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* * *

16. Oktober
Der Heilige der Landstraße

Von Alfred Betschart

Zehnter und letzter Teil

Anhang (Fortsetzung)

Das kräftige Gebet

Als Benedikt Joseph Labre sich einmal fast fünf Stunden bei einer Kranken und deren Angehörigen in der italienischen Stadt Fabriano aufgehalten hatte, wollte er sich für die empfangene Gastfreundschaft erkenntlich zeigen und bat um ein Blatt Papier. Darauf schrieb er ein lateinisches Gebet und gab es den freundlichen Hausbewohnern mit der Versicherung, “dass, wenn sie es gläubig beteten, ihr Haus und die benachbarten Häuser vor Blitz, vor Feuersbrunst und Erdbeben bewahrt bleiben werden” (L. Aubineau). Dies traf dann tatsächlich beim Erdbeben im Jahre 1781 zu, von dem Fabriano heimgesucht wurde. Von da an wurde dieses Gebet viel mehr geschätzt, gedruckt und sehr verbreitet und von Gläubigen sogar auf dem Herzen getragen als Schutz gegen Depressionen. Benedikt Labre ist jedoch nicht selbst der Verfasser des Gebetes. Dieses - in lateinischer Sprache - verbreitete Gebet stammt ursprünglich aus Portugal und kam von dort nach Italien. In deutscher Übersetzung lautet es:

Jesus Christus, König der Herrlichkeit,
ist im Frieden gekommen.
Das WORT ist Fleisch geworden.
Christus ist geboren aus Maria, der Jungfrau.
Christus schritt im Frieden mitten durch sie hin.
Christus ist gekreuzigt worden.
Christus ist gestorben.
Christus ist begraben worden.
Christus ist auferstanden.
Christus ist in den Himmel aufgefahren.
Christus siegt. Christus regiert.
Christus herrscht.
Christus möge uns vor jedem Blitzschlag beschützen!
Jesus ist mit euch.
Vaterunser, Gegrüßt seist du, Maria, Credo, Gloria.

P. Laurenz Hecht OSB kennt in seiner Broschüre "Der selige Benedikt Joseph Labre" eine Erweiterung dieses Gebetes, die vielleicht, wenn man den Inhalt des Gebetes betrachtet, vom hl. Benedikt Labre selbst sein könnte. Der Vollständigkeit wegen soll diese Erweiterung als Abschluss dokumentiert werden:

1) Ewiger Vater! Erweise uns Barmherzigkeit um des Blutes Jesu willen. Bezeichne uns mit dem Blute des unbefleckten Lammes Jesu Christi, gleichwie Du Israel Dein Volk bezeichnet hast, um es von dem Tode zu befreien. Und du, Maria, Mutter der Barmherzigkeit, bitte und besänftige Gott für uns, und erwirb uns die Gnade, um die wir zu dir flehen. Ehre sei dem Vater.

2) Ewiger Vater! Erweise uns Barmherzigkeit um des Blutes Jesu willen. Errette uns aus dem Schiffbruch der Welt, gleichwie Du Noe aus der allgemeinen Sündflut errettet hast. Und du, Maria, Arche des Heiles, bitte und besänftige Gott für uns, und erwirb uns die Gnade, um die wir zu dir flehen. Ehre sei dem Vater.

3) Ewiger Vater! Erweise uns Barmherzigkeit um des Blutes Jesu willen. Befreie uns von den verdienten Strafen, gleichwie Du den Lot von dem Brande Sodomas befreit hast. Und du, Maria, unsere Fürsprecherin, bitte und besänftige Gott für uns, und erwirb uns die Gnade, um die wir zu dir flehen. Ehre sei dem Vater.

4) Ewiger Vater! Erweise uns Barmherzigkeit um des Blutes Jesu willen. Tröste uns in den gegenwärtigen Anliegen und Nöten, gleichwie Du Job, Anna und Tobias in ihren Trübsalen getröstet hast. Und du, Maria, Trösterin der Betrübten, bitte und besänftige Gott für uns, und erwirb uns die Gnade, um die wir zu dir flehen. Ehre sei dem Vater.

5) Ewiger Vater! Erweise uns Barmherzigkeit um des Blutes Jesu willen. Du willst nicht den Tod des Sünders, sondern dass er sich bekehre und lebe. Gib uns um Deiner Barmherzigkeit willen Zeit zur Busse, damit wir durch Erkenntnis und Reue unserer Sünden, die jedes Übel verursachen, im heiligen Glauben, in der Hoffnung, in der Liebe und im Frieden unseres Herrn Jesus Christus leben können. Und du, Maria, Zuflucht der Sünder, bitte und besänftige Gott für uns, und erwirb uns die Gnade, um die wir zu dir flehen. Ehre sei dem Vater.

6) O kostbares Blut Jesu, unserer Liebe! Rufe bei Deinem göttlichen Vater um Barmherzigkeit und Vergebung, um Gnade und Frieden für uns, für und für alle. Ehre sei dem Vater.

7) O Maria, unsere Mutter und unsere Hoffnung! Bitte für uns und für alle Menschen; und erwirb uns die Gnade, um die wir zu dir flehen. Ehre sei dem Vater.

8) Ewiger Vater! Ich opfere Dir auf das Blut Jesu Christi zur Sühnung meiner Sünden, für die Angelegenheiten der heiligen Kirche und für die Bekehrung der Sünder.

9) O unbefleckte Jungfrau Maria, Mutter Gottes, bitte Jesus für uns und für alle Menschen. Jesus und Maria, erweist uns Barmherzigkeit!

10) Heiliger Erzengel Michael, heiliger Joseph, heiliger Petrus und Paulus, Beschützer aller Gläubigen der Kirche Gottes, und ihr alle Engel und Heiligen des Himmels, bittet und flehet um Gnade und Barmherzigkeit für uns und für alle Menschen. Amen. Und du, Maria, Arche des Heiles, bitte und besänftige Gott für uns, und erwirb uns die Gnade, um die wir zu dir flehen. Ehre sei dem Vater.

Verarbeitete Quellen:

- Aubineau L., Das wunderbare Leben des seligen Bettlers und Pilgers Benedikt Joseph Labre, Mainz 1879.
- Barbieri P. / Pucci U. (Hrsg.), Rom und das katholische Italien, Rom- Einsiedeln-Zürich 1950.
- Buchberger M. (Hrsg.), Lexikon ñir Theologie und Kirche, Freiburg i. Breisgau 1931
- Hecht Laur. OSB, Der selige Benedikt Joseph Labre, Binsiedeln-New York 1860.
- Höfer J. und Rahner K. (I-Irsg.), Lexikon für Theologie und Kirche, Freiburg i. Br. 1959, Sonderausgabe 1986.
- Hümmeler H., Helden und Heilige, Siegburg 1959.
- Koch H., Ein heiliger Vagabund; in "Christ und Kultur" als Beilage in der "Rorschacher Zeitung", Samstag, 15. Oktober 1983.
- Nigg W., Des_Pilgers Wiederkehr, Band 64 der Stundenbücher, Hamburg 1966.
- Schamoni W., Wunder sind Tatsachen, Würzburg-Stein am Rhein-Linz 19762.
- Schenker L., Der heilige Benedikt-Joseph Labre und Mariastein-Metzerlen; in: "Mariastein", 31. Jg. 1985, Heft 6, S. 146-152.

Ende

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15. Oktober
Klerikalistisches Schweigekartell

“Ich bitte daher vor allem die Bischöfe eindringlich darum, das Schweigen zu brechen, um diese so weit verbreitete Kultur des Verschweigens zu besiegen” (Erzbischof Viganò). Der Theologe Rainer Bucher ist der Auffassung, dass Aufklärer, die das Schweigekartell in der Kirche aufbrechen, eine kirchliche Auszeichnung verdienen. Er meint aber nicht Vigano, sondern Pater Klaus Mertes SJ. Hatte Vigano das Pech, das “falsche” Schweigekartell aufzubrechen? Bucher kritisiert außerdem einen Klerikalismus, der den Priester unkritisierbar mache, weil dieser ein “Heiliger Mann” sei. Auf solch klerikalistischem Hintergrund kann eine Anklage tatsächlich nur noch als “blasphemisch” qualifiziert werden. Dabei muss nach Meinung Mertes’ ein guter Vater Anklagen doch grundsätzlich aushalten. Mit dem guten Vater meint er allerdings nicht den “Heiligen Vater”, sondern Gott.


15. Oktober
Die unentdeckten Seiten von kath-info (10)

An zehnter Stelle der im Jahr 2017 am seltensten aufgerufenen Seiten (von 629) stehen wiederum zwei Seiten: die Seite über Erich Wasmann, Domenico Palmieri und Kasper Druzbicki, und die Seite über Josef Diaz Sanjurjo, Vincent Yen und Organtino Gnecchi-Soldi SJ.


14. Oktober
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Meine Predigt über das Vorbild des Blinden und das Zitat Denekes über die angebliche Wunderproblematik finden Sie beim herrlichen Aufsatz von Gerhard Hermes über Wunder. Das treffende Fundamentalismuszitat Dietmar Mieths ist beim Fundamentalismusaufsatz Spaemanns, meine Predigt über die drei Einfallstore der Versuchung bei der Biographie über den Trinker Matt Talbot untergebracht.


14. Oktober
Horst Mertens

Vor fünf Jahren, am 14. Oktober 2013, starb im Alter von 86 Jahren Horst Mertens, Mitbegründer des Initiativkreises Köln und der jährlich stattfindenden Kölner Liturgischen Tagung.


13. Oktober
Demagogische Mission

Von P. Engelbert Recktenwald

In diesen Tagen kritisierte eine katholische Theologin ein Missionsverständnis, das es nicht bei der Taufe allein als Voraussetzung des Christseins belässt, sondern auch ein Glaubens- und Bekehrungserlebnis erreichen will. Im Mission Manifest, an dem sie kein gutes Haar lässt, heißt es nämlich: “Es ist nicht mehr genug, katholisch sozialisiert zu sein. Die Kirche muss wieder wollen, dass Menschen ihr Leben durch eine klare Entscheidung Jesus Christus übergeben.” Diesem Missionsverständnis macht sie den Vorwurf, “ein Elitechristentum” aufzumachen und jene auszuschließen, “die noch auf der Suche sind und zweifeln.”

