de Merode einen der fähigsten Offiziere des päpstlichen Heeres, den aus dem Badischen stammenden Brigadegeneral Hermann Kanzler (1822-1888), zu seinem Waffenminister. Kanzler zeichnete sich durch Tapferkeit und strategische Klugheit aus. Für taktische Operationen besaß er die nötige Sachlichkeit. Der neue Waffenminister reorganisierte in kürzester Zeit das päpstliche Heer und schuf eine kleine, aber schlagkräftige Armee. „Das päpstliche Heer ist äußerst diszipliniert und engagiert“ berichtete der amerikanische Konsul, Edwin C. Cushman, an das State Department in Washington.

Im September des Jahres 1867 drangen Nachrichten nach Rom, dass sich die Banden Garibaldis anschickten, in den Kirchenstaat einzufallen. Der italienische Guerilla-Kämpfer und Freimaurer Giuseppe Garibaldi (1807-1882) hatte die Parole ausgegeben: „O Roma o morte - Rom oder den Tod!“

Am 29. September traf in der Ewigen Stadt die Meldung ein, dass die Invasion der Freischaren begonnen habe. Zunächst gelang es Gendarmen und Zuaven die schlecht organisierten Banden über die Grenze zurückzuschlagen. In zahlreichen kleineren Scharmützeln ging der Sieg mit Leichtigkeit an die Päpstlichen.

Doch immer mehr Freischärler gelangten über die Grenze. Schon in den Kämpfen um Bagnorea, Farnese und Nerola mussten viele Zuaven ihr Leben lassen. Zu einem blutigen Treffen wurde das Gefecht um Montelibretti (11. Oktober). Doch „die Päpstlichen schlagen sich gut“, musste Ferdinand Gregorovius, der in Rom lebende protestantische Geschichtsschreiber und überzeugte Gegner einer „Pfaffenherrschaft“, bewundernd eingestehen. Auch die Ewige Stadt blieb von revolutionären Umtrieben nicht verschont. Der Hass der nach Rom eingeschleusten Verschwörer galt vor allem den Zuaven. In einem Aufruf des „Nationalkomitees“ vom 8. Oktober hieß es voller Pathos: „Das Blut der Brüder, welches der päpstliche Zuave eben in den Provinzen vergießt, sei der Funke, unsere Geister zu entflammen.“

Am Abend des 22. Oktober kam es zu einem Blutbad in der Ewigen Stadt. Es war „Patrioten“ gelungen, an einer in unmittelbarer Nähe zu St. Peter gelegenen Zuavenkaserne Sprengladungen anzubringen. Das Gebäude wurde durch die Wucht der Explosionen beinahe völlig zerstört. Einem Wunder gleich blieben die dort für gewöhnlich untergebrachten Kompanien von dem Attentat verschont; die Zuaven hatten kurz zuvor ihr Quartier verlassen. 24 Regimentsmusiker, überwiegend Italiener, aber fanden den Tod, ebenso zahlreiche Zivilisten, unter ihnen auch einige im Nachbarhaus lebende Waisenkinder. An der Niederschlagung des von außen in die Stadt hineingetragenen „Volksaufstandes“ waren die Zuaven maßgeblich beteiligt.

Die Verteilung von Pamphleten, die zur Ermordung kirchlicher Würdenträger und päpstlicher Soldaten aufriefen, wurde unterbunden, Waffenlager beträchtlichen Ausmaßes ausgehoben und Attentäter an der Herstellung von „Orsini“-Bomben (den Vorläufern unserer heutigen Handgranaten) gehindert.

Inzwischen brachen immer mehr Freischärlerbanden in das Herrschaftsgebiet des Papstes ein; die Truppen des italienischen Königs beachteten formell zwar die Septemberkonvention, ließen aber die Anhänger Garibaldis ungehindert die Grenzen zum Kirchenstaat passieren. Und so befanden sich in kurzer Zeit mehr als 15.000 „Freiheitskämpfer“ auf päpstlichem Territorium.

In Frankreich konnte sich Napoleon III. nun nicht mehr dem Druck seiner katholischen Untertanen entziehen, er befahl zur Unterstützung des Papstes die Entsendung eines Expeditionskorps nach Civitavecchia. Am 28. Oktober trafen die Generäle de Failly und Polhés mit 2200 französischen Soldaten in der päpstlichen Hafenstadt ein. Garibaldi hatte indessen Monterotondo und Mentana eingenommen. Monterotondo und Mentana waren zwei Ortschaften von enormer strategischer Bedeutung - von dort aus stand der Weg nach Rom offen.

Es handelt sich bei diesem Text um das Vorwort zum Buch Der 20. September von Anton de Waal

Zweiter Teil folgt

Über Anton de Waal


20. September
Der große Aufbruch

Vor 10 Jahren, am 20. September 2010, hielt Erzbischof Robert Zollitsch, damals Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, zur Eröffnung der Herbstvollversammlung derselben seine programmatische Rede Zukunft der Kirche – Kirche für die Zukunft. Plädoyer für eine pilgernde, hörende und dienende Kirche, mit der er den Dialogprozess eröffnete, der einige Jahre dauerte und einen großen Aufbruch in der Kirche bewirken sollte. Weil dieser Prozess so schön und toll war, wiederholt man ihn jetzt unter dem Namen Synodaler Weg. Eine grundsätzliche Kritik an solchen Versuchen, die Krise der Kirche in eine Erneuerung zu verwandeln, habe ich damals in meinem Aufsatz Dialog als Heilmittel für die Kirche? vorgebracht. Leider ist er heute immer noch aktuell.


19. September
Mehr, als wir erdenken können

Zum morgigen 16. Sonntag nach Pfingsten kann ich diese Predigt anbieten. Die Lesung ist eine der tröstlichsten im ganzen Kirchenjahr.


19. September
Für eine spirituelle Revolution

Wenn Bischöfe eine spirituelle Revolution fordern, mache ich mir Gedanken, wie so eine Revolution aussehen könnte. Auf CNA habe ich sie veröffentlicht.


19. September
Nikolaus Lobkowicz

Vor einem Jahr, am 19. September 2019, starb im Alter von 88 Jahren der Philosoph Nikolaus Lobkowicz. Von 1984 bis 1996 war er Präsident der Katholischen Universität Eichstätt. Mit seinem Programm, ihr ein spannendes katholisches Profil zu verleihen, scheiterte er an der Konformitätssucht katholischer Intellektueller, die sich lieber mit dem Papst als mit dem Zeitgeist anlegen. Das, was jetzt am Synodalen Weg und an den deutschen Reaktionen auf die römische Instruktion Die pastorale Umkehr sichtbar wird, hatte er schon damals kritisiert: “Außerdem leidet der deutsche katholische Intellektuelle an einer deutschen Nabelschau: Er glaubt immer, wenn Rom etwas sagt, sei das an die Deutschen gerichtet. Aber das gilt doch genauso für Peru wie für Rußland oder Japan. Ein bißchen mehr undeutsche Demut täte vielleicht den deutschen katholischen Intellektuellen und Theologen ganz gut” (so 1998 im Bayerischen Rundfunk).


18. September
Jahresranking: Die Top 18 der Newcomer II

2019 kamen auf kath-info 35 Seiten neu hinzu. Ich gebe die 18 meistgelesenen bekannt, und zwar in zwei Schritten: heute im zweiten Schritt die Plätze 10 bis 18. Die rechte Spalte gibt den Platz im Gesamtranking der insgesamt 696 Seiten an.

Platz Jahresranking 2019
Die Top 18 unter den 35 Newcomern
Zweiter Teil: 10 bis 18
Platz im Gesamt
ranking
10

Genderkritik: Ist Papst Franziskus rechtspopulistisch?

246
11

Franz Prosinger: Striet vs. Benedikt

264
12

Postl: Gelungenes Debüt. Über Wollbolds Felapton

266
13

Recktenwald: Zeit, "danke" zu sagen

297
14

Franz Prosinger: Der Gnadenstuhl

301
15

Recktenwald: Über den Atheismus Thomas Nagels

302
16

Recktenwald: Who is Jesus Christ?

323
17

Oliver Maksan: Führung durch Stuhlkreise

331
18 Elisabeth Schmidt: Unplanned - Wie David gegen Goliath 334

Zu den Plätzen 1 bis 9


17. September
Angst und Schrecken

In einem Beitrag für den Cathwalk schreibe ich über das neue Evangelium der Hirnforscher:
“Da geht es nur mit Drohungen, Angst und Schrecken”, sagt der Hirnforscher Gerhard Roth. So äußerte er sich in einem Interview mit Dieter Sell vom Evangelischen Pressedienst. Es ging dabei um Maßnahmen, die die Bevölkerung dazu bringen sollen, die Corona-Regeln zu befolgen. Wir dürfen also nüchtern feststellen: Während die Kirche schon längst jede Drohbotschaft überwunden hat, kehrt diese in säkularem Umfeld wieder. “Drohungen, Angst und Schrecken” sind... weiterlesen


17. September
Michael Irwin FSSP

Vor einem Jahr, am 17. September 2019, starb im Alter von 81 Jahren P. Michael Irwin FSSP. Irwin wurde am 30. Mai 1964 für die Diözese Dallas (Texas) zum Priester geweiht. 1969 wechselte er in die neu gegründete Diözese Fort Worth. Bis 1986 war er an mehreren Orten in Texas tätig, dann für vier Jahre Pfarrer in Arteaga (Mexiko). 1990 wechselte er zur Priesterbruderschaft St. Petrus, in die er am 18. Oktober 1994 endgültig inkorporiert wurde. Nach einem Jahr in Wigratzbad (1990/91) war er in Dallas TX (1991/92), Rapid City SD (1992-1995 und 1997-2001), Vienna OH (1995-1997), Maple Hill KS (2001-2003) und Post Falls ID (2004-2008) tätig.


15. September
Spiritus Paraclitus

Vor 100 Jahren, am 15. September 1920, veröffentlichte Papst Benedikt XV. zum 1500. Todestag des hl. Hieronymus die Enzyklika Spiritus Paraclitus über die Inspiration und Zuverlässigkeit der Hl. Schrift.