Sie scheint zu verkennen, dass es ja gerade darum geht, eben diesen Suchenden zu helfen, Jesus, das “Brot des Lebens”, zu finden. Daraus die Etablierung eines Elitechristentums und den Ausschluss der Suchenden zu folgern, ist ungefähr so logisch wie der Vorwurf an Menschen, die Verhungernden Nahrung bringen, sie würden die Hungernden ausschließen. Was für eine Diskriminierung! Auch Hungernde sind vollwertige Menschen...
weiterlesen


13. Oktober
Monatsranking September 2018

Erwähnenswert ist außerdem, dass der Beitrag von Rod Dreher von Platz 32 auf Platz 4 gestiegen ist.

Platz Monatsranking September 2018
Ausschnitt aus der Platzbelegung
von über 650 Seiten
Verän-derung ggü. dem Vormonat
1

Die Haltung der Kirche zur Homosexualität

+/- 0
2

Das Bild von Guadalupe: Der wissenschaftliche Befund

+/- 0
3

In-vitro-Fertilisation

+ 3
10

Johannes Hartl: Abschied vom Relativismus

neu
20

Johannes Paul II.: Was bedeutet Schöpfung?

- 1
30

Hurnau: Die Schule der Exorzisten

+ 10
40

Urs Keusch: Kein Strom für schlechtes Reden!

- 8
50

Spaemann: Rationalität und Gottesglaube

- 35
60

Die Vision der Juliana von Norwich: “Alles wird gut"

- 47
100

Kirche 1111: Gescheiterte Reform

+ 125

Zum Ranking der Vormonate


12. Oktober
Korruptes Netzwerk?

Aus manchem Kuriengeflüster war längst bekannt, dass die Kardinäle Blase Joseph Cupich und Joseph William Tobin nie auf den Listen der Bischofskongregation standen, sondern jeweils über McCarricks Empfehlung und auf direkte Anweisung des Papstes ernannt und umgehend zu Kardinälen gemacht worden waren. War dies nun endlich ein konkretes Beispiel jenes korrupten Netzwerkes, das Papst Franziskus eigentlich bekämpfen wollte?
Eine Woche später behauptete Erzbischof Carlo Maria Viganò, der ehemalige Nuntius in Amerika, Papst Franziskus habe mindestens seit 2013 gewusst, dass McCarrick serienmäßig Seminaristen belästigt habe. McCarrick sei trotzdem zum wichtigsten amerikanischen Berater des Papstes avanciert und tatsächlich für die Ernennungen von Cupich und Tobin verantwortlich gewesen.
Kardinal Cupich erklärte daraufhin, es sei nicht gut, den Vorwürfen Viganòs nachzugehen, der Papst habe von McCarricks sexuellen Übergriffen auf Seminaristen und Priester gewusst: "Der Papst hat eine wichtigere Agenda, er muss sich um andere Dinge kümmern, über die Umwelt sprechen, den Schutz der Migranten, und die Arbeit der Kirche weiter führen. Wir werden uns in dieser Sache nicht in die Ecke treiben lassen."

Aus: Raphaela Schmid, Christus kam nur bis Pennsylvania; in: VaticanMagazin Oktober 2018, S. 9-14.


12. Oktober
Heiligsprechung

Vor zehn Jahren, am 12. Oktober 2008, wurden in Rom Gaetano Errico (1791-1860), die Schweizerin Maria Bernarda Bütler (1848-1924), Alfonsa Muttathupadathu FCC (1910-1946) und Narcisa de Jesús Martillo Morán (1832-1869) heiliggesprochen.


12. Oktober
Willi Graf

Vor 75 Jahren, am 12. Oktober 1943, wurde Willi Graf im Gefängnis Stadelheim mit dem Fallbeil enthauptet. Er gehörte mit Hans und Sophie Scholl, Christoph Probst und Alexander Schmorell zur Widerstandsgruppe Weiße Rose.


11. Oktober

Genderideologie und Wissenschaftsfeindlichkeit

Mein neuester Podcast


11. Oktober
Emilia d’Oultremont

Vor 200 Jahren, am 11. Oktober 1818, wurde im belgischen Liège die Ordensgründerin Emilia d’Oultremont geboren. Als Witwe gründete sie 1857 die Gesellschaft von Maria der Wiedergutmachung (Societas Mariae Reparationis), nachdem ihr bereits 1842, zur Zeit ihrer Ehe, der hl. Ignatius von Loyola in einer Vision erschienen war mit der Prophezeiung, dass sie eines Tages seiner Ordensregel folgen werde. Am 22. Februar 1878 starb sie in Florenz. Am 12. Oktober 1997 wurde sie seliggesprochen.


11. Oktober
Dionysius Pamplona

Vor 150 Jahren, am 11. Oktober 1868, wurde im spanischen Calamocha (Teruel) der Märtyrer Dionysius Pamplona geboren. Er trat in die Kongregation der Piaristen ein, die vom hl. Josef von Calasanza gegründet worden war. Im Spanischen Bürgerkrieg wurde er am 25. Juli 1936 in Monzon bei Huesca erschossen. Am 7. Mai 1995 wurde er mit 17 weiteren spanischen Märtyrern seliggesprochen.


10. Oktober
Das Zitat

In der Apostolischen Zeit lag der Hauptkampf zwischen Wahrheit und Irrtum in dem Streit, den die Kirche gegen die Welt und die Welt gegen die Kirche führte - die Kirche, der Angreifer im Namen des Herrn; die Welt auf seiten des Teufels, angestachelt von Neid und Bosheit, Wut und Stolz, geistliche Waffen mit irdischen, das Evangelium mit Verfolgung, Gutes mit Bösem zurückschlagend. Aber von der Auseinandersetzung innerhalb der Kirche, wie sie sich heute abspielt, wussten die Christen damals verhältnismäßig wenig.

Seliger John Henry Newman


10. Oktober
Umkehr statt Rücktritt

Der Papst muss endlich Rede und Antwort stehen. Sein Schweigen ist unklug und unerträglich. Damit schadet er der gesamten Kirche. Gerade vom Papst muss ein klares Schuldbekenntnis erwartet werden, falls er wirklich vertuscht oder den klerikalen Verbrechern leichtfertig vertraut haben sollte. Wird er zu unrecht verdächtigt, hat er die Pflicht, die Anschuldigungen zurückzuweisen. Aber zurücktreten muss er nicht.

Das meint Bernhard Müller im PURmagazin 10/2018. Einen Rücktritt hält er wegen der Kollateralschäden für das Amt des Papstes für falsch. Man solle nicht den Rücktritt des Papstes erzwingen, sondern seine “Umkehr” erbeten.


9. Oktober
Verdorbenheit in der Kirche

Verdorbenheit in der Kirche kritisiert der deutschsprachige Distriktsobere der Priesterbruderschaft Sankt Petrus, Bernhard Gerstle (61). "Wie tief die Verdorbenheit sogar bis in höchste Kreise der Kirche eingedrungen ist", habe jüngst der Missbrauchsskandal in den USA gezeigt, sagte Gerstle in Wigratzbad im Landkreis Lindau im Interview mit der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).

Kürzlich gab P. Bernhard Gerstle der KNA ein Interview.


9. Oktober
Die unentdeckten Seiten von kath-info (8)

An achter Stelle der im Jahr 2017 am seltensten aufgerufenen Seiten (von 629) stehen wieder zwei Seiten: die Seite über Francesco Borghero und die Seite mit den Biographien über Guglielmo Massaja, Isidor Bakanja, Clementine Anuarite Nengapeta und Maria Sanctia Johanna Szymkowiak.


8. Oktober
Das Zitat

Wer seine eigenen Fehler und Schwächen eingesteht, der ist stärker als jener, der diese verdrängt; und außerdem arbeitet die Verdauung auch besser.

Hanns Lilje


8. Oktober
Mafiotische Karriere

Die theologische Zeitschrift „Herder Korrespondenz“ hält in ihrem neuen Heft (Oktober 2018) an der Frage nach dem päpstlichen Schweigen fest, statt sie fallenzulassen, und das allein ist schon ein Verdienst, in wissenschaftlicher und journalistischer Hinsicht. Der Journalist Ludwig Ring-Eifel macht sich einen Reim darauf, warum ein Mann wie McCarrick unter Franziskus noch einmal Einfluss gewinnen konnte. In seinem Beitrag „Theodore McCarrick: Keine Gnade“ schreibt er über dessen mafiotische Karriere: „Diese verlief umso glanzvoller, weil er es nicht nur verstand, beste Kontakte in Politik und Kirche zu knüpfen, sondern weil er auch ein begnadeter ,Fundraiser‘ war.“

Aus: Christian Geyer, Die Kirche schweigt vom Kopfe her, FAZ, 7. Oktober 2018


7. Oktober
Coach, nicht Vorzimmerdame

Meine Predigt von heute


7. Oktober
Verwüstung

Es ist Zeit zuzugeben, dass es innerhalb der Hierarchie der katholischen Kirche eine homosexuelle Subkultur gibt, die im Weinberg des Herrn große Verwüstung anrichtet.

Bischof Robert C. Morlino von Madison in einem ausführlichen und eindringlichen Brief an die Gläubigen über den anhaltenden sexuellen Missbrauch in der Kirche. Der Brief stammt vom 18. August 2018, also vor der Veröffentlichung von Viganos Zeugnis. Die deutsche Übersetzung des Briefes wurde in Theologisches September/Oktober 2018 veröffentlicht.


6. Oktober
20. Sonntag nach Pfingsten

Zum morgigen 20. Sonntag nach Pfingsten kann ich zwei Predigten anbieten: Die Tage sind böse und Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder seht...


6. Oktober
Claudine Thévenet

Vor 200 Jahren, am 6. Oktober 1818, gründete die hl. Claudine Thévenet RJM (1774-1837), die “Heilige von Lyon”, die Kongregation der Schwestern Jesu und Mariens. Außer der Gründerin ist aus dieser Kongregation am bekanntesten die selige Dina Bélanger, eine Mystikerin in der Gefolgschaft der kleinen heiligen Thérèse.


6. Oktober
Koreanische Märtyrer

Vor 50 Jahren, am 6. Oktober 1968, wurden 24 koreanische Märtyrer seliggesprochen, die 1866 Opfer der großen Verfolgung geworden waren. Am 6. Mai 1984 wurden sie in Seoul mit 79 weiteren Märtyrern heiliggesprochen.


5. Oktober
Die unentdeckten Seiten von kath-info (6)

An sechster Stelle der im Jahr 2017 am seltensten aufgerufenen Seiten (von 629) stehen zwei Seiten: die Seite mit den Biographien über Guillaume Répin, Aloisius Stepinac, Richard Pate und Guilbert Bourne, und die Seite über die Lage in Osttimor.


5. Oktober
Missionsdominikanerinnen vom Heiligen Rosenkranz

Vor 100 Jahren, am 5. Oktober 1918, wurde in Lima die Kongregation der Missionsdominikanerinnen vom Heiligen Rosenkranz gegründet. Gründerin war die selige Florentina Nicol Goni (1868-1940), eine Dominikanerin mit Ordensnamen Schwester Ascension vom Herzen Jesu. Am 30. Dezember 1913 kam sie mit vier weiteren Missionarinnen aus Spanien nach Peru, um im peruanischen Regenwald den Ärmsten zu dienen und ihnen das Evangelium zu bringen. Sie war einem Ruf des Dominikanerbischofs Ramón Zubieta y Les gefolgt, der als Apostolischer Vikar für Puerto Maldonado verantwortlich war. Am 14. Mai 2005 wurde sie zusammen mit der aus Heppenheim stammenden Maria Anna Cope OSF seliggesprochen. Es war die erste Seligsprechung unter Papst Benedikt XVI.


4. Oktober
Die Art und Weise, vertraulich mit Gott umzugehen

Vom hl. Alfons Maria von Liguori

4. Folge

8. Gott ist immer in deiner Nähe, Er ist in deinem Herzen: “Denn in Ihm leben wir, und bewegen uns und sind wir” (Apg 17,28). Du brauchst dich nicht durch einen Dritten anmelden zu lassen, denn Gott wünscht, daß du dich voll Vertrauen unmittelbar an Ihn wendest. Rede mit Ihm von deinen Geschäften, von deinen Plänen, von deinen Leiden, von deinen Ängsten, von allem, was dein ist. Tue das mit großem Vertrauen und offenherzig, denn Gott pflegt nicht mit denen zu reden, die sich nicht zuerst an Ihn wenden; auch würden sie Ihn nicht verstehen, da sie sich nicht an Seinen Umgang gewöhnt haben. Darüber beklagt sich Gott im Hohenlied (Hl 8,8), da Er fragt: “Unsere Schwester ist klein, was sollen wir mit ihr tun?” Ihre Liebe ist so gering, was soll ich tun, sie versteht mich noch nicht! Wenn wir Gottes Gnade verachten, dann will Er, daß wir in Ihm einen mächtigen und furchtbaren Herrn kennenlernen, aber solange wir Ihn lieben, will er, daß wir Ihn gleich wie unseren geliebtesten Freund behandeln, und daß wir voll Vertrauen und ohne alle Scheu mit Ihm reden.

9. Es ist wahr, daß du Gott immer die größte Ehrfurcht erweisen mußt, aber wenn Er dir die Gnade erzeigt und dir deutlich Seine Gegenwart und Seinen Wunsch zu erkennen gibt, daß du mit Ihm, der dich über alles liebt, redest, dann mußt du offen und voll Vertrauen ausrufen: “Gott kommt denen zuvor, die nach Ihm verlangen, um sich ihnen zu zeigen” (Weish 6,14). Wenn du Ihn wahrhaft zu lieben begehrst, so wartet Er nicht ab, daß du Ihm entgegengehst, nein, Er kommt dir zuvor und bietet dir die Gnaden und Heilsmittel an, derer du bedarfst. Er wartet nur darauf, daß du Ihn anredest, um dir zu zeigen, wie nahe Er dir ist, und wie bereit Er ist, dich zu erhören und zu trösten.

wird fortgesetzt

Zum bisher Erschienenen


3. Oktober
Die Nebel von Avalon in der Theologie

Mein neuester Beitrag im MeinungsMacherBlog der Tagespost.


3. Oktober
Adalbert

Vor 1050 Jahren, Anfang Oktober 968, ernannt Kaiser Otto der Große (Kaiser 962-973) auf der Synode von Ravenna den hl. Adalbert OSB (ca. 910-981) zum ersten Erzbischof des neu gegründeten Erzbistums Magdeburg.


2. Oktober
Die unentdeckten Seiten von kath-info (5)

An fünfter Stelle der im Jahr 2017 am seltensten aufgerufenen Seiten (von 629) stehen Libermanns Grundsätze bei der Verwaltung des Pfarramtes.


2. Oktober
Herrmann Gruber

Vor 150 Jahren, am 2. Oktober 1868, trat Herrmann Gruber (1851-1930) der Gesellschaft Jesu bei. Hermann Gruber SJ widmete den Großteil seines Lebens dem Studium und der Bekämpfung der Freimaurerei. Etwa 70 Schriften verfasste er in diesem Sinne. Im Laufe der Zeit führte ihn sein Sinn für Fairness aber auch dazu, die Freimaurer gleichzeit auch gegen verleumderische Angriffe in Schutz zu nehmen, etwa gegen die Ausfälle von Erich Ludendorff, der daraufhin das Gerücht von der freimaurerisch-jesuitischen Zusammenarbeit zur Vernichtung Deutschlands in die Welt setzte.


1. Oktober
Herbert Tröndle

Vor einem Jahr, am 1. Oktober 2017, starb in Waldshut im Alter von 98 Jahren der hoch angesehen Rechtswissenschaftler Herbert Tröndle. Er war ein unbestechlicher Kritiker der Aushöhlung des Rechtsschutzes der ungeborenen Kinder und bezeichnete z.B. das "Beratungsschutzkonzept" als semantisches Trugwort.


1. Oktober
Hermann Müller

Vor 150 Jahren, am 1. Oktober 1868, wurde in Dortmund der Moraltheologie und Kirchenmusiker Hermann Müller geboren. Seit 1901 lehrte er in Paderborn an der philosophisch-theologischen Akademie. Von 1910 bis 1923 war er Präsident des Allgemeinen deutschen Cäcilienvereins. Er “warb begeistert und kritisch für die Renaissance Palestrinas und italienischer, spanischer und niederländischer Stilgenossen” und arbeitete wissenschaftlich und organisatorisch “für die Rechte und Geschichte des deutschen katholischen Kirchenliedes” (LThK, 1. Auflage). Am 17. Januar 1932 starb er in Paderborn.


1. Oktober
Romano Guardini

Vor 50 Jahren, am 1. Oktober 1968, starb in München im Alter von 83 Jahren der Theologe Romano Guardini. Viel zu wenig erschlossen und für die Philosophie fruchtbar gemacht sind seine moralphilosophischen und metaethischen Reflexionen in Das Gute, das Gewissen und die Sammlung und seinen Ethik-Vorlesungen.


30. September
Gebt dem Teufel nicht Raum

Meine Predigt von heute


30. September
Francisco Crusats

Vor 150 Jahren, am 30. September 1868, wurde im Alter von 37 Jahren in Selva del Campo, Provinz Barcelona, Francisco Crusats CMF erdolcht. Er ist der Erstlingsmartyrer der Clarentiner, ein Opfer der spanischen Revolution. Der hl. Antonius Maria Claret (1807-1870) schrieb danach: “Ich hatte mir sehr gewünscht, der erste Martyrer der Kongregation zu werden, doch ich war nicht würdig, ein anderer ist mir zuvorgekommen.”


29. September
Zeit, “danke” zu sagen

Am 28. Juni veröffentlichte die Tagespost einen Artikel, den sie von mir erbeten hatte, zum Thema: 30 Jahre Petrusbruderschaft und ob es richtig war, die Piusbruderschaft zu verlassen und in die ausgestreckte Hand des Papstes einzuschlagen. Ich gebe hier den Text wieder.

Von P. Engelbert Recktenwald

Als ich 1988 am Tag der Bischofsweihen durch Erzbischof Marcel Lefebvre die Priesterbruderschaft St. Pius X. verließ, war das eine Glaubensentscheidung - und ich denke, das kann ich auch im Namen der anderen Gründer der Petrusbruderschaft behaupten. Papst Johannes Paul II. bezeichnete jene Weihen als einen schismatischen Akt. Damit steht er ganz in der katholischen Tradition. Pius XII. hatte seinerzeit in Zusammenhang mit der chinesischen Kirche Bischofsweihen, die gegen päpstliches Verbot gespendet werden, als Bruch menschlichen und göttlichen Rechts bezeichnet und auch die Berufung auf einen Notstand als unzulässig abgelehnt. Solche Akte sind also in sich schlecht, vergleichbar der moralischen Beurteilung des Ehebruchs. Sie sind folglich auch in Einzelfällen nicht erlaubt. Versuche der Piusbruderschaft, ihre Bischofsweihen als eine dieser Regel enthobene Einzelfallentscheidung zu rechtfertigen, lesen sich bisweilen wie eine Fußnote von “Excommunicationis laetitia”.

Ich hatte damals nur vage Hoffnungen auf eine neue Gemeinschaft. Aber für mich war klar: Wenn wir allein mit der Absicht handeln, den Willen Gottes zu erfüllen, dürfen wir darauf vertrauen, dass Er uns irgendwie weiterhilft. Und auch das Vertrauen auf seine Kirche dürfen wir nicht so weit verlieren, dass man mit ihr bricht. Bei seiner Ankündigung der Weihen auf der Pressekonferenz vom 15. Juni 1988 hatte Erzbischof Lefebvre bekannt, dass er jedes Vertrauen in Rom verloren habe. “Rom”: Das war damals Papst Johannes Paul II. und vor allem Joseph Kardinal Ratzinger, der als Präfekt der Glaubenskongregation lange Jahre hindurch Lefebvres Verhandlungspartner gewesen war.

Als P. Josef Bisig und ich fünf Tage nach den Bischofsweihen, am 5. Juli 1988, eine Audienz bei Kardinal Ratzinger hatten, wurde mir klar: Es geht nicht nur um unser Vertrauen auf die Kirche, sondern auch um das Vertrauen der Kirche in uns. Wachsamkeit gegenüber Fehlentwicklungen in der Kirche und berechtigte Kritik an ihnen dürfen nicht dazu führen, bei den Gläubigen ein grundsätzliches Misstrauen gegenüber Rom zu säen. Die Kirche muss auch uns vertrauen können.