14. September
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Mein Artikel über Greta und den Synodalen Weg wurde auf einer eigenen Seite untergebracht. Die Predigt über das Banausentum des Modernismus habe ich auf der Modernismusseite, diejenige über das Wunder zu Kana auf der Seite mit dem Artikel von Beßmer über Offenbarung, Dogma und Glaube eingebettet. Die Zitate von Walter Kardinal Brandmüller und Hinrich E. Bues (Eisiges Schweigen und Das Waterloo der deutschen Kirche) finden sich auf der Themenseite zur Deutschen Bischofskonferenz.


14. September
Josef Blinzler

Vor 50 Jahren, am 13. September 1970, starb in Passau im Alter von 60 Jahren der Exeget Josef Blinzler. Er studierte u.a. bei Joseph Sickenberger und Friedrich Wilhelm Maier und lehrte seit 1949 in Passau. Sein Werk Der Prozess Jesu wurde von Theologen wie Franz Mußner, Paul Gaechter, Joseph Kürzinger und Joachim Jeremias als Standardwerk zum Thema anerkannt. In seinem Werk Die Brüder und Schwestern Jesu zeigte Blinzler, auf welch schwachen Füßen die Meinung steht, Jesus habe leibliche Geschwister gehabt (vgl. meinen Aufsatz zum Thema).


13. September
Nagels Perspektivendualismus

Auf AEMAET ist nun ein zweiter Artikel von mir über Thomas Nagel erschienen. Unter dem Titel Ist der Materialismus ein Idealismus? widme ich mich seinem Perspektivendualismus und stelle weiterführende Überlegungen an.


13. September
Das Zitat

Jene, die vom wahren Seeleneifer beseelt sind, werden von Gott gesegnet und behütet.

Hl. Don Bosco


12. September
Göttliche Aussaat

Für den morgigen 15. Sonntag nach Pfingsten kann ich zwei Predigten anbieten: Wir ernten, was wir säen und Ist Gott geizig?


12. September
Fataler Trugschluss der Theologen

Ganze Generationen junger Theologen wurden fortan in dem Irrglauben ausgebildet, es sei nicht so wichtig, auf welchen historischen Tatsachen der Glauben beruhe. Ein fataler Trugschluss, wie im 20. Jahrhundert der französische Philosoph Gabriel Marcel (1889–1973) bekräftigte: „Der Mensch, der sagt: ‚Es ist nicht wichtig, was du für wahr hältst, solange du ein christliches Leben lebst’, macht sich einer der schwersten Sünden schuldig an dem, der sagte ‚Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben’. Es geht um die Wahrheit! Auf dem Boden der Wahrheit schlagen wir unsere erste Schlacht für den Glauben. Nur auf diesem Boden kann der Glauben gewonnen und verloren werden.“

Aus: Markus Spieker, Hilfe, sie haben Jesus geschrumpft! Das böse Vermächtnis der radikalen Bibelkritik und wie wir uns davon befreien, in: IdeaSpektrum vom 26. August 2020. Von Spieker erschien gestern das Buch Jesus. Eine Weltgeschichte, 1.004 Seiten.

Scheffczyk über Entmythologisierung


11. September
Das Zitat

Was der Mensch an sich oder anderen nicht bessern kann, das muss er mit Geduld tragen, bis Gott es anders macht. Lerne die Fehler deiner Mitmenschen und all ihre Schwächen mit Geduld tragen, denn auch du hast viele, an denen die anderen tragen müssen. Du kannst nicht einmal aus dir selbst den Menschen schaffen, der du gerne sein möchtest. Wie wirst du dann einen anderen nach deinem Sinne und Gefallen ändern können?

Aus der “Nachfolge Christi”


9. September
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Die Predigt über Meister Eckharts Kuh habe ich auf der Kritikseite, die Predigt Mache hell die Finsternisse unseres Geistes auf der Husserlseite eingebettet. Das wichtige Zitat von Michael Karger über Newman und das Gewissen ist auf der Gewissensseite untergebracht, die Podcastfolge Wir wollen dienen! beim verlorenen Schaf.


9. September
Gegner und Befürworter der Hexenverfolgungen

Als die Stadt Münster im 17. Jh. ihre Selbständigkeit verlor und unter die Herrschaft des Fürstbischofs von Galen kam, war dort sofort Schluss mit den Hexenprozessen. Und die viel gescholtene Inquisition sorgte fast überall wo sie konnte dafür, dass der Horror der Hexenverfolgung aufhörte. Die berüchtigte spanische Inquisition setzt dem Spuk schon 1526 ein Ende. Soviel nur zum verbreiteten “Wissen”, dass die Inquisition gerade der Hexenverfolgung diente. Dagegen waren etliche Aufklärer und Vorkämpfer moderner Staatlichkeit und kirchenferner Rechtsordnungen aktive Befürworter der Hexenverfolgungen, so etwa Jean Bodin oder Thomas Hobbes.

Aus: Martin Eberts, Die Kirche ging gegen den “Hexenwahn” vor, am 27. August 2020 in der Credo-Reihe der Tagespost, in der der Historiker Martin Eberts mit Schwarzen Legenden antikatholischer Geschichtsschreibung aufräumt.


8. September
Die Alternative zu Heideggers Sorge

Meine Predigt zum Evangelium des letzten Sonntags. “Seid nicht ängstlich besorgt...”, sagt der Herr in der Bergpredigt. Denn er will dein Herz verändern: es aus einer Rumpelkammer, die mit Sorgen angefüllt ist, verwandeln in einen Königspalast, in dem er selber wohnt.

Recktenwald-Predigten · 14. So n. Pf.: Die Berufung deines Herzens


8. September
Petrus Casani

Vor 450 Jahren, am 8. September 1570, wurde in Lucca der Piarist Petrus Casani geboren. Er war in Rom ein Schüler des hl. Robert Bellarmin und ein Mitschüler des hl. Aloisius. Später lernte er den hl. Joseph von Calasanza (ca. 1556-1648) kennen, dessen treuester Mitarbeiter er wurde. Er starb am 13. Oktober 1647 in Rom. 1922 wurde sein Seligsprechungsprozess eingeleitet. Die Seligsprechung erfolgte am 1. Oktober 1995.


8. September
Fort Wayne

Vor zehn Jahren, am 8. September 2010, wurde die Niederlassung der Priesterbruderschaft St. Petrus in Fort Wayne (im US-Bundesstaat Indiana), das Haus St. Theodora Guerin, kanonisch errichtet.


7. September
Nochmals "Rettende Schönheit"

Der in der Tagepost erschienene Artikel Rettende Schönheit (siehe Meldung vom 3. September) ist jetzt auch online. Hier trägt er den Titel Liturgie: Das Offenbarwerden der Herrlichkeit Gottes. Es geht allerdings nicht um die Liturgie, sondern um das heilige Messopfer.


6. September
Das Zitat

Wir dienen einem großen und erhabenen König, der seine Diener nicht königlich oder kaiserlich, sondern göttlich belohnt.

Hl. Arnold Janssen


6. September
Emilie Schneider

Vor 200 Jahren, am 6. September 1820, wurde in Haaren bei Heinsberg die Mystikerin Emilie Schneider geboren. Sie trat bei den Töchtern vom heiligen Kreuz ein, widmete sich der Armenfürsorge und Krankenpflege und leitete seit 1852 das Theresienhospital in Düsseldorf. Hier starb sie am 21. März 1859. Auf den Maler Carl Halfdan Schilling (1835-1907), der 1854 zum katholischen Glauben konvertierte, hatte sie großen Einfluss.


5. September
Mehr als Pflichtethik

Für den morgigen 14. Sonntag nach Pfingsten kann ich zwei Predigten anbieten: Das Evangelium, das den Konflikt zwischen Pflicht und Neigung löst und Seid nicht ängstlich besorgt um euer Leben!


5. September
Wider Kentlers Schatten

Morgen beginnt Demo für alle mit der dritten Deutschlandtour seines Busses der Meinungsfreiheit. Die Bustour ist der Auftakt für eine große Aufklärungskampagne über die pädokriminellen Wurzeln heutiger Sexualpädagogik und steht unter dem Motto Stoppt Kentlers Sex-Pädagogik!


4. September
Zur Analyse des Subjektsbegriffs

Von Bronislaw Wladislaus Switalski

8. Folge

Dass unserem Erkennen in der Tat ein solcher Aneignungs- und Ausdeutungsprozess zu Grunde liegt, können wir unaufhörlich an uns selbst konstatieren: Wie vieles wird von uns nur obenhin erfasst! Und wenn manches uns nicht nur mehr interessiert, sondern auch schärfer erkannt und vollständiger gewürdigt wird, so liegt es eben daran, dass unsere Aktivität gerade auf diesem Gebiete sich besonders leicht und gewandt äußert, und diese Leichtigkeit hinwiederum ist zum größten Teil bedingt durch unsere “Erfahrung” und “Übung” auf diesem Gebiete d. h. aber durch die Stärke der entsprechenden Dispositionen und ihre feste, vielseitige Assoziation, die eben ihre Erregbarkeit und Verfügbarkeit bedingen! Wenn endlich es bei einem an sich alltäglichen Gegenstande uns “wie Schuppen von den Augen fällt”, so dass wir neue Seiten an ihm erkennen, so erklärt sich diese plötzliche Neubeleuchtung nur dadurch, das bis dahin noch nicht erregte Dispositionen wirksam werden und dabei jenen scheinbar altbekannten Gegenstand meiner Betrachtung von einem neuen Gesichtspunkte aus zeigen.