Ein solches Misstrauen zeigte sich bei der Piusbruderschaft dann auch in ihren Prophezeiungen über uns. Die Piusbruderschaft hatte die väterlich ausgestreckte Hand Roms ausgeschlagen, wir hatten sie angenommen. Man prophezeite, diese Hand sei nur eine Falle; über kurz oder lang werde Rom seine Zusagen zurücknehmen und uns gleichschalten. Inzwischen ist diese Prophezeiung widerlegt.

Freilich gab es Schwierigkeiten. Vor allem die Reaktionen der Bischöfe waren sehr unterschiedlich: von feindseliger Ablehnung bis hin zu offenen Armen für unser Kommen in die Diözese. Oft ließ uns ein Bischof nur mit einem gewissen Misstrauen in sein Bistum. Doch in den allermeisten Fällen hat sich dieses Misstrauen dann in eine Wertschätzung unserer seelsorglichen Arbeit verwandelt. Vielfach ist es uns gelungen, jenen Katholiken, die aufgrund der Traditionsbrüche in Lehre und Liturgie heimatlos geworden waren, eine Heimat in der Kirche zu bieten. Viele Bischöfe, die diese Sorge teilen, bezeugen, dass dieses Anliegen bei der Petrusbruderschaft in guten Händen ist. Es ist Zeit, für das in uns gesetzte Vertrauen einmal öffentlich “danke” zu sagen.

Die Einigungsbemühungen Roms um die Piusbruderschaft, die schon im Jahr 2000 begannen und 2009 mit der Aufhebung der Exkommunikation einen Höhepunkt erlangten, verfolgten wir stets mit wohlwollender Hoffnung. Gerade weil wir aus der Piusbruderschaft stammen und neidlos anerkennen, was wir ihr verdanken, wünschen wir nichts sehnlicher, als dass sie in die Mitte der Kirche zurückkehrt, um dort um so fruchtbarer zu wirken. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass es möglich ist. Nachdem die kleine Petrusbruderschaft 30 Jahre lang in der Kirche überlebt hat und enorm wachsen konnte, sollte die große Piusbruderschaft endlich auch ans eigene Überleben glauben können.

Ich persönlich sehe inzwischen eine unvermutete Gefahr für die traditionelle Bewegung in der Kirche ganz woanders, nämlich in einer Hyperliturgisierung. Bei aller theologischen Engführung, die man Erzbischof Lefebvre vorwerfen mag: Er hatte den Eifer eines wahren Hirten, dem es um das Heil der Seelen geht. Die Bewahrung der Liturgie war für ihn kein ästhetischer Selbstzweck. Vielmehr sah er ihre Krise als einen Teil der Glaubenskrise, die das Heil vieler Seelen gefährdet. Sein Anliegen war ein höchst pastorales im vollen katholischen Sinne des Wortes. Es ging ihm nicht um Rubriken, also um den Buchstaben liturgischer Vorschriften, sondern um den Geist. Er war nicht gegen Reformen überhaupt, sondern gegen Reformen, die den Geist der Liturgie vernebeln. In meinem ersten Priesterjahr in der Piusbruderschaft versorgte ich sonntäglich eine Kapelle, in der abwechselnd an einem Sonntag Gregorianischer Choral, am anderen die Schubertmesse gesungen wurde. Kein Mensch hatte sich etwas dabei gedacht. Das Phänomen eines liturgischen Purismus, der deutsche Lieder in der Liturgie verachtet, den direkten Vortrag von Lesung und Evangelium in der Landessprache ablehnt, einen exzessiven Rubrizismus bin hin zur missionarischen Selbstknebelung pflegt, ist mir erst viel später begegnet, vor allem in Laienkreisen. So wird Kritikern der traditionellen Liturgie eine willkommene Angriffsfläche geboten, Neulingen der Zugang zu ihr erschwert. Man hat eine schiefe Bahn betreten, an deren Ende Liturgie als Liebhaberei eines exklusiven Clubs exotischer Ästheten erscheint. Ich bin Kardinal Sarah dankbar, dass er beim Abschlusshochamt der Chartreswallfahrt ein Zeichen gesetzt und das richtige Maß für die Weise angemahnt hat, wie man zelebrieren soll: “mit edler Schlichtheit, ohne unnötige Überladungen, falschen Ästhetizismus oder Theatralik, aber mit einem Sinn für das Heilige, der Gott zuerst die Ehre gibt.”


28. September
Michael Sopocko

Vor zehn Jahren, am 28. September 2008, wurde in Białystok Michael Sopocko (1888-1975), der Seelenführer der hl. Faustina Kowalska, seliggesprochen.


28. September
Erzbischof Konrad II.

Vor 850 Jahren, am 28. September 1168, starb in Admont im Alter von ca. 53 Jahren Erzbischof Konrad II. von Salzburg. Er wurde 1148 Bischof von Passau, 1164 Erzbischof von Salzburg. In dem von Kaiser Friedrich Barbarossa provozierten Schisma stand er als Erzbischof auf Seiten Papst Alexanders III., weshalb der Kaiser gegen ihn vorging, Salzburg verwüsten ließ und ihn zur Flucht zwang, die ihn zuerst nach Friesach, dann nach Admont führte, wo er verstarb.


27. September
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Meinen Podcast über die geschändete Barmherzigkeit habe ich beim hl. Alfons eingebettet. Die Präsentation von Maria Serwe über den Widerstand der katholischen Kirche gegen den Nationalsozialismus finden Sie auf der einschlägigen Seite, die Bemerkung Bernhard Meusers über den christlichen Gottesbegriff und den Auszug aus der Rezension Wolfgang Schneiders über Die 21 auf der Seite, die dem Vergleich zwischen Christentum und Islam gewidmet ist.


27. September
FSSP: Die personellen Änderungen

In diesem Sommer gab es folgende Versetzungen im deutschsprachigen Distrikt der Priesterbruderschaft St. Petrus: P. Gabriel Baumann kam von Oberrüti im Kanton Aargau nach St. Pelagiberg. In Oberrüti wird er ersetzt von P. Klaus Gorges. P. Stefan Reiner, der zum Generalassistenten gewählt und zum Generalökonom ernannt wurde, wird für seine bisherigen Aufgaben in Wigratzbad durch P. Gregor Pal ersetzt. P. Pal war bisher in Wien tätig. Dort wird er ersetzt durch P. James Mawdsley, der zuletzt in Reading bei London tätig war. Nach Wien kommt auch der Neupriester P. Michal Kolodziej. P. Jakub Zentner ist nach Linz versetzt worden. An seine Stelle in Neckarsulm kommt P. Martin Michael Klein, der fünf Jahre in Australien gearbeitet hatte.


26. September
Nicht Glaubenslehre, sondern Glaubensleere ist verantwortlich

Das Ausmaß des Missbrauchs im Klerus zeugt von einer unermesslichen Glaubensleere und Gottesferne unter Priestern. Wer daran glaubt, den geopferten Leib Christi bei der Feier der Eucharistie in seinen Händen zu halten, kann nicht in der Lage sein, ihn mit dreckigen und blutigen Händen zu berühren. Mit dem offensichtlichen Glaubensmangel der Priester geht eine ausgeprägte Ausrichtung auf das Diesseits einher. Macht und Sex, sowie weltliche Anerkennung scheinen eine höhere Bedeutung zu haben, als rein und heilig vor Gott zu treten. Die Verdrängung der Dimension des gerechten Gerichts Gottes aus Predigt und Katechese, sowie die häufig bemerkbare vorrangige Ausrichtung der Kirche in Lehre und Liturgie auf den Menschen, anstatt auf Gott sind Gründe dieser fatalen Entwicklung.

Aus den Thesen zur Katastrophe des Sexuellen Missbrauchs in der Kirche, die das katholische Mediennetzwerk Pontifex vorgelegt hat. Der zitierte Passus scheint eine der wenigen Ursachenanalysen zu sein, die bei klarem Verstand geschrieben wurden. Auch Bernhard Meuser gehört dazu, der zur kirchlichen Missbrauchskatastrophe zu bedenken gab: “Wenn man sich fragt, wie all dieser klebrige Dreck sich in die Falten der einen, heiligen, katholischen und apostolischen Kirche einnisten konnte, möchte ich auf zwei merk- und denkwürdige Zahlen hinweisen: In der Seelsorgestudie der Deutschen Bischofskonferenz von 2015 liest man: ‘54 Prozent der Priester gehen nur jährlich (oder seltener statt häufiger) zur Beichte...’” Der manchmal genannte Klerikalismus dagegen ist eher verantwortlich für den Versuch, Aufklärung abzublocken und Geistliche gegen unliebsame Kritiker zu immunisieren, indem diese als Handlanger des Teufels dargestellt werden.


26. September
Die unentdeckten Seiten von kath-info (4)

An vierter Stelle der im Jahr 2017 am seltensten aufgerufenen Seiten steht mein Essay Wurzeln.


25. September
AL: Applaus von der falschen Seite

Der Theologe Karl-Heinz Menke berichtet in seinem Buch Macht die Wahrheit frei oder die Freiheit wahr? (Regensburg 2017), dass der in Mainz lehrende Moraltheologe Stephan Goertz Amoris laetitia als einen Wendepunkt feiert, den Papst Franziskus eingeleitet habe. Diese Wende bestehe in der Verkehrung des Primates der Wahrheit (vor der Freiheit) in einen Primat der Freiheit (vor der Wahrheit). Um zu verstehen, was damit gemeint ist, muss man wissen, was mit diesem Primat der Wahrheit gemeint ist. Darunter versteht Goertz die Auffassung, dass der Inhalt der Moral uns vorgegeben sei und dass es Gebote gebe, die für alle Zeiten und alle Kulturen gelten. Das lehnt er ab! Wegen dieser Lehre kritisiert er die Enzyklika Veritatis splendor und den Katechismus der Katholischen Kirche. Für ihn kommt die Freiheit vor der Wahrheit. Die Moralnormen müssten der Freiheit dienen, und was der Freiheit dient, entscheidet der Einzelne selber. Die Anerkennung der Freiheit jedes Menschen sei die höchste Norm. Das ist zu deutsch der Bankrott der Moraltheologie und die Abschaffung des Naturrechts und der Zehn Gebote bis auf einen Rest, der sich an der Achtung der Freiheit festmacht. Vor allem wird hier das Verhältnis zwischen dem Lehramt und dem einzelnen Gläubigen auf den Kopf gestellt. Aus der Pflicht des Einzelnen, auf das Lehramt zu hören, wird die Pflicht des Lehramtes, die Freiheit des Einzelnen zu achten.

Menke nimmt Amoris laetitia gegen die Goertzsche Vereinnahmung in Schutz, indem er zeigt, dass Papst Franziskus an wichtigen Lehren seiner Vorgänger festhält. Aber das ist, so denke ich, nicht der entscheidende Punkt. In Amoris laetitia werden an einer wichtigen Stelle die Weichen neu gestellt. Wenn im Bahnverkehr eine Weiche falsch gestellt wird, ist das ein winzig kleiner Vorgang, der von der Allgemeinheit nicht bemerkt wird. Für die Züge, die auf den betroffenen Gleisen fahren, aber hat es weitreichende, ja fatale Konsequenzen. Die Weichenstellung in Amoris laetitia besteht darin, dass Papst Franziskus es in einem Fall zugelassen hat, dass die Pastoral die Norm aushebelt. Goertz drückt es so aus: Papst Franziskus “beschweigt in der Sexualmoral den klassischen deontologischen Normenkatalog, er verschiebt Normen aus der Abteilung in sich schlecht in die Abteilung im allgemeinen verboten (vgl. AL 304), er spricht mehr von Tugenden als von Gesetzen, er zieht in moralischen Fragen häufig einen narrativen einem präskriptiven Stil vor” (so Goertz, zitiert von Menke).

Goertz freut sich also über den Sprengstoff, der in Amoris laetitia enthalten ist. Eben dieser Sprengstoff ist der Kritikgegenstand der lehramtstreuen Kritiker von AL. Warum weisen die Advokaten von AL die Kritik als unberechtigt zurück, nicht aber die Vereinnahmung? Ist das neue Feindbild jetzt nicht mehr der Leugner, sondern der Bewahrer der Lehre? Nicht mehr der Falschlehrer, sondern der Rechtgläubige? Wenn jemand den Vorwurf des Diebstahls zurückweist, muss er auch das Ansinnen der Diebe zurückweisen, die ihn in seinen Reihen jubelnd begrüßen wollen. Ich kann nicht den Traditionsbruch leugnen und mich gleichzeitig für ihn feiern lassen.

Mein Podcast über Amoris laetitia


24. September
Benedikts Kampf gegen den Missbrauch

Gänswein ist seit 2013 Diener zweier Herren und momentan ein Mann zwischen allen Fronten. Oben am Hügel, im Kloster Mater Ecclesiae, feiert er die Morgenmesse mit Benedikt, der mehr als jeder seiner Vorgänger gegen Missbrauch unternahm und an die 800 Priester aus dem Kirchendienst entfernte - was im Sturm deutscher Entrüstung über Skandale in Ettal oder am Canisius-Kolleg unterging.

Aus: Das Schweigen der Hirten, Der Spiegel vom 22. September 2018, S. 18. Schön, dass der Spiegel wenigstens im Nachhinein Papst Benedikt Gerechtigkeit widerfahren lässt, nachdem dieser im Jahr des deutschen Missbrauchsskandals 2010 von den Medien so sehr diffamiert wurde.


23. September
Die unentdeckten Seiten von kath-info (3)

An dritter Stelle der im Jahr 2017 am seltensten aufgerufenen Seiten steht die englischsprachige Seite über die Ermordung von P. Kenneth Walker FSSP.


23. September
Pio von Pietrelcina

Vor 50 Jahren, am 23. September 1968, starb in San Giovanni Rotondo im Alter von 81 Jahren Pater Pio von Pietrelcina OFMCap. 1999 wurde er selig-, 2002 heiliggesprochen.


22. September
18. Sonntag nach Pfingsten

Zum morgigen 18. Sonntag nach Pfingsten kann ich gleich zwei Predigten anbieten: Die Gicht der Seele und Lenkendes Erbarmen.


22. September
Augustinus Palacios del Río

Vor 100 Jahren, am 22. September 1918, legte der selige Augustinus Palacios del Río OAR (1901-1936), ein Märtyrer im Spanischen Bürgerkrieg, seine Profess bei den Augustiner-Rekollekten ab.


22. September
Hans Scholl

Vor 100 Jahren, am 22. September 1918, wurde in Ingersheim an der Jagst Hans Scholl, führendes Mitglied der Weißen Rose, geboren.


22. September
Alain de Solminihac

Vor 400 Jahren, am 22. September 1618, wurde der selige Alain de Solminihac (1593-1659) zum Priester geweiht.


21. September
Abschied vom Relativismus

Der Aufsatz von Dr. Johannes Hartl Abschied vom Relativismus, der am 5. August auf kath-info erschien, ist gestern auch in der Tagespost veröffentlicht worden.


21. September
Das Zitat

Würden wir uns in allen Widerwärtigkeiten gelassen dem Willen Gottes anvertrauen, wären wir auf dem Weg zur Heiligkeit und wären die glücklichsten Menschen auf Erden.

Hl. Alfons Maria von Liguori


20. September
Ist Gott geizig?

Meine Predigt zum 15. Sonntag nach Pfingsten


20. September
Johannes Schasching

Vor fünf Jahren, am 20. September 2013, starb in Wien im Alter von 96 Jahren der Sozialethiker Johannes Schasching SJ geboren. Er unterrichtete an der Gregoriana, war Konsultor des Päpstlichen Rates Iustitia et Pax und zählte neben Oswald von Nell-Breuning und Johannes Messner zu den Nestoren der katholischen Soziallehre im deutschsprachigen Raum.


19. September
Korrupte Zustände

Der Herausgeber der amerikanischen Monatszeitschrift First things R. R. Reno hat kurz vor Veröffentlichung des Vigano-Zeugnisses einen bemerkenswerten Artikel geschrieben (Catholicism after 2018), der nun in der Oktoberausgabe erschienen ist. Er bestätigt darin die Existenz homosexueller Seilschaften in der Kirche und hält deshalb das Zeugnis Viganos für glaubwürdig. Hier zwei Ausschnitte. Ich empfehle die Lektüre des ganzen Artikels.
"
Since the revelations about McCarrick, a number of younger men have recounted hair-raising stories about their experiences in corrupt seminaries, events that took place after 2002 and public outrage about clerical sexual abuse. Whether or not things have gotten better—and, again, I think they have—the past shapes the present. It wasn’t long ago that homosexual sex wasn’t just tolerated among clergy; it was protected. And it still is in some quarters, as McCarrick’s career indicates. Were it not for revelations about sex with a minor and abuse of power, he would have remained a much-feted ecclesiastical eminence. He was part of a much larger quasi secret about gay clergy that implicates even the best of men, undermining them in the way that unaddressed, openly tolerated corruption destroys the morale of any unit.
(...)
We are moving toward an anti--establishment ecclesiastical culture, one in which the bishops have a less important role. Their canonical authority will remain intact. They are and will always be the governing authority in their dioceses. But they will lose their moral and spiritual authority. They already have."


19. September
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Der Bericht über das Vorgehen von Pro Familia (Pro Familie und die Folgen) findet sich auf der Pro-Familia-Seite, die Kritik Dietrich von Hildebrands an Teilhard de Chardin auf der Seite über Pseudotheologie. Dort wurden auch die einschlägigen Zitate Mosebachs und Berthold Walds untergebracht. Meine Predigt über die Frage, ob der Himmel ein reines Gnadengeschenk oder der Lohn für unsere guten Werke sei, ist nun eingebettet auf der Seite mit dem schönen Aufsatz Peter Lipperts über Freiheit und Gnade.


18. September
Das Dilemma der nachmetaphysischen Vernunft

Soeben ist in der Vierteljahreszeitschrift Theologie und Philosophie mein Aufsatz Das Dilemma der nachmetaphysischen Vernunft. Ein instruktiver Blick auf die Philosophie von Jürgen Habermas erschienen.


18. September
PTWF

Vor zehn Jahren, am 18. September 2008, traf Papst Benedikt XVI. die jüdische Pave the Way Foundation (PTWF), die sich für eine Rehabilitierung Papst Pius’ XII. einsetzt. Ihr Präsident Gary Krupp bekannte: “Meine Frau und ich wuchsen auf und hassten diesen Mann. Wir dachten, er sei Hitlers Papst gewesen. Dann aber entdeckten wir Dinge, die dem völlig entgegenstanden. Mir erscheint es daher als eine jüdische Pflicht, die Leistungen dieses Mannes anzuerkennen, der - mehr als alle anderen Staatschefs zusammen - Juden das Leben rettete. Ob er es still tat oder nicht - die Hauptsache ist, er tat es.’”


18. September
Willibrord Verkade

Vor 150 Jahren, am 18. September 1868, wurde in Zaandam der Maler Willibrord Verkade geboren. Durch die Entdeckung der hl. Messe und die Lektüre des Katechismus und von Heiligenbiographien fand er zum Glauben und ließ sich 1892 katholisch taufen. 1894 trat er in Beuron ein und wurde Benediktiner. Er starb am 19. Juli 1946. Seine Autobiographie Unruhe zu Gott fand weite Verbreitung.


18. September
Seattle

Vor zehn Jahren, am 18. September 2008, wurde in Seattle die Personalpfarrei der Priesterbruderschaft St. Petrus errichtet. Sie ist den nordamerikanischen Märtyrern (hl. Jean de Brébeuf & Co.) geweiht.


17. September
Die unentdeckten Seiten von kath-info (1 und 2)

Welche Seiten rangieren im Jahresranking 2017 an unterster Stelle, sind also am seltensten aufgerufen worden? Diese unentdeckten Perlen möchte ich hier nach und nach vorstellen. Es werden dabei nur jene Seiten berücksichtigt, die schon zu Beginn des Jahres 2017 existierten. Von diesen 629 Seiten wurden am seltensten aufgerufen der Bericht über Claude François Poullart des Places und der Bericht über den Irak.