Es liegt nahe aus dieser Feststellung die Folgerung zu ziehen, dass eine fortschreitende Beachtung des in mir Vorgehenden, eine stete Vertiefung in das eigene Innere also, mit der Entdeckung neuer Mannigfaltigkeiten im Eigenleben zugleich eine weitergehende Feinheit in der Aufnahme der “fremden” Eindrücke bedingt, und in der Tat belehrt uns die Geistesgeschichte der Menschheit, dass eine genauere Orientierung über das eigene Innere stets eine Erweiterung und Bereicherung unseres objektiven Gesichtskreises zur Folge hatte, wobei freilich schon hier darauf hingewiesen sein mag, dass auch umgekehrt unsere Geisteskraft durch Erforschung und Erfassung des Gegenständlichen geschärft und geschult wird für die Analyse und genauere Bestimmung unserer Ich-Zustände.

Ist indes durch Betonung der subjektiven Seite des Erkenntnisprozesses das Erkennen als ein lediglich “sachlich bedingtes” Erfassen des Erkenntnisgegenstandes nicht aufgegeben? Wie lässt sich Subjektivität und Sachlichkeit mit einander versöhnen? Das Bedenken erscheint so schwerwiegend, weil man mit dem Begriff der Subjektivität ohne weiteres den Nebengedanken des subjektiven Verfälschens des Aufzunehmenden verbindet. Unsere Analyse des Ich-Bewusstseins sollte uns aber zeigen, auf welchem Wege wir uns immer mehr aus den einengenden Fesseln der empirischen Anlage zu befreien vermögen: Die Aktivität, die ein wesentliches Moment der formalen Ich-Komponente bildet, setzt uns in den Stand, auch über unsere eigene Bedingtheit zu reflektieren und damit ihren Einfluss auf die Aufnahme der zu erkennenden Gegenstände zu kontrollieren, und gerade je mehr wir den Schatz unserer Erfahrungen selbständig durchgestaltend uns angeeignet haben, um so weniger werden wir eine “von selbst” erfolgende Apperzeption des Neuen einfach hinnehmen, um so mehr werden wir vielmehr bestrebt sein, unsere Erkenntnis immer genauer dem Objekt anzupassen. So liegt gerade in einer derartig gereinigten Subjektivität das nie rastende Streben nach ungetrübter Sachlichkeit unserer Erkenntnis und die einzig zuverlässige Bürgschaft ihrer Erreichbarkeit. Nur dem so selbständig zu stärkenden Wahrheitssinn erschließt die Welt der Erkenntnisgegenstände endlich ihre letzten Rätsel!

wird fortgesetzt.


3. September
Rettende Schönheit

Heute ist in der Tagespost mein Artikel Rettende Schönheit erschienen.


3. September
Morddrohungen und Cancel Culture

Doch offensichtlich regiert vor allem die Angst. Viele Kinobetreiber äußerten Befürchtungen vor linken Krawallmachern, namentlich der Antifa. Konkrete Drohungen gäbe es zwar keine. Aber im Zeitalter von „Cancel Culture“ und Denkmalstürzern hat der linke Mob an abschreckender Militanz gewonnen, die man nicht herausfordern will. [Regisseur Chuck] Konzelman habe der Stiftung [Stiftung Ja zum Leben] geschrieben, dass es in Frankreich „unmöglich war, auch nur ein Kino zu finden“, das den Film vorführen wollte. In Kanada haben es sogar Morddrohungen gegen Kinobetreiber gegeben, Premierminister Justin Trudeau warnte energisch vor dem Streifen.

Aus: Marco Gallina, Ein Film für das Leben wird zum Politikum. Der Film „Unplanned“ sollte nun in deutsche Kinos kommen. Doch „Cancel Culture“ und Denkmalstürzler üben auch hier Druck aus. JA zum Leben ist trotzdem optimistisch: „Der Zuspruch ist dennoch groß!“, Tagespost 29. August 2020. Weitere Infos über den Film Unplanned.


2. September
Lass uns lieben, was du befiehlst

In dieser Predigt vom letzten Sonntag stelle ich die göttliche Tugend der Liebe in den Zusammenhang der philosophischen Diskussion über Ethik von Platon bis Kant und erkläre, warum die Ethik Kants trotz ihres hohen Anspruchs einen Rückfall gegenüber der christlichen Ethik bedeutet.

Recktenwald-Predigten · 13. So. nach Pfingsten: Die Liebe als Vollendung

2. September
Kaiser Jiaqing

Vor 200 Jahren, am 2. September 1820, starb im Alter von 59 Jahren, im 24. Jahr seiner Regierung Kaiser Jiaqing (auch Chia Ch’ing, Kia-King, Jen-tsung) von China, der fünfte Kaiser der Qing-Dynastie. Er verantwortete seit 1810 eine blutige Christenverfolgung, der u.a. der hl. Johannes Lantrua von Triora 1816 zum Opfer fiel.


1. September
Übersehene Selbstsäkularisierung

Die Tendenz dieser Instruktion freilich will darauf aufmerksam machen, dass bei dem Prozess der Neugestaltung ein Defizit auftritt, das die Verantwortlichen offensichtlich nicht sehen oder sehen wollen: In einigen Bereichen findet eine Selbstsäkularisierung und eine Funktionalisierung des kirchlichen Handelns statt, die das Sakrale zurückdrängt, die Bedeutung der Weiheämter marginalisiert und damit die Sakramentalität der Kirche verblassen lässt.

Der Theologe Prof. Dr. Ludwig Mödl über die Kritik an der Instruktion der Kleruskongregation vom 29. Juni 2020, in: Neue Bildpost vom 29./30. August 2020, S. 8


31. August
Wir haben an die Liebe geglaubt

Von P. Engelbert Recktenwald

“Credidimus Caritati” - “Wir haben an die Liebe geglaubt”. So lautete der Wahlspruch im Wappen von Erzbischof Marcel Lefebvre. Ausgerechnet von ihm? “Der hatte es doch mehr mit dem Glauben als mit der Liebe!” So könnte der verwunderte Ausruf eines Katholiken lauten, der dem heute weitverbreiteten Narrativ aufgesessen ist, das einen Gegensatz zwischen Glaube und Liebe konstruiert, genauer gesagt: zwischen Rechtgläubigkeit einerseits und “großzügiger” Liebe andererseits. Rechtgläubigkeit wird mit Einengung und Bevormundung assoziiert, Liebe mit Befreiung davon. Auf der einen Seite haben wir demnach den engstirnigen Fundamentalisten, auf der anderen Seite den menschenfreundlichen Seelsorger, hier den lieblosen Pharisäer, dem der wahre Glaube wichtig ist, dort den modernen Barmherzigkeitsprediger, dem die Menschen wichtiger sind. Er nimmt es deshalb mit den Dogmen nicht so genau. Das ist ein Ausweis seiner Menschenliebe. Liebe als Gegeninstanz zum Glauben, Wahrheit als Einschränkung der Freiheit: Diese Konstruktion hat sich in den Köpfen vieler Zeitgenossen festgesetzt.

Dass Erzbischof Lefebvre, mein Weihebischof, Fehler machte und ich mich deshalb von ihm distanzierte, habe ich häufig - in den Augen mancher meiner Kritiker zu häufig - bekundet und begründet. Aber gegen den Vorwurf der Lieblosigkeit muss ich ihn in Schutz nehmen. Dabei geht es mir in diesen Überlegungen gar nicht in erster Linie um ihn persönlich, sondern vielmehr um die beschriebene Strategie der Verdächtigung von Glaubenstreue als liebesfeindlich. Auch Kardinal Ratzinger/Papst Benedikt wurde ein Opfer dieser Strategie. “Panzerkardinal” wurde er genannt, sobald er hier oder dort seine Pflicht erfüllte, die unverfälschte Glaubensweitergabe in der Kirche sicherzustellen.

Angesichts des nahenden Todes bekannte Erzbischof Lefebvre einmal, was ihn all die Jahre hindurch bewegte ... weiterlesen


30. August
Das Zitat

Besiegt ist nur, wer den Mut verliert. Sieger ist jeder, der weiterkämpfen will.

Hl. Franz von Sales


30. August
Joaquín Camaño Bazán

Vor 200 Jahren, am 30. August 1820, starb in Valencia im Alter von 83 Jahren der Südamerika-Missionar Joaquín Camaño Bazán SJ. Er wirkte bis zur Vertreibung der Jesuiten im Jahr 1767 unter dem Indianervolk der Guarani, wo auch schon der hl. Roque Gonzalez de Santa Cruz SJ (1576-1628) gewirkt hatte.


29. August
Vom Segen der Dankbarkeit

Zum morgigen 13. Sonntag nach Pfingsten kann ich diese Predigt über die Dankbarkeit anbieten.


29. August
Flucht in eine Dogmatik der Moderne

So einfach macht es sich Essen mit seinen begriffsstrategischen Operationen nicht, die freilich im Ganzen einem erstaunlich gläubigen, schlechterdings essentialistischen Modernekonzept gehorchen. Den Begriff Moderne gibt es darin nur im Singular. Geradezu ehrfürchtig spricht Essen in seinem Schriftgut über Natur und Gnade von „den Geltungsansprüchen der Moderne“, vom „Autonomiebewusstsein der Moderne“, welches theologisch einzuholen sei, ohne „auf halber Strecke stecken“ zu bleiben, und zwar mit Kant, Fichte und Hermann Krings als philosophischen Säulenheiligen, wie sie Essens Lehrer Thomas Pröpper zur Verehrung empfahl. Warum aber flüchtet sich jemand, um der Dogmatik seiner Kirche zu entkommen, in eine Dogmatik der Moderne? Als sei noch nie über die Dialektik der Aufklärung, über die Schlagseiten einer auf Autonomie verkürzten Freiheit nachgedacht worden.

Aus: Christian Geyer, Moderne Dogmatik, einem Kommentar zur Kritik des Berliner Dogmatik-Professors Georg Essen an der römischen Instruktion übers Priestertum, in der FAZ, 5. August 2020. Essen ist ein enger Kollege von Striet, der mit ihm die tiefe Modernegläubigkeit teilt.

Beim Religionslehrer in diesem Video handelt es sich nicht um Georg Essen.