17. September
Die FAZ über das päpstliche Schweigen

Soll auf jahrzehntelang beschwiegene sexuelle Gewalt nun wirklich wieder das Schweigen die offizielle Antwort sein? Welch eine Verhöhnung der Opfer! Die Fragen, welche sich aus dem elfseitigen, mit Anschuldigungen gegen die vatikanische Chefetage gespickten Pamphlet des emeritierten Vatikandiplomaten Carlo Viganò ergeben, verdienen allemal “schlüssige Antworten”, wie Daniel Kardinal DiNardo, der Vorsitzende der amerikanischen Bischofskonferenz, mitteilte.

Aus: Christian Geyer, Und sagte kein einziges Wort, FAZ vom 5. September 2018


16. September
Welche Einheit?

Ist Kirche die Gemeinschaft der Glaubenden und die der Kirchensteuerzahler? Meine Predigt von heute.


15. September
Günter Rohrmoser

Vor zehn Jahren, am 15. September 2008, starb in Stuttgart der Philosoph Günter Rohrmoser, der wie Spaemann aus der Ritter-Schule stammte. Mit seinem Werk Das Elend der kritischen Theorie war er einer der prominentesten Kritiker der Frankfurter Schule. In seinem Buch Der Ernstfall (1994) forderte er eine christliche Aufklärung.


15. September
Josef Kentenich

Vor 50 Jahren, am 15. September 1968, starb in Schönstatt im Alter von 82 Jahren Josef Kentenich, der Gründer der Schönstattbewegung.


15. September
Isaac Habert

Vor 350 Jahren, am 15. September 1668, starb in Pont-de-Salars bei Rodez der Theologe Isaac Habert. Er war einer der wichtigsten theologischen Gegner des Jansenismus. 1645 wurde er Bischof von Vabres.


15. September
Josef-Benedikt Dusmet

Vor 200 Jahren, am 15. September 1818, wurde in Palermo Josef-Benedikt Dusmet geboren. Er trat in den Benediktinerorden ein, wurde Prior in Neapel, Abt von Caltanissetta, Abt von Catranea, 1876 Erzbischof von Catanea, 1889 Kardinal. Er starb am 4. April 1894. Dusmet war ein großer “Apostel der Nächstenliebe, besonders gegenüber Cholerakranken und bei Ätnaausbrüchen” (LThK, 1. Auflage). Am 25. September 1988 wurde er seliggesprochen.


2. September
Petitionen

Im Netz gibt es gleich zwei Petitionen zur Viganosache: Die eine Petition ist eine Solidaritätsadresse und Gebetszusicherung an Vigano, die andere eine Bitte an den Papst um Aufklärung.


2. September
Beunruhigend

Dass es Beobachter der kirchlichen Szene gibt, für die Viganos Bombe nicht überraschend kam, muss zutiefst beunruhigen. Tobias Klein berichtet darüber in seinem Blog. Dagegen wirken Zulehners Ablenkungsmanöver erbärmlich. Hier helfen nur radikale Aufklärung und Transparenz, aber keine Erklärungen. Ein Zitat aus dem Blogbeitrag:
"
Wenn ich mich in dieser Angelegenheit leidlich gut informiert fühle, dann verdanke ich das in erster Linie dem Blog meines Freundes Rod Dreher. Rod berichtet schon seit Ende Juni regelmäßig und ausführlich über den Fall McCarrick -- und daneben auch immer wieder über andere Fälle von systematisch vertuschtem Missbrauch, von "homosexuellen Subkulturen" in Priesterseminaren und dergleichen mehr."


1. September
Dominikus Iturrate Zubero

Vor 100 Jahren, am 14. September 1918, legte der aus dem Baskenland stammende Dominikus Iturrate Zubero (1901-1927) in Bien-Aparecida, Diözese Santander, im Trinitarierorden seine Ordensprofess ab. Am 30. Oktober 1983 wurde er seliggesprochen. In seiner Ansprache zur Seligsprechung erinnerte Papst Johannes Paul II. an die Haltung, mit der der Selige das hl. Messopfer darbrachte: “Als Priester hatte er eine klare Vorstellung von seiner Identität als ‘Vermittler zwischen Gott und den Menschen’ und als ‘Vertreter des Ewigen Hohenpriesters Jesus Christus’. Das ließ ihn jede Eucharistiefeier als einen Akt des Selbstopfers verbunden mit dem allerhöchsten Opfer Jesu Christi zugunsten der Menschen erleben.”


1. September
Dignitas Personae

Vor zehn Jahren, am 8. September 2008, veröffentlichte die Glaubenskongregation die Instruktion Dignitas Personae über einige Fragen der Bioethik. Unter anderem geht sie auf die In-Vitro-Fertilisation ein.


1. September
Maria Venegas de La Torre

Vor 150 Jahren, am 8. September 1868, wurde in Mexiko Maria Venegas de La Torre geboren. Sie trat in die Kongregation der Dienerinnen des Herzens Jesu ein und widmete ihr ganzes Leben dem Dienst an den Kranken und Armen. Am 30. Juli 1959 starb sie in Guadalajara und wurde am 22. November 1992 selig-, am 21. Mai 2000 heiliggesprochen.


31. August
Gerard Manley Hopkins

Vor 150 Jahren, am 7. September 1868, trat der Schriftsteller Gerard Manley Hopkins (1844-1889) in den Jesuitenorden ein.


31. August
Nicolo Rusca

Vor 400 Jahren, am 4. September 1618, starb als Martyrer der selige Nicola Rusca. 1563 in Bedano bei Lugano geboren, wurde er 1587 zum Priester geweiht. Er setzte sich für die konziliaren Reformen ein. Von den reformierten Bündner Behörden wurde er in Thusis vor Gericht gestellt und zu Tode gefoltert. Am 19. Dezember 2011 wurde er vom Heiligen Stuhl als Märtyrer anerkannt, am 21. April 2013 seliggesprochen. Durch seine Seligsprechung fühlten sich viele Protestanten beleidigt.


30. August
Die mediale Hölle

Wäre Viganos Brief gegen Benedikt XVI. gerichtet gewesen: Die Pforten der medialen Hölle hätten sich geöffnet.

Oliver Maksan in seinem Leitartikel Pontifikat in der Krise, Tagespost von heute.

Wäre dieser Skandal während der Regierungszeit von Benedikt XVI. derart hochgekocht, wären wir als katholische Kirche über Wochen hinaus nicht mehr aus den Schlagzeilen herausgekommen.

Petra Lorleberg heute auf kath.net


29. August
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Was Barbara Stühlmeyer über die Ramms Logik der Liebe sagt, verrate ich auf unserer Medienseite. Pfarrer Martens Klage, wie christliche Flüchtlinge durch das BAMF ihren Verfolgern ausgeliefert werden, findet sich auf der einschlägigen Themenseite, meine Predigt Werden wir den Herrn begleiten? auf der Fastenseite.


29. August
Viganò auf deutsch

Die Tagespost hat nun eine deutsche Übersetzung des Zeugnisses veröffentlicht.


28. August
Pressemanöver

Der Erzbischof von Phoenix fordert die vollständige Aufklärung der Vorwürfe, die Erzbischof Vigano erhoben hat. Er kenne diesen seit 39 Jahren als integre Persönlichkeit.
Nun könnte man meinen, dass die Presse ein ebensolches Interesse hat. Schaut man sich die Süddeutsche Zeitung an, bekommt man Zweifel. Dort weiß man es besser: “Intrige gegen den Papst”, lautet der Titel eines Artikels, der darauf abzielt, Vigano als unglaubwürdig hinzustellen. Kein Interesse an Aufklärung. Die Opfer sind vergessen. Es geht nicht um diese, sondern um die Konservativen in der Kirche. Zu denen gehört Vigano. Also wird ihm gerade daraus, dass er die Vertuschung anprangert, ein Strick gedreht. Man stelle sich vor, solche Aussagen wie die von Vigano seien zur Zeit Benedikts veröffentlicht worden. Gar nicht auszudenken, wie sehr sich gerade die Süddeutsche Zeitung darauf gestürzt hätte. So jedenfalls untergräbt die SZ ein weiteres Mal ihre Glaubwürdigkeit.


28. August
Das Zitat

Siehst du den Nächsten Unrecht oder Verfolgung leiden, so bemühe dich in herzlicher Liebe, ihm bei den Großen und Mächtigen der Erde Recht zu verschaffen. Siehst du den Nächsten sündigen, so bitte Gott, dass er sich seiner erbarme.

Hl. Birgitta von Schweden


28. August
Das Blutbad von Kandhamal

Vor zehn Jahren, am 28. und 29. August 2008 kam es in Indien zur schlimmsten Gewaltwelle von Hindu-Aktivisten gegen Christen. In der Region Kandhamel im Bundesstaat Odisha wurden über 100 Christen getötet, 400 Dörfer, 5600 Häuser und 395 Kirchen niedergebrannt. 56.000 Christen mussten fliehen und konnten bis heute nicht in ihre Heimat zurückkehren. Die Mehrzahl der Opfer wartet heute noch auf juristische Aufarbeitung und Wiedergutmachung.


27. August
Lasst die Kinder zu mir kommen

Die Priesterbruderschaft St. Petrus bietet ein neues Vorbereitungsheft für die Erstkommunion an. Das 60seitige Büchlein Lasst die Kinder zu mir kommen von P. Michael Ramm kann kostenlos bestellt werden.


26. August
Kampagnenjournalismus bei der dpa

Die dpa schweigt sich bis jetzt (Sonntag Abend) über die Bombe, die Erzbischof Carlo Maria Viganò mit seiner Dokumentation und seiner Rücktrittsforderung an Papst Franziskus gelegt hat, aus. Als vor acht Jahren “Wir sind Kirche” Papst Benedikt XVI. wegen seines angeblichen Schweigens zum Missbrauchsskandal kritisierte, brachte die dpa diese Kritik fast im Stundentakt.


26. August
Franz Xaver Schweyer

Vor 150 Jahren, am 26. August 1868, wurde in Oberzell Franz Xaver Schweyer geboren.
Als Mitglied der Bayerischen Volkspartei wurde er 1921 bayerischer Innenminister und “Hitlers frühester Widersacher”.
Sein Antrag im März 1922, Hitler auszuweisen, scheiterte am Widerstand das SPD-Parteiführers.
Der gläubige Katholik verurteilte kompromisslos die Ideologie und den Antisemitismus Hitlers.
Die Folge war, dass er 1933 nach der Machtübernahme der Nazis sofort verhaftet wurde. Am 10. November 1935 starb er an den Folgen der Haft.


25. August
Seid nicht ängstlich besorgt

Eine Predigt zum morgigen 14. Sonntag nach Pfingsten


24. August
Franz Nekes

Vor 150 Jahren, am 24. August 1868, wurde der aus Huttrop bei Essen stammende Kirchenmusiker und Komponist Franz Nekes (1844-1914) zum Priester geweiht. Von 1891 bis 1912 war er Domkapellmeister in Aachen. Als Komponist bewegte er “sich als Meister des strengen Satzes in der engsten Gefolgschaft Palestrinas” (LThK, 1. Auflage). Er empfing die Weihe im Kölner Dom durch den berühmten Erzbischof Paulus Melchers, und zwar damals, in der dunklen vorkonziliaren Zeit, mit 40 weiteren Männern. Dieses Jahr waren es drei.


23. August
Das Mysterium der heiligsten Dreifaltigkeit

Von Matthias Joseph Scheeben

64. Folge

So kommt also der Heilige Geist in unsere Seele und wird in ihr gegenwärtig formell als das, was er in seiner Person ist, der Erguß und das Pfand der Liebe des Vaters und Sohnes und somit auch als der Erguß und das Pfand der väterlichen Liebe, womit der Vater uns als seine Adoptivkinder in seinem eingeborenen Sohn liebt, als die Blume der Süßigkeit und Lieblichkeit Gottes, mit einem Worte als das "osculum" des Vaters und des Sohnes, das wir im Innersten unserer Seele empfangen. Und indem wir den solchergestalt in uns gegenwärtigen Heiligen Geist in dieser seiner Eigenschaft erkennen und lieben und durch die Liebe über seinen Besitz uns freuen, erwidern wir den Kuß Gottes und verkosten seine unaussprechliche Süßigkeit [56]; so umfangen wir ferner in ihm und durch ihn den Sohn und den Vater, die ihn uns als das Pfand ihrer Liebe und Seligkeit gesandt; an ihm und durch ihn erhebt sich unser Gedanke und unsere Liebe zum Genusse derjenigen Personen, von denen er ausgegangen.

Schon bei der vorigen Art der Sendung hatten wir den Heiligen Geist als das "donum Dei" erkannt, welches uns nach dem Worte des Heilandes gegeben wird als Quelle eines lebendigen, zum ewigen Leben sprudelnden Wassers (Jo 4, 10; vgl. 4, 14); denn das ist der Heilige Geist insbesondere, als der Vollerguß des innern göttlichen Lebens, der uns sein Leben mitteilt. Hier aber ist er "donum", insofern er uns als besonderes Objekt unseres übernatürlichen Lebens geschenkt wird. Dort ist er "donum" als Kanal der übernatürlichen Gnade und Liebe, wodurch wir der göttlichen Natur teilhaft und Adoptivkinder Gottes werden; hier, insofern Gott seine väterliche Liebe selbst, dieselbe Liebe, womit er seinen eingeborenen Sohn liebt, uns nicht nur zuwendet und fruchtbar in uns sein läßt, sondern auch dieselbe in dem Pfande, worin sie kulminiert, in uns niederlegt. In beiden Beziehungen, besonders aber in der letzteren, ist der Heilige Geist das "donum hypostaticum", als welches die Theologen, wie wir früher gesehen, ihn betrachten, wenn sie den Namen "donum" (oder vielmehr die "donabilitas") als ein "proprium" des Heiligen Geistes hervorheben.

Häufig denkt man sich bei der Bezeichnung des Heiligen Geistes als "donum hypostaticum" bloß so viel, daß durch ihn das Ideal und Motiv uns eine von ihm selbst verschiedene Gabe zugewandt werde, insofern nämlich, wie wir das selbst früher erklärt haben, der Heilige Geist als Urbild des uns mitgeteilten Ausflusses der göttlichen Liebe (der "caritas creata") und als Motiv der Mitteilung der übernatürlichen Gnade, welche die "caritas creata" in sich begreift, gedacht werden muß [57]. Im ersten Falle involviert, wie gezeigt wurde, die Schenkung des Urbildes in seinem Nachbilde eine wirkliche, wesentliche und hypostatische Einwohnung; im zweiten Falle liegt das noch nicht auf der Hand; denn wenn ich aus Liebe jemanden eine Gabe mitteile, dann teile ich ihm in der Gabe zwar auch meine Liebe mit, aber doch nicht so, daß ich diese Liebe, wie die Gabe, in ihn wirklich hineinlege. Bei der väterlichen Liebe, die uns Gott zuwendet, ist das anders. Wir besitzen diese Liebe nicht bloß in dem allgemeinen Sinne, wie wir sagen, daß jeder, der geliebt wird, die Liebe des andern besitze. Wir besitzen sie in ihrem substantiellen Wesen und in ihrem hypostatischen Ausfluß substantiell in uns. Wir besitzen sie als solche, die nicht bloß andere Gaben, sondern sich selbst als eine besondere Gabe uns zuwendet und in uns hineinlegt. Dieselbe Liebe, womit der ewige Vater seinen Sohn liebt, ist in ihrem innern Wesen und mit ihrem innern Ergusse wie im Sohne selbst so auch in uns als unser Eigentum und ruht auf uns! "Damit die Liebe, womit du mich geliebt hast", sagt der Sohn zum Vater, "in ihnen sei" [58]; und der Apostelfürst lehrt in diesem Sinne, daß der Geist Gottes auf uns ruhe. Der Geist Gottes ruht nämlich auf uns, insofern die väterliche Liebe Gottes, deren Erguß er ist, in uns wohnt [59].

Anmerkungen:

[56] Ambros., De Isaac et an. c. 3: "Per osculum adhaeret anima Deo, per quod sibi transfunditur Spiritus osculantis; sicut etiarn ii, qui se osculantur, non sunt labiorum praelibatione contenti, sed spiritum suum sibi invicem videntur infundere. Illa (anirna) osculum poposcit: Deus se ei totus infudit." Vgl. S. Bernard., In Cant. serm. VIII, n. 2: "osculari ab osculo ... non est aliud, nisi infundi Spiritu sancto".

[57] Letzteres haben wir in § 24 gesehen. Manche Theologen scheinen die Eigenschaft des Heiligen Geistes als "donum" geradezu darauf zu beschränken, daß er die ratio dandi, der Grund, warum uns Gott die Gaben zuwendet, sei. Auch das ist er eigentlich nur in Bezug auf die übernatürlichen Gaben. Aber damit allein ist überhaupt keine Sendung, geschweige denn eine reale, substantiale und hypostatische, ausgesprochen.

[58] Jo 17,26: "Ut dilectio, qua dilexisti me, in ipsis sit, et ego in ipsis." - 1 Petr 4,14: "Si exprobramini in nomine Christi, beati eritis, quoniam quod est honoris, gloriae et virtutis Dei, et qui est eius Spiritus, super vos requiescit."

[59] Vgl. Lud. de Ponte, Expositio moralis et mystica in Cant. Cant. 75; ein Werk überreich an den tiefsten und zartesten theologischen Ideen, unstreitig eines der besten, die je über das Hohelied und die erhabenen Geheimnisse der mystischen Theologie geschrieben worden. Obgleich leider weit weniger bekannt als die berühmten Betrachtungen desselben Verfassers, scheint es uns dieselben an Gehalt und Schönheit noch weit zu übertreffen. Die ganze Innigkeit und Tiefe, verbunden mit der klarsten, gediegensten und reichsten theologischen Erkenntnis, wie sie die Blütezeit der spanischen Theologie, welche mit der Blüte der gesamten Literatur in Spanien zusammenfiel, auszeichnet, findet sich hier vereint.

Wird fortgesetzt


22. August
Das Zitat

"Wenn ihr den Herrn anblickt und der Herr euch ansieht, dann berührt eure Seele Gott, dann trinkt sie aus den Quellen Gottes, dann erwärmt sie sich und erfüllt sich mit Liebe. Christus ist der Herd der Liebe. Man kann Ihn nicht ansehen, ohne brennend zu werden. ‘Unser Gott ist ein verzehrendes Feuer’ (Hebr. 12, 29)."

Maria von Jesus Mercier, Gründerin des Karmels von Paray-le-Monial (1853-1917)


21. August
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Die Rezension von Tapfer und Treu wurde auf einer eigenen Seite untergebracht. Die Beoachtung Winnemöllers über den störenden Charakter des Missionsbegriffs findet man auf der einschlägigen Seite, meine Predigt über das Gleichnis gegen Drückeberger auf der Seite über den Gnadenvorschuss.


21. August
Jean de la Valette

Vor 450 Jahren, am 21. August 1568, starb in Birgu, Malta, im Alter von 74 Jahren Jean de la Valette. Seit 1557 Großmeister des Johanniterordens, besteht seine bedeutendste Tat im Sieg über die Osmanen, als diese am 18. Mai 1565 mit einer riesigen Übermacht von 40.000 Mann die Belagerung Maltas begannen. Drei Monate lang widerstanden ihnen die Malteser unter Führung Valettes. “Als die Mauer bei der St.-Michaels-Bastion teilweise einstürzte und Angreifer in Scharen eindrangen, soll der damals schon über 70-jährige Valette persönlich den Gegenangriff geführt haben. Die Ritter und Verbündeten des Ordens waren durch diese Tat so motiviert und die angreifenden Türken gleichermaßen geschockt und entmutigt, dass der Angriff erfolgreich abgewehrt und die Bresche wieder geschlossen werden konnte” (Wikipedia). 1566 gründete Valette die nach ihm benannte Hauptstadt Maltas.

19. August
Warum Dankbarkeit so wertvoll ist

Meine Predigt von heute


19. August
Neu im Personenregister:
Herbert Schnädelbach, Albertus Magnus


18. August
David Okelo und Gildo Irwa

Vor 100 Jahren, am 18. August 1918, starben in Uganda als Märtyrer David Okelo und Gildo Irwa. David wurde 16, Gildo 12 Jahre alt. Sie waren zwei Jahre zuvor von Comboni-Missionaren getauft worden und arbeiteten als Katechisten. Am 20. Oktober 2002 wurden sie seliggesprochen.