28. August
Synodaler Holzweg?

Der Direktor des Zentrums für Berufungspastoral in der Erzdiözese Freiburg, Michael Maas, hat in der Zeitschrift “miteinander” der österreichischen Berufungspastoral seine Erfahrungen in der katholischen Kirche in den Vereinigten Staaten beschrieben. Dort sei das Priesteramt wesentlich attraktiver als in Deutschland, es gebe wesentlich mehr Priesteramtskandidaten. Den Grund dafür sieht Maas in einer stärkeren Betonung der persönlichen Beziehung zu Jesus Christus, während hierzulande im kirchlichen Leben der Fokus auf der Gemeinschaft liege. Er habe in Amerika auch einen größeren Mut zu klar umrissenen Standpunkten und zur eigenen “Identität” (eucharistisch, marianisch, katholisch) erlebt. Gerade in der Jugendarbeit dort hätten die eucharistische Anbetung, das Gebet und die Beichte hohe Bedeutung. Und aufgrund der Betonung der Gemeinschaft statt der Gottesbeziehung hätten in Deutschland viel mehr Menschen in der Folge der Missbrauchsskandale der Kirche den Rücken gekehrt als in den Vereinigen Staaten: Hier wie dort hätten Verantwortliche massiv versagt, aber wer sich an Christus festmache statt an den Amtsträgern oder deren Gemeinschaft, könne mit diesem Versagen anders umgehen. Wenn auf dem Synodalen Weg immer nur - auch aus bischöflichem Mund - von der “Macht” der Kleriker die Rede ist, so als sei Kirche zunächst etwas Soziologisches, ist man schon auf dem Holzweg, der nur im gedanklichen Gestrüpp enden kann.

Aus: Guido Horst, Auf dem Holzweg, dem Editorial zum Vatican-Magazin, Ausgabe August/September 2020.

Weitere Meldungen zum Synodalen Weg


25. August
Maria Petkovic

Vor 100 Jahren, am 25. August 1920, schrieb Maria Petkovic (1892-1966) die ersten Konstitutionen der von ihr gegründeten Kongregation der Töchter der Barmherzigkeit des hl. Franz. Von dieser Kongregation gründete sie im Laufe ihre Lebens 46 Niederlassungen. Am 6. Juni 2003 wurde sie seliggesprochen. Sie war die erste Kroatin, die seliggesprochen wurde.


25. August
Abt Bonifaz

Vor 100 Jahren, am 25. August 1920, wurde Abt Bonifaz zum Vikar des neu errichteten Apostolischen Vikariats Wonsan ernannt. Wonsan liegt im heutigen Nordkorea. Der aus Hessen stammende P. Bonifatius Sauer OSB war seit 1913 Abt der ersten Benediktinerabtei im Fernen Osten. Am 7. Februar 1950 starb er unter der kommunistischen Verfolgung an den Folgen einer qualvollen Einzelhaft in Pyengyang. Weitere Infos auf der Korea-Seite von kath-info.


25. August
Ludwig IX.

Vor 750 Jahren, am 25. August 1270, starb in Karthago im Alter von 56 Jahren der Kapetinger König Ludwig IX. von Frankreich. Am 11. August 1297 wurde er von Papst Bonifaz VIII. heiliggesprochen.

Aus seinem Brief an seinen Sohn, den Kronprinzen:
„Das erste, was ich dir, lieber Sohn, ans Herz lege, ist, daß du Gott liebest aus ganzem Herzen und aus allen Kräften; denn ohne dieses gibt es kein Heil. Sei so gesinnt, daß du um Nichts in der Welt eine Todsünde begehen möchtest, sondern lieber dir alle Glieder abhauen und unter den grausamsten Qualen das Leben nehmen lassest. Wenn dir Gott Trübsale oder Krankheiten schickt, so danke Ihm dafür und bedenke, daß Er es zu deinem Heile tut, und daß du weit Ärgeres verdienst, weil du Ihm schlecht gedient und oft seinem Willen entgegen gehandelst hast; schickt dir Gott Gutes, so danke Ihm dafür und hüte dich, deshalb durch Stolz oder ein anderes Laster schlechter zu werden; denn es ist eine große Sünde, mit den Wohltaten wider den Wohltäter zu streiten. Gewöhne dir an, oft deine Sünden zu beichten, und wähle nur heilige und gelehrte Männer zu deinen Beichtvätern; gehe gerne in den Gottesdienst und bete mit Herz und Mund bei der heiligen Messe. Sei liebevoll gegen alle Armen und hilf ihnen nach Kräften mit Rat und Tat..."


24. August
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Der Aufsatz über das Das Jesuskind und Schwester Faustyna wurde auf einer eigenen Seite untergebracht. Meine Predigt Die göttliche Perspektive habe ich auf der Sophie-Scholl-Seite eingebettet, die Predigt Ich denke Gedanken des Friedens auf der Jakob-Seite. Die Seite über Evangelisierung habe ich mit zwei Zitaten ergänzt: mit dem Ruf des Filmproduzenten Juan Manuel Cotelo zur Evangelisierung und dem Mangel an konservativen Katholiken in den Redaktionsstuben deutscher Medien.


24. August
Erich Przywara

Vor 100 Jahren, am 24. August 1920, wurde Erich Przywara SJ zum Priester geweiht. Przywara war ein bedeutender Theologe und Philosoph. Er wurde in Kattowitz geboren, und zwar am selben Tag wie die katholischen Gelehrten Dietrich von Hildebrand und Christopher Dawson, nämlich am 12. Oktober 1889, jener in Florenz, dieser in Wales. Am 28. September 1972 starb er in Hagen bei Murnau.


23. August
Das Zitat

Wegen Zerstreuungen oder Beunruhigungen des Geistes dürfen wir das Gebet nicht verlassen, selbst wenn es ohne irgendeinen Nutzen erscheint. Wer seine ganze gewohnte Gebetszeit ausharrt und seinen Geist immer wieder liebenswürdig zum Gegenstand seines Gebetes zurückruft, wird viel gewinnen.

Hl. Philipp Neri


22. August
Katholische Barmherzigkeit

Zum morgigen 12. Sonntag nach Pfingsten kann ich drei Predigten anbieten: Die Herrlichkeit des Neuen Bundes, Der barmherzige Samariter als katholische Antwort und Das Gleichnis vom barmherzigen Samariter.


21. August
Was den kirchlichen Apparatschiks Sorgen bereitet

Zugespitzt ausgedrückt verrät die Polemik gegen den "Retrokatholizismus" also letztlich nur das tiefe Unbehagen jener kirchlichen Apparatschiks, in deren Denken Gott bestenfalls als gedankliches Konstrukt vorkommt - als Metapher, als Personifikation irgendwelcher "Werte" oder "Haltungen", für die die Institution Kirche steht oder stehen sollte - gegenüber Gläubigen, die von oder womöglich sogar mit Gott sprechen, als gäbe es Ihn wirklich. Zum Teil mag dieses Unbehagen daher rühren, dass diese Leute den Gläubigen ihren Glauben, der ihnen selbst so zutiefst fremd ist, schlichtweg nicht abkaufen und daher argwöhnen, es müssten sich irgendwelche finsteren Absichten dahinter verbergen. Zum Teil mag es sich um die ehrliche Überzeugung handeln, ein solcher "unaufgeklärter", "fundamentalistischer" Glaube schade der Kirche und stehe ihrer eigentlichen Aufgabe im Wege (welche das auch immer sein mag; Immobilien verwalten vielleicht?). Aber meine persönliche Einschätzung ist, dass sich zuunterst, mehr oder weniger schlecht verborgen unter rational und intellektuell klingen sollenden Positionierungen, die nackte Angst regt, dass die geschmähten "Fundis" und "Retrokatholiken" Recht haben könnten. Dass es diesen Gott, den sich die liberale Theologie glücklich vom Hals geschafft zu haben wähnte, am Ende doch gibt.

Tobias Klein in seinem Blogbeitrag Horrendum est -- oder: Wer hat Angst vorm Retrokatholizismus?.


20. August
Petrus Vigne

Vor 350 Jahren, am 20. August 1670, wurde in Privas (Region Auvergne-Rhône-Alpes) Pierre Vigne geboren. 1694 zum Priester geweiht, trat er 1700 in die Kongregation der Lazaristen ein. Er wirkte als Volksmissionar, auch nachdem er einige Jahre später die Lazaristen wieder verlassen hatte. Boucieu-le-Roi in seiner Heimatregion machte er durch die Errichtung eines Kreuzwegs zu einem Pilgerort. Er starb am 8. Juli 1740 in Rencurel und wurde am 3. Oktober 2004 seliggesprochen.


19. August
Das Mysterium der heiligsten Dreifaltigkeit

Von Matthias Joseph Scheeben

72. Folge

Damit haben wir den distinkten und vollständigen Begriff des eigentlichen. Wesens der innern Sendungen der göttlichen Personen gewonnen; wir wissen, in welcher Weise die ausgehenden Personen der Gottheit als solche real, substantial und hypostatisch in die Kreatur mit der heiligmachenden Gnade einkehren und in derselben existieren können und sollen.

Aber um diese Sendungen allseitig nach ihrem ganzen Verlaufe zu charakterisieren und bis ins kleinste hinein die Anschauung der Heiligen Schrift zu verfolgen, müssen wir noch zwei Momente betrachten, ihre Ausführung und ihr letztes Ziel, wobei dann auch das Verhältnis der Sendung des Sohnes und der des Heiligen Geistes zueinander und bei der zum, Vater, der bloß sendet und nicht gesandt wird, zur Sprache kommen muß.

2. Ausgeführt wird die Sendung der göttlichen Personen oder vielmehr das Eintreten derselben in die Kreatur durch eine göttliche Tätigkeit. Je nachdem diese Tätigkeit der ausgehenden Person selbst oder derjenigen, von welcher sie ausgeht, beigelegt wird, sagt man, daß jene sich selbst in die Kreatur bringe, in sie komme, die letztere sende. Aber diese Tätigkeit selbst für sich betrachtet ist kein "proprium" der sendenden oder gesandten Person, sondern bloß ein „appropriatum“. Das hatten wir schon früher gesehen; hier wollen wir es nur des Zusammenhanges wegen wiederholen. Kraft dieser Appropriation erscheint die gesandte Person nur als den Willen des Sendenden erfüllend, obgleich sie in der Tat denselben Willen hat; ebenso erscheint sie oft als ihre Verbindung mit der Kreatur für sich allein bewerkstelligend, obgleich sie nur in und mit den andern Personen. wirken kann: Vorzüglich wird aber dem Heiligen Geiste die Ausführung sowohl seiner eigenen Sendung wieder des Sohnes zugeschrieben, aus dem einfachen Grunde; weil die Spendung der Gnade; womit jene Sendungen so innig verflochten sind, eine Wirkung der durch den Heiligen Geist repräsentierten göttlichen Liebe ist, weil er zudem als Abschluß der innern Ausgänge in Gott sich - als den natürlichen Konduktor: derselben nach außen darstellt. So wird selbst die Ausführung der Sendung des Sohnes durch die Inkarnation (conceptus de Spiritu Sancto), um so mehr die in der Gnade enthaltene; ihm zugeschrieben.

3. Wie aber den sendenden und gesandten Personen sowohl beim Ratschlusse als bei der Ausführung der Sendung die entsprechende Tätigkeit appropriiert wird: so wird den gesandten Personen in ihrer Existenz am Ziele ihrer Sendung eine Tätigkeit appropriiert, um ihr Auftreten nicht bloß als ein hypostatisches, sondern auch als persönliches erscheinen zu lassen. Insofern die gesandten Personen wirklich nach ihrer Besonderheit in uns sind, haben sie keine besondere Tätigkeit; sie sind bloß Typus für die Wirkung der göttlichen Tätigkeit sowie Objekt und Motiv für die Tätigkeit der Kreatur; und wenn wir den Heiligen Geist hypostatisch für sich allein, ohne Appropriation; den Tröster, den Paraklet nennen, so können wir das nur insofern tun, als er nicht durch eine Tätigkeit, sondern durch seine innige Gegenwart und seinen Besitz uns Trost gewährt. Aber wenn eine göttliche Person zu uns kommt, dann kommt sie auch wirklich mit ihrer Kraft und Tätigkeit, obgleich sie diese mit den andern Personen gemein hat; und da liegt es sehr nahe, daß wir gerade die Person, welche zu uns kommt, als vorzüglich und besonders tätig für uns denken. So denken wir uns namentlich den Heiligen Geist, der in diesem Leben vorzüglich zu uns kommt; auch als vorzüglich tätig in uns, als den vom Vater uns gesandten Tröster, Beleber, Beschützer und - Freund unserer Seele, und das mit um so größerem Rechte, da er ohnehin, als der Repräsentant der göttlichen Liebe, auch in vorzüglichem Sinne der Spender aller Gnaden Gottes an die Kreatur ist.

Wenn wir daher auch früher gesagt haben, die eigentliche Sendung einer göttlichen Person in die Kreatur habe strenggenommen nicht die Tätigkeit, welche dieselbe dort üben solle, zum Ziele, weil die Tätigkeit bloß ein "appropriatum", kein "proprium" sei; so kann doch diese Tätigkeit mit dem Ziele der eigentlichen Sendung in Verbindung gebracht werden. Die gesandte Person wird somit in doppelter Weise bei der Ausführung ihrer Sendung als allein tätig gedacht, einmal, insofern sie selbst ihre Verbindung mit der Kreatur herstellt, und wiederum, insofern sie, in die Kreatur eingekehrt; dort auch eine ihrer Verbindung entsprechende Tätigkeit, entfaltet; aber die Appropriation dieser Tätigkeit hebt die Proprietät der Sendung nicht auf ,solange man nur die in der Tat eigentümliche Existenz der gesandten Person zur Basis dieser Appropriation macht und sie als Zentrum des Sendungsprozesses betrachtet.

In der Darstellung der Heiligen Schrift und der Väter finden wir vielfach diese appropriierte Tätigkeit mit der wirklichen hypostatischen Gegenwart auf - ähnliche Weise wie die bei den Arten der 'letzteren untereinander so innig, verwoben, daß sie sich im Ausdruck oft gar nicht unterscheiden läßt, so z. B wenn der Heiland sagt, daß er uns den Heiligen Geist als Tröster senden werde. Analysiert man dann diese Ausdrücke mit behutsamer Sorgfalt in ihrer ganzen Bedeutung, so wird man alle Momente herausfinden und zu einem harmonischen Ganzen verbunden sehen. Sonst läuft man Gefahr, das eine über dem andern zu vergessen, und erhält nur eine entweder sehr einseitige oder ganz unklare Vorstellung von dem Geheimnisse, das die Heilige Schrift uns offenbaren will.

Wird fortgesetzt


17. August
Sind Wunder möglich?

Meine Predigt von gestern. Ich gehe der Frage nach, ob Wunder mit der Vollkommenheit Gottes vereinbar sind.

Recktenwald-Predigten · 11. So. nach Pfingsten: Sind Wunder möglich?


17. August
Frédéric Janssoone

Vor 150 Jahren, am 17. August 1870, wurde in Bourges der Franziskaner Frédéric Janssoone (1838-1916) zum Priester geweiht. Er stammte aus Ghyvelde bei Lille. 1878 kam er nach Palästina, 1888 nach Kanada, wo er unter anderem das Marienheiligtum Notre-Dame du Cap betreute. Er war befreundet mit dem hl. André Bessette CSC (1845-1937). Am 25. September 1988 wurde er seliggesprochen.


16. August
Mundkommunion

Vor fünf Jahren, am 16. August 2015, verbot Bischof Krzystof Bialasik SVD von Oruro (Bolivien) in seiner Diözese die Handkommunion. “Erlaubt sei nur mehr die Mundkommunion. Bischof Bialasik reagierte damit auf Vorfälle, bei denen konsekrierte Hostien als Handkommunion empfangen und dann mitgenommen wurden. Es sei ‘unerträglich’, so der Bischof, daß man nicht wisse, was mit dem Leib Christi geschehen ist,” so in einem Bericht von kathnews.


15. August
Mariä Himmelfahrt

In meiner Predigt von heute erkläre ich, warum Gott Maria mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen hat und die Kirche sie in der Lesung mit Judith vergleicht.

Recktenwald-Predigten · Mariä Himmelfahrt


15. August
Heilende Macht

Zum morgigen 11. Sonntag nach Pfingsten kann ich drei Predigten anbieten: Die Heilung des Taubstummen, Die Auferstehung Jesu und Er hat alles wohl gemacht.


14. August
Einflussreiche theologische Strömung

Macht man sich an die Deutung eines Phänomens, wie es der Ruf nach dem Weihepriestertum der Frau ist, muß man die Krise ins Auge fassen, in der sich die katholische Kirche seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil befindet. Sie kann hier selbstverständlich auch nicht annähernd in Ursachen und Ausdehnung beschrieben werden. Es sei nur auf folgendes hingewiesen. Es gibt in der katholischen Kirche eine einflußreiche theologische Strömung, die den sakramentalen, göttlich-rechtlichen Charakter des Priestertums bestreitet. Sodann ist auf das Faktum der immer stärker werdenden Anpassung der katholischen Kirche an den Protestantismus hinzuweisen. In der Evangelischen Kirche in Deutschland aber standen 1968 bereits 513 Theologinnen im kirchlichen Diensts). Wenn es zuträfe, wie vereinzelt behauptet wird, daß im Verständnis des Amtes keine wesentlichen Unterschiede zwischen katholischer Kirche und Protestantismus vorhanden seien [Reform und Anerkennung kirchlicher Ämter. Ein Memorandum der Arbeitsgemeinschaft Ökumenischer Universitätsinstitute, Mainz, München 1973], dann ist nicht einzusehen, weshalb die katholische Kirche nicht dem protestantischen Beispiel folgen soll.

Aus: Georg May, Zu der Frage der Weihefähigkeit der Frau, in: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte, 91. Bd. Kanonistische Abteilung LX, S. 375- 393, Weimar 1974, wieder abgedruckt von Wilhelm Schamoni in Theologisches, Juni 1975.
Seit über vier Jahrzehnten gibt es also jene theologische Strömung, die die katholische Lehre über das Priestertum bekämpft. Aber statt dass die Bischöfe dieser Strömung Einhalt gebieten, lassen sie sich von ihr immer wieder die Themen vorgeben oder schließen sich sogar ihren Forderungen an.

Päpstliche Warnung vor Pseudotheologie


14. August
Veronica Giuliani

Vor 300 Jahren, am 14. August 1720, begann die Mystikerin Veronica Giuliani (1660-1727) mit ihrem Tagebuch, das von ihren reichen mystischen Erfahrungen zeugt. Es wurde seit 1825 in zehn Bänden veröffentlicht. Veronica war seit 1677 Kapuzinerin und seit 1697 stigmatisiert. 1804 wurde sie selig-, 1839 heiliggesprochen. Sie brannte vor Sehnsucht nach der Bekehrung der Sünder. Benedikt XVI. zitierte am 15. Dezember 2010 aus ihrem Tagebuch: “O Sünder, o Sünderinnen … kommt alle zum Herzen Jesu; kommt zur Reinigung durch sein kostbares Blut… Er erwartet euch mit offenen Armen, um euch darin einzuschließen” (Tagebuch II, S. 16-17).


13. August
Glaubenszerstörung

Besonders ärgerlich sind die herangezogenen Aussagen von Karlheinz Ruhstorfer: „Die Kirche zu gründen, lag Jesus selbst wohl fern.“ Ohne Stiftungswille Jesu wäre die Kirche ohne jede Legitimation und wäre die Rede von Kirche als Leib Christi reine Anmaßung. „Nach und nach bildete sich eine jüdische Sekte heraus, die Jesus als ihren Messias erkannte. Mehr noch, Jesus wurde im Glauben … schließlich zur Inkarnation Gottes. Er wurde selbst als Gott verehrt.“ Damit wird die Gottessohnschaft Jesu zum nachträglichen Interpretament ohne jeden Bezug zum historischen Jesus.

Aus dem Artikel Zwischen fünf und sechs. Warum das Material über den Synodalen Weg für den Religionsunterricht nicht einmal ein „Ausreichend“ verdient, von Michael Karger, in: Tagespost vom 6. August 2020. Karger rezensiert die Broschüre „Synodaler Weg“ (Sonderausgabe der Reihe „Themen im Religionsunterricht“ 2020) mit Unterrichtsmaterialien zum Synodalen Weg für Gymnasien (Auflage 12.000 Exemplare) herausgegeben vom Institut für Religionspädagogik der Erzdiözese Freiburg, finanziert von der Deutschen Bischofskonferenz.

Weitere Beispiele


11. August
Das Zitat

Man stelle sich vor, jeder Christ lege die Hl. Schrift nach seinem Belieben aus, jeder glaube dann weiter seinen eigenen Auslegungen; er könnte sich ja damit in den schönsten Gegensatz zur Auffassung der heiligen Kirchenväter und Kirchenlehrer bringen. So hätte keiner von all unseren Glaubenssätzen lange noch Bestand.

Heiliger Thomas Morus


8. August
Der sichere Lottogewinn

Zum morgigen 10. Sonntag nach Pfingsten kann ich diese Predigt anbieten.


26. Juli
Zu lange geschwiegen

Zu lange ist in Deutschland von bischöflicher Seite geschwiegen worden, hat man das katholische Sakramentsverständnis nicht mehr gelehrt und nicht mehr erläutert, dass die Kirche eine göttliche Stiftung ist, deren Natur man nicht auf dem Altar einer säkularisierten Theologie opfern kann, die sich dank deutschem Idealismus, Relativismus und einem guten Schuss Luthertum längst von den Fleischtöpfen der Offenbarung abgewandt hat.

Aus: Guido Horst, Eine Strategie muss her, Tagespost vom 23. Juli 2020.


26. Juli
Liebe siegt immer

In der neuesten Ausgabe des Informationsblatts der Petrusbruderschaft vom August/September ist mein Artikel Liebe siegt immer veröffentlicht, in dem ich erkläre, wie es jedem möglich ist, segensreich für eine Wende zum Besseren zu wirken.


26. Juli
Theologischer Nullpunkt

Der theologische Nullpunkt ist erreicht. Die christlichen Kirchen haben den Menschen offenbar nichts mehr zu sagen, was diese aus anderen, nämlich grünen und sozialistischen Quellen, nicht sehr viel präziser erfahren könnten. Dafür sind die dramatischen Zahlen der Kirchenaustritte nur ein Symptom.

Aus: Norbert Bolz, Volkskirche ohne Volk, in der Tagespost vom 16. Juli 2020


26. Juli
Hilaire Belloc

Vor 150 Jahren, am 27. Juli 1870, wurde in La Celle-Saint-Cloud bei Paris der Schriftsteller Hilaire Belloc geboren, der zusammen mit seinem Freund G. K. Chesterton für den katholischen Glauben stritt. Er starb am 16. Juli 1953 in Guildford, Surrey. Seine Werke werden in Deutschland seit kurzem neu entdeckt und verlegt.


26. Juli
Bernhard Philbert

Vor zehn Jahren, am 8. August 2010, starb in Australien der Physiker und Theologe Bernhard Philbert. Am 26. März 1927 in Traunstein geboren, studierte er Physik und betätigte sich als Erfinder. Zusammen mit seinem um zwei Jahre jüngeren Bruder Karl war er Inhaber von über hundert Patenten. Mit 45 Jahren empfing er die Priesterweihe. Er war ein Brückenbauer “zwischen dem katholischen Lehramt und den gegenwärtigen Erkenntnissen der Wissenschaft” (Waltraud Uhlenbruch in Kirche heute, Dezember 2010). Seine theologischen Spekulationen haben auch Kritik hervorgerufen, etwa von John F. McCarthy. Sein berühmtestes Werk ist Der Dreieine.


25. Juli
Ruf zur Klugheit

Zum morgigen 8. Sonntag nach Pfingsten mit dem Gleichnis vom ungerechten Verwalter kann ich diese Predigt anbieten.


25. Juli
Herbert Madinger

Vor zehn Jahren, am 5. August 2010, starb in Tulln an der Donau im Alter von 88 Jahren der österreichische Heimatmissionar Dr. Herbert Madinger. Er gründete die “Katholische Glaubensinformation der Erzdiözese Wien”, engagierte sich für die Legion Mariens, trug zur Erneuerung des Familiengebetes bei, betrieb ein Schriftenapostolat und weckte viele Priesterberufungen.


25. Juli
Errichtungen

Vor zehn Jahren, am 1. August 2010, wurden sechs Niederlassungen der Priesterbruderschaft St. Petrus kanonisch errichtet:
Das Haus Sainte-Odile in Besançon, das Divine-Mercy-House in Vancouver, das Haus St. John Mary Vianney in Dayton (US-Bundesstaat Ohio, Diözese Cincinnati), das St. Francis Xavier House in Rockdale (US-Bundesstaat Illinois, Diözese Joliet), das Sacred Heart House in Edmond (US-Bundesstaat und Diözese Oklahoma) und das St. John Fisher House in Reading (Diözese Portsmouth in Großbritannien).


25. Juli
Sklaverei 2.0

So werden heute Denkmäler von Sklavenhändlern gestürzt. Deren Verhalten war verwerflich. Ungeschehen machen kann man es freilich nicht, nur lernen könnte man daraus. Gerade das tun die zeitgenössischen Ikonoklasten jedoch nicht. Sonst würden sie gegen die Sklaverei 2.0, die Leihmutterschaft, rebellieren. Gegenstand eines Leihmuttervertrages ist ja nichts anderes als die Lieferung eines Kindes gegen die Bezahlung einer vereinbarten Summe. In aufgeklärten Gesellschaften hat damit zum ersten Mal ein Mensch einen Preis.

Aus: Martin Grichting, Ist das Christentum entbehrlich geworden?, in der NZZ, 7. Juli 2020


23. Juli
Podcast-Ranking 2019 V

Bis Ende 2019 habe ich 37 Episoden meines Podcasts veröffentlicht. Welche Episoden wurden im letzten Jahr am häufigsten gehört? Auf dem neunten Platz steht die Episode über die Kritik der Moraltheologen Goertz und Breitsameter an Benedikt XVI. Wenn Kritik zum Bumerang wird, auf dem zehnten Platz meine Erinnerungen an Robert Spaemann.


23. Juli
Eine unterstützenswerte Petition

Diese Petition kann unterschreiben, wem der Schutz der Kinder vor einer bestimmten Art von Sexualaufklärung ein Anliegen ist, für die u.a. gilt:
“Im Vordergrund steht die aktive Bejahung (Akzeptanz) nicht-heterosexueller Lebensstile, während Ehe und Familie als rückständige, archaische Beziehungsformen unter Verdacht gestellt werden. Wohin die Reise geht, zeigt das Land Berlin. Dort sollen nicht nur Schulkinder, sondern auch kleine Kita-Kinder auf Akzeptanz der sogenannten sexuellen Vielfalt eingeschworen werden. Damit Kita-Erzieher die Gender-Erziehung umsetzen, finanzierte der Berliner Senat eine entsprechende pädagogische Handreichung, die unter Federführung einer schwul-lesbischen Initiative erstellt wurde.”


22. Juli
Das Zitat

Gebete sollten einfach, eifrig, ergeben, ausdauernd und begleitet von großer Ehrfurcht sein. Man muss sich bewusst machen, dass man in der Gegenwart Gottes steht und zu dem Herrn spricht, vor dem die Engel in Ehrfurcht erzittern.

Hl. Magdalena von Pazzi


22. Juli
Wegbewegt

Da hat sich über die Jahre etwas von der Weltkirche wegbewegt, zunächst in der alltäglichen Praxis, dann nach und nach in Verkündigung und angeordneten Seelsorgestrukturen. Bald ignoriert man einen Papstbrief, beginnt einen ‚Synodalen Weg‘ ohne die zeitgemäßen Schwerpunkte Evangelisierung und Ökologie, stellt alles Sakramentale unter ‚Machtverdacht‘, scheitert in einer Diözese mit einer Radikalreform und wundert sich jetzt, dass Rom ‚pastorale Umkehr‘ und altbewährte katholische Strukturen nicht als Widerspruch, sondern als Innen und Außen eines notwendigen missionarischen Aufbruchs sieht. Umkehr und Besinnung tun jetzt not. Sonst bricht etwas weg, was schon arg an den Rand gerutscht ist.

Der Regensburger Generalvikar Michael Fuchs über die Kritik, die Felix Neumann auf katholisch.de an der römischen Instruktion Die pastorale Umkehr geübt hat.


20. Juli
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Meine Kritik an den Moraltheologen, die selber von den Steinen getroffen werden, die sie auf Papst Benedikt werfen, ist auf einer eigenen Seite untergebracht. Meine Predigt über das Kostbare Blut ist auf der Bundesblutseite eingebettet, meine Predigt Haltet Christus heilig in euren Herzen auf der Seite über Christozentrismus. Den Podcast mit meinen Erinnerungen an Robert Spaemann habe ich auf jener Seite eingebettet, die dem Tod des großen Philosophen gewidmet ist.


20. Juli
Thomas Molnar

Vor zehn Jahren, am 20. Juli 2010, starb in Richmond, Virginia, im Alter von 89 Jahren der aus Budapest stammende katholische Philosoph und Politikwissenschaftler Thomas Molnar.


19. Juli
Mein Podcast

Vor drei Jahren, am 19. Juli 2017, ging mein Podcast online. Bis jetzt sind 49 Episoden erschienen.


19. Juli
877 beschädigte Kirchen

Die Zahl der christlichen Kultstätten, die 2018 Opfer von Vandalismus wurden, beläuft sich [in Frankreich] nach Angaben des Innenministeriums auf 877, Tendenz steigend.

Aus: Michaela Wiegel, Und wieder brennt eine Kirche, in der FAZ


18. Juli
Sinnstabilität

Zum morgigen 7. Sonntag nach Pfingsten kann ich diese Predigt anbieten: über die Früchte der Heiligkeit und was wir von Viktor E. Frankl dabei lernen können.


18. Juli
Päpstliche Unfehlbarkeit

Vor 150 Jahren, am 18. Juli 1870, verkündete das Erste Vatikanische Konzil in der Dogmatischen Konstitution Pastor aeternus das Dogma von der päpstlichen Unfehlbarkeit:
“Im treuen Anschluss also an die Überlieferung, wie Wir sie von der ersten Zeit des Christentums an überkommen haben, lehren Wir zur Ehre Gottes unsres Heilandes. zur Verherrlichung der katholischen Religion und zum Heil der christlichen Völker, unter Zustimmung des heiligen Konzils, und erklären es als von Gott geoffenbartes Dogma: Wenn der römische Papst „ex Cathedra“ spricht, - das heißt, wenn er in Ausübung seines Amtes als Hirte und Lehrer aller Christen mit seiner höchsten Apostolischen Autorität erklärt, dass eine Lehre, die den Glauben oder das sittliche Leben betrifft, von der ganzen Kirche gläubig festzuhalten ist, - dann besitzt er kraft des göttlichen Beistandes, der ihm im heiligen Petrus verheißen wurde, eben jene Unfehlbarkeit, mit der der göttliche Erlöser seine Kirche bei Entscheidungen in der Glaubens- und Sittenlehre ausgerüstet wissen wollte. Deshalb lassen solche Lehrentscheidungen des römischen Papstes keine Abänderung mehr zu, und zwar schon von sich aus, nicht erst infolge der Zustimmung der Kirche. Wer sich aber vermessen sollte, was Gott verhüte, dieser Unserer Glaubensentscheidung zu widersprechen: der sei im Bann.”

Das Zweite Vatikanische Konzil hat 1964 diese Lehre bekräftigt, und zwar in der Dogmatischen Konstitution Lumen gentium:
“18. Um Gottes Volk zu weiden und immerfort zu mehren, hat Christus der Herr in seiner Kirche verschiedene Dienstämter eingesetzt, die auf das Wohl des ganzen Leibes ausgerichtet sind. Denn die Amtsträger, die mit heiliger Vollmacht ausgestattet sind, stehen im Dienste ihrer Brüder, damit alle, die zum Volke Gottes gehören und sich daher der wahren Würde eines Christen erfreuen, in freier und geordneter Weise sich auf das nämliche Ziel hin ausstrecken und so zum Heile gelangen. Diese Heilige Synode setzt den Weg des ersten Vatikanischen Konzils fort und lehrt und erklärt feierlich mit ihm, daß der ewige Hirt Jesus Christus die heilige Kirche gebaut hat, indem er die Apostel sandte wie er selbst gesandt war vom Vater (vgl. Joh 20,21). Er wollte, daß deren Nachfolger, das heißt die Bischöfe, in seiner Kirche bis zur Vollendung der Weltzeit Hirten sein sollten. Damit aber der Episkopat selbst einer und ungeteilt sei, hat er den heiligen Petrus an die Spitze der übrigen Apostel gestellt und in ihm ein immerwährendes und sichtbares Prinzip und Fundament der Glaubenseinheit und der Gemeinschaft eingesetzt37. Diese Lehre über Einrichtung, Dauer, Gewalt und Sinn des dem Bischof von Rom zukommenden heiligen Primates sowie über dessen unfehlbares Lehramt legt die Heilige Synode abermals allen Gläubigen fest zu glauben vor. Das damals Begonnene fortführend, hat sie sich entschlossen, nun die Lehre von den Bischöfen, den Nachfolgern der Apostel, die mit dem Nachfolger Petri, dem Stellvertreter Christi38 und sichtbaren Haupt der ganzen Kirche, zusammen das Haus des lebendigen Gottes leiten, vor allen zu bekennen und zu erklären. (...)
25. (...) Diese Unfehlbarkeit, mit welcher der göttliche Erlöser seine Kirche bei der Definierung einer Glaubens- und Sittenlehre ausgestattet sehen wollte, reicht so weit wie die Hinterlage der göttlichen Offenbarung, welche rein bewahrt und getreulich ausgelegt werden muß, es erfordert. Dieser Unfehlbarkeit erfreut sich der Bischof von Rom, das Haupt des Bischofskollegiums, kraft seines Amtes, wenn er als oberster Hirt und Lehrer aller Christgläubigen, der seine Brüder im Glauben stärkt (vgl. Lk 22,32), eine Glaubens- oder Sittenlehre in einem endgültigen Akt verkündet78. Daher heißen seine Definitionen mit Recht aus sich und nicht erst aufgrund der Zustimmung der Kirche unanfechtbar, da sie ja unter dem Beistand des Heiligen Geistes vorgebracht sind, der ihm im heiligen Petrus verheißen wurde. Sie bedürfen daher keiner Bestätigung durch andere und dulden keine Berufung an ein anderes Urteil. In diesem Falle trägt nämlich der Bischof von Rom seine Entscheidung nicht als Privatperson vor, sondern legt die katholische Glaubenslehre aus und schützt sie in seiner Eigenschaft als oberster Lehrer der Gesamtkirche, in dem als einzelnem das Charisma der Unfehlbarkeit der Kirche selbst gegeben ist. Die der Kirche verheißene Unfehlbarkeit ist auch in der Körperschaft der Bischöfe gegeben, wenn sie das oberste Lehramt zusammen mit dem Nachfolger Petri ausübt. Diesen Definitionen kann aber die Beistimmung der Kirche niemals fehlen vermöge der Wirksamkeit desselben Heiligen Geistes, kraft deren die gesamte Herde Christi in der Einheit des Glaubens bewahrt wird und voranschreitet.”

Der Fundamentaltheologe Albert Lang über den Primat des Papstes


14. Juli
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Meine Predigt über den Gott über uns, mit uns und in uns habe ich auf der Seite mit Spaemanns berühmten Aufsatz über Rationalität und Gottesglaube, die Predigt Berufen in die Herrlichkeit auf der Wunderseite eingebettet. Mein Youtube-Video über die menschliche Handlung ist auf der Gewissensseite, mein Podcast über die Gretchenfrage unseres Glaubens auf der Kreuzseite eingebettet.


14. Juli
Quo primum

Vor 450 Jahren, am 14. Juli 1570, setzte der hl. Papst Pius V. mit der Bulle Quo primum das von ihm im Auftrag des Trienter Konzils herausgegebene Missale Romanum für den römischen Ritus in Kraft.
“... Nun hatten Wir gemäß den Beschlüssen des Heiligen Konzils von Trient über die Herausgabe und die Verbesserung der Heiligen Bücher, nämlich des Katechismus, des Missales und des Breviers zu verfügen. Nachdem mit Gottes Zustimmung der Katechismus zur Belehrung des Volkes herausgegeben und das Brevier zum schuldigen Gotteslob verbessert worden war , mußten Wir Uns, damit dem Brevier das Missale gebührend entspreche (da es sich gar sehr geziemt, daß in der Kirche Gott auf einheitliche Art gelobt und die Messe auf einheitliche Art gefeiert werde), der noch verbliebenen Aufgabe zuwenden: das Missale selbst herauszugeben. Wir hielten es darum für richtig, diese Bürde ausgesuchten Gelehrten zu übertragen. Nach sorgfältiger Untersuchung der alten Bücher Unserer Vatikanischen Bibliothek sowie anderer, von überall herbeigeholter, verbesserter und unverderbter Handschriften, ebenso auch der Überlegungen der Alten und der Schriften anerkannter Autoren, die Uns Aufzeichnungen über die heilige Einrichtung der Riten hinterlassen haben, stellten diese gelehrten Männer das Missale nach Vorschrift und Ritus der Heiligen Väter wieder her....”


13. Juli
Das Zitat

Wenn die Sünde bereut und gutgemacht ist, behindert sie unseren Herrn nicht. Was Ihn hindert, ist unser Mangel an Hoffnung.

Maria von Jesus Mercier, Gründerin des Karmels von Paray-le-Monial (1853-1917)


13. Juli
Clelia Barbieri

Vor 150 Jahren, am 13. Juli 1870, starb in Bologna im Alter von 23 Jahren die Mystikerin Clelia Barbieri. Prägend für ihre spirituelle Entwicklung war u.a. die Lektüre des Buches Die Liebe zu Jesus Christus vom hl. Alfons Maria von Liguori. Sie empfing die Wundmale Jesu und wurde zur jüngsten Ordensgründerin in der Geschichte der katholischen Kirche, als sie mit 21 Jahren die Kongregation der Minime dell’Addolorata (kleine Schwestern von der Schmerzensmutter) gründete. Am 27. Oktober 1967 wurde sie selig-, am 9. April 1989 heiliggesprochen.
Im Januar 1869 betete sie: “Du siehst, o großer Gott, den entschlossenen Willen, dich zu lieben, und ich möchte dir nie mißfallen. Aber mein Elend ist so groß, dass ich dich immer beleidige. Herr öffne dein Herz und sende das Feuer deiner Liebe, um mein Herz zu entflammen und mein Herz brennen zu lassen.” Als Antwort Jesu notiert Clelia: “Du kannst nicht wissen, vielgeliebte Tochter, wie sehr ich dich liebe, wie sehr ich dir zugetan bin, wie brennend ich wünsche, dass die Heiligkeit in dir leuchte. Hab also Mut, kämpfe weiter, denn alles wird gut gehen. Wenn du zu leiden haben wirst, dann vertraue dich meinem Herzen an. Ich werde dir in der Kraft Gottes Ruhe schenken!”


11. Juli
Das größere Wunder

Zum morgigen 6. Sonntag nach Pfingsten kann ich diese Predigt über die Brotvermehrung anbieten.


11. Juli
Nicht nur Koordinator

Der Bischof ist der erste Lehrer des Glaubens, nicht der Koordinator einer Vielfalt von gutgemeinten Meinungen. Theologen, die zwar disziplinär über profunde Kenntnisse verfügen und in der Wissenschaft anerkannt sein mögen, sind genauso wie einfach gläubige Katholiken zum kirchlichen Gehorsam verpflichtet.

Aus: Thorsten Paprotny, Vom Sinn des kirchlichen Gehorsams heute.


10. Juli
Podcast-Ranking 2019 IV

Bis Ende 2019 habe ich 37 Episoden meines Podcasts veröffentlicht. Welche Episoden wurden im letzten Jahr am häufigsten gehört? Auf dem siebten Platz steht die Episode Die Liebe - Wahrheit oder Schein?, auf dem achten Platz Wir wollen dienen!


10. Juli
Cordula Wöhler

Vor 150 Jahren, am 10. Juli 1870, konvertierte die aus Mecklenburg stammende Schriftstellerin Cordula Wöhler (1845-1916), Tochter eines evangelischen Theologen, zum katholischen Glauben. Den Weg dorthin fand sie durch die Begegnung mit der katholischen Liturgie in der außerordentlichen Form des römischen Ritus und durch die Bücher von Christoph von Schmid und Alban Stolz. Cordula Wöhler ist die Verfasserin des weitbekannten Liedes “Segne du Maria”.


10. Juli
Verschlossene Auster

Vor zehn Jahren, am 10. Juli 2010, wurde der katholischen Kirche die Verschlossene Auster verliehen.


8. Juli
Do we know the Language of Love?

By P. Engelbert Recktenwald

“This is My Body.” There have perhaps never before been any words spoken into which so much love has been placed as into these words: spoken by our Lord at that Supper, when, having loved His own, He loved them to the end (Jn 13:1).

“This is My Body”: This inconspicuous little piece of bread, this host, which you see before you, is my body. This is the extent to which my love for you drives me, that I enter for your sakes into the utmost form of humiliation and vulnerability. I relinquish the outward appearance of my humanity and present myself to you as food under the form of bread. The folly of love.

“This is My Body”: This small white disc does not merely signify my body. It is not merely a symbol. It is my body. My body is present: truly, actually and substantially. For I do not only love you symbolically, but ... weiterlesen


7. Juli
Christliche Jenseitsvertröstung

Der 5. Sonntag nach Pfingsten lehrt uns, dass die uns verheißenen Güter unsichtbar sind. Aber das ist gut so. Warum das so ist, erkläre ich in dieser Predigt, die ich vorgestern in Recklinghausen gehalten habe.

Recktenwald-Predigten · 5. So. nach Pfingsten: Unsichtbare Güter


7. Juli
Ursulinen

Vor 100 Jahren, am 7. Juli 1920, schlug die Geburtsstunde der Kongregation der Ursulinen vom Herzen Jesu in Agonie, die sich um die Erziehung minderbemittelter junger Mädchen, um Arme, Alte und Kinder kümmern. Ihre Gründerin ist die hl. Ursula Ledóchowska (1865–1939). Deren Gründungsplan wurde von Papst Benedikt XV. zunächst abgelehnt. Doch bald änderte dieser seine Meinung, so dass er mit Dekret vom 7. Juli 1920 die Heilige ermächtigte, ihr autonomes Kloster in eine religiöse Kongregation umzuwandeln und so ihre Pläne zu verwirklichen. Ursula Ledóchowska wurde 1983 selig- und 2003 heiliggesprochen. Ihre um zwei Jahre ältere Schwester Maria Theresia Ledochowska wurde 1975 seliggesprochen.


6. Juli
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Der Beitrag Die Kirche steht Kopf! von P. Sven Conrad FSSP wurde auf einer eigenen Seite untergebracht. Meine Predigt über das Zeugnis des Heiligen Geistes ist nun auf der Geistbrausseite, jene über die Vision von Hellmut Laun auf der Evangelisierungsseite eingebettet. Die Meldungen und Stellungnahmen zum Synodalen Weg wurden durch neun weitere die Beiträge ergänzt: Die Unaufrichtigkeit geht weiter, Bitte etwas klimafreundlicher, liebe Reformer!, Komplette Neuauflage, Veräußerlichung statt Entweltlichung, Das neue Superkriterium, Synodale Parallelwelt, Kollektives Versagen und Stärker sein!


6. Juli
Fatales Urteil

Vor zehn Jahren, am 6. Juli 2010, ermöglichte der Bundesgerichtshof durch sein Urteil zur Erlaubnis der Präimplantationsdiagnostik de facto die Selektion von Menschen im Embryonalstadium. Die Juristen-Vereinigung Lebensrecht e. V. hatte das Urteil kritisiert.


3. Juli
Die vollkommene Gerechtigkeit

Zum kommenden 5. Sonntag nach Pfingsten kann ich zwei Predigten anbieten: Wenn eure Gerechtigkeit nicht vollkommener ist als die der Pharisäer... und Haltet Christus heilig in euren Herzen.


3. Juli
Selektive Barmherzigkeit

Bei der Zulassung von wiederverheirateten Geschiedenen zu den Sakramenten kennt man seit „Amoris laetitia“ Einzelfall-Lösungen – gerade auch in Deutschland. Warum ist man da barmherzig, während die deutschen Bischöfe als Gesetzesgeber bei Verweigerung der Kirchensteuer aber keine Einzelfälle und keine Barmherzigkeit kennen? Jene Minderheit, die katholisch bleiben, aber keine Kirchensteuer zahlen will, ist ja bereit, die Sendung der Kirche auf andere Weise finanziell zu unterstützen.

Aus: Guido Horst, Kirchenfinanzen: Ein Koloss auf tönernen Füßen, Tagespost vom 25. Juni 2020

Weitere Beiträge zum Thema Kirchensteuer


3. Juli
Darf der Staat öffentliche Gottesdienste verbieten?

P. Gabriel Baumann FSSP widmet sich in einem auf der Website der Petrusbruderschaft veröffentlichten Beitrag der Frage, ob der Staat öffentliche Gottesdienste verbieten darf. Es handelt sich um ein Problem, bei dem man die Prinzipienfrage von der Anwendungsfrage unterscheiden muss. Die Prinzipienfrage lautet in diesem Fall: Sind Fälle denkbar, in denen der Staat dazu das Recht hat? Oder kann man das a priori ausschließen? Wenn man es nicht ausschließen kann, stellt sich die Anwendungsfrage: Hatte die Corona-Pandemie das Verbot öffentlicher Gottesdienste gerechtfertigt? P. Baumann klärt auf der Basis der gesunden Theologie nur die Prinzipienfrage. Diese Klärung ist nötig, weil bei mancher “katholischer” Kritik beide Fragen vermischt wurden.


3. Juli
Denis Coiffet

Vor fünf Jahren, am 3. Juli 2015, starb nach schwerer Krankheit im Alter von 63 Jahren P. Denis Coiffet FSSP. Er gehörte zu den Gründern der Priesterbruderschaft St. Petrus. 1977 war er zusammen mit P. Josef Bisig FSSP, dem langjährigen Generaloberen der Petrusbruderschaft, in Ecône zum Priester geweiht worden.


2. Juli
Das Tier im Menschen

In der Juli-Ausgabe von Kirche heute ist mein Artikel Das Tier im Menschen erschienen, in der es u.a. um die Raubtier-Ethik Nietzsches geht.


2. Juli
Errichtungen

Vor zehn Jahren, am 2. Juli 2010, wurden vier Niederlassungen der Priesterbruderschaft St. Petrus kanonisch errichtet: das Haus Saint-Maurice (La Bergerie) in Annecy (das auch als Exerzitienhaus dient), das Haus Saint-Charles in Périgueux, das Haus Annunciation of the Blessed Virgin in Phoenix, Arizona (wo P. Kenneth Walker FSSP ermordet wurde) und das Haus St. Joachim in San Diego (Kalifornien).


1. Juli
Nur eines darf man nicht

Auf theologischen Lehrstühlen, in katholischen Akademien und Verbänden darf man heute alles sagen und fordern, was der Lehre und Disziplin der Kirche widerspricht. Nur aus der öffentlich-rechtlichen Körperschaft Kirche austreten, um die Kirchensteuer zu sparen und stattdessen wirklich katholische Werke finanziell zu unterstützen – das darf man nicht. Dann trifft einen die volle Härte des kirchlichen Gesetzgebers. Auch hier offenbart das System „deutsche Kirche“ seine innere Logik. Und die riecht ziemlich nach Geld.

Aus: Guido Horst, Zurück zum Kerngeschäft, Tagespost vom 25. Juni 2020

Weitere Beiträge zum Thema "Kirchensteuer"


1. Juli
Personalpfarreien

Vor zehn Jahren, am 1. Juli 2010, wurden zwei Personalpfarreien errichtet, die der Priesterbruderschaft St. Petrus anvertraut wurden: die Pfarrei St. Joan of Arc in Post Falls, Diözese Boise, im US-Bundesstaat Idaho, und die Pfarrei Holy Family in Dayton, Diözese Cincinnati, im US-Bundesstaat Ohio.
Weltweit betreut die Petrusbruderschaft 44 Personalpfarreien, davon aber - aufgrund eines Beschlusses der Bischofskonferenz - keine einzige in Deutschland.


30. Juni
Der Lösepreis unseres Heils

Eine Predigt von mir zum morgigen Fest des Kostbaren Blutes.


30. Juni
Der Herr ist mein Heil

Der Psalm 26 lehrt uns, dass wir nichts zu fürchten brauchen. Dürfen wir uns deshalb in absoluter Sicherheit wähnen? Darüber denke ich in meiner Predigt vom letzten Sonntag nach und erinnere an das Zeugnis eines saarländischen Philosophen, dessen Bild ich auch für die Soundcloud-Veröffentlichung ausgewählt habe.

Recktenwald-Predigten · 4. So. nach Pfingsten: Der Herr ist mein Heil..

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