18. August
Thomas de Creuilly

Vor 300 Jahren, am 18. August 1718, starb in Cayenne im Alter von 67 Jahren der aus der Diözese Bayeux stammende Missionar Thomas de Creuilly SJ. 1672 trat er in die Gesellschaft Jesu ein, wurde 1680 Professor der Rhetorik in Arras und kam 1685 nach Französisch-Guayana, wo er sich der Kolonisten- und Eingeborenenseelsorge widmete. Er “erlernte die Sprache der Eingeborenen und schrieb Lettres édifiantes über das Indianische” (LThK, 1. Auflage).


17. August
Norma McCorvey

Vor 20 Jahren, am 17. August 1998 wurde Norma McCorvey (1947-2017) in Dallas von P. Frank Pavone und P. Edward Robinson OP in die katholische Kirche aufgenommen. Sie war berühmt geworden durch das von ihr als Klägerin ausgelöste Urteil “Roe v. Wade”, mit dem 1973 der Oberste Gerichtshof der USA die Abtreibung legalisierte. 1995 änderte sie ihre Einstellung, wurde zu einer Lebensrechtlerin, empfing von Evangelikalen die Taufe und konvertierte 1998 zur katholischen Kirche.


17. August
Christian Philippe Chanut

Vor fünf Jahren, am 17. August 2013, starb in Boutigny-sur-Essonne im Alter von 65 Jahren der Historiker Christian Philippe Chanut. Er studierte in Saint-Sulpice und wurde 1979 zum Priester geweiht. Viele Jahre lehrte er Kirchengeschichte, Patristik und Homiletik im Priesterseminar der Petrusbruderschaft in Wigratzbad. Nach der Promulgation des Motu proprio Summorum Pontificum im Jahre 2007 wurde er in der Diözese Évry-Corbeil-Essonnes zum Verantwortlichen für dessen Umsetzung ernannt.


15. August
Stanislaus Kostka

Vor 450 Jahren, am 15. August 1568, starb in Rom im Alter von 17 Jahren der hl. Stanislaus Kostka SJ. Der hl. Franz Borgia nahm ihn am 28. Oktober 1567 auf Empfehlung des hl. Petrus Canisius ins Noviziat der Jesuiten auf. Stanislaus wurde 1670 selig- und 1726 heiliggesprochen. Er ist der Patron Polens und der studierenden Jugend.


15. August
Joseph Benedikt Dusmet

Vor 200 Jahren, am 15. August 1818, wurde in Palermo der Theologe Joseph Benedikt Dusmet OSB geboren. 1855 wurde der Abt von Caltanissetta, 1867 Erzbischof von Catanea, 1889 Kardinal. “Ein demütig-frommer Ordensmann”, ein “Apostel der Nächstenliebe, besonders gegenüber Cholerakranken und bei Ätnaausbrüchen” (LthK, 1. Auflage). Er starb am 4. April 1894 und wurde am 25. September 1988 seliggesprochen.


15. August
Nigeria

Vor zehn Jahren, am 15. August 2008, errichtete in Umuaka Bischof Augustin Tochukwu Ukwuoma von Orlu, Nigeria, eine Personalpfarrei des überlieferten Ritus. Die Pfarrei ist der Priesterbruderschaft St. Petrus anvertraut.


15. August
Julien Green

Vor 20 Jahren, am 13. August 1998, starb in Paris im Alter von 97 Jahren der Schriftsteller Julien Green.


13. August
Ausreden

Seit Jahren ignoriert die Kirchenführung in Deutschland die Glaubenskrise, die sich nicht nur an Austrittszahlen und dem Rückgang des Gottesdienstbesuchs zeigt. Wir kennen die Ausreden seit Jahrzehnten. Austrittsbewegungen, erklärte schon vor 25 Jahren der Münchner Kardinal Wetter beschwichtigend, seien kein spezifisch kirchliches Phänomen, sondern durchzögen die gesamte Gesellschaft. “Wir lassen uns keine Krise aufschwätzen” lautet seither der Tenor.

Bernhard Müller im Editorial der jüngsten Ausgabe des PUR-Magazins vom August/September 2018.


12. August
Die katholische Antwort

Meine Predigt von heute: Das Gleichnis vom barmherzigen Samariter als katholische Antwort auf die Frage des Gesetzeslehrers, was er tun müsse, um das ewige Leben zu erlangen.


12. August
Ignaz Rieder

Vor 100 Jahren, am 12. August 1918, wurde Ignaz Rieder (1858-1934) vom Domkapitel zum Fürsterzbischof von Salzburg gewählt.


10. August
Marianne Cope

Vor 100 Jahren, am 9. August 1918, starb in Hawaii im Alter von 80 Jahren die aus Heppenheim stammende Franziskanerin Marianne Cope. Auf der Hawaii-Insel Molokai widmete sie sich seit 1883 bis zu ihrem Lebensende der Pflege der Leprakranken. Von 1873 bis 1889 hatte hier auch schon der hl. Damian de Veuster, der “Apostel der Leprakranken”, gewirkt. Marianne Cope wurde 2005 selig-, 2012 heiliggesprochen.


8. August
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Der Erfahrungsbericht über die Wirksamkeit der Brigittagebete habe ich hier, das Video über Michael Behe auf dieser Seite und meinen Wurzel-Podcast auf dieser Seite untergebracht.


7. August
Die Auferstehung Jesu

Meine Predigt vom letzten Sonntag.


7. August
Entmachtung der Bischöfe

Es bleibt festzuhalten, dass die Entmachtung der einzelnen Bischöfe durch einen überwuchernden bürokratischen Apparat erheblichen Anlass zu Sorge gibt, wovor alsbald Johannes Paul II. in seinem Motu proprio “Apostolos suos” vom 21. Mai 1998 warnte. Diese Sorge ist umso schwerwiegender, als die Hirtengewalt des Bischofs unmittelbar göttlichen Rechtes ist.

Aus: Walter Kardinal Brandmüller, “Wenn ein Apparat den Episkopat entmachtet” über Natur und Kompetenz der Bischofskonferenzen, in: Vatican-Magazin, August/September 2018, S. 40-47.


6. August
Veritatis splendor

Erwähnt werden müssen auch einige mißbräuchliche Auslegungen der wissenschaftlichen Forschung auf anthropologischem Gebiet. Aufgrund der großen Vielfalt der in der Menschheit vorhandenen Bräuche, Gewohnheiten und Einrichtungen schließt man, wenn auch nicht immer gerade auf die Leugnung universaler menschlicher Werte, so doch zumindest auf eine relativistische Moralauffassung.
»Meister, was muß ich Gutes tun, um das ewige Leben zu erlangen?« Die moralische Frage, auf die Christus antwortet, kann nicht das Problem der Freiheit ausklammern, ja sie stellt es in ihren Mittelpunkt, weil es Moral ohne Freiheit nicht gibt: »Nur frei kann der Mensch sich zum Guten hinwenden«. 56 Aber welche Freiheit ist gemeint? Vor unseren Zeitgenossen, die die Freiheit »hochschätzen und sie leidenschaftlich erstreben«, sie jedoch »oft in verkehrter Weise vertreten, als Berechtigung, alles zu tun, wenn es nur gefällt, auch das Böse«, legt das Konzil die »wahre« Freiheit dar: »Die wahre Freiheit aber ist ein erhabenes Kennzeichen des Bildes Gottes im Menschen: Gott wollte nämlich den Menschen 'der Macht der eigenen Entscheidung überlassen' (vgl. Sir 15, 14), so daß er seinen Schöpfer aus eigenem Entscheid suche und frei zur vollen und seligen Vollendung in Einheit mit Gott gelange«. 57 Wenn für den Menschen das Recht besteht, auf seinem Weg der Wahrheitssuche respektiert zu werden, so besteht noch vorher die für jeden schwerwiegende moralische Verpflichtung, die Wahrheit zu suchen und an der anerkannten Wahrheit festzuhalten. 58 In diesem Sinne behauptete Kardinal J.H. Newman, herausragender Verfechter der Rechte des Gewissens, mit Entschiedenheit: »Das Gewissen hat Rechte, weil es Pflichten hat«.

Aus der Enzyklika Veritatis splendor “über einige grundlegende Fragen der kirchlichen Morallehre,” die heute vor 25 Jahren erschien.


6. August
Die Vernunft und die Schönheit

“Eine Vernunft, die sozusagen das Schöne abstreifen würde, wäre eine halbierte, eine erblindete Vernunft. Nur beides miteinander gibt das Ganze, und grade für den Glauben ist dieses Miteinander wichtig. Er muß sich immer wieder den Herausforderungen des Denkens dieser Zeit stellen, damit er nicht als irgendeine irrationale Geschichte erscheint, die wir halt weiterführen, sondern wirklich Antwort auf die großen Fragen ist; damit er nicht nur Gewohnheit ist, sondern Wahrheit – wie Tertullian einmal gesagt hat.”

Papst Benedikt XVI. heute vor zehn Jahren in einem Gespräch in Brixen mit Geistlichen der Diözese Bozen-Brixen.


6. August
Paul Claudel

Vor 150 Jahren, am 6. August 1868, wurde in Villeneuve-sur-Fère der katholische Schriftsteller Paul Claudel geboren. Er starb am 23. Februar 1955 in Paris.
An Weihnachten 1886 hatte er eine mächtige Gotteserfahrung, die ihn von einem Augenblick zum anderen bekehrte: “In einem Nu wurde mein Herz ergriffen, und ich glaubte. Ich glaubte mit einer so mächtigen inneren Zustimmung, mit einem so gewaltsamen Emporgerissenwerden meines ganzen Seins, mit einer so starken Überzeugung, mit solch unerschütterlicher Gewissheit, dass keinerlei Platz auch nur für den leisesten Zweifel offen blieb, dass von diesem Tage an alle Bücher, alles Klügeln, alle Zufälle eines bewegten Lebens meinen Glauben nicht zu erschüttern, ja auch nur anzutasten vermochten. Ich hatte plötzlich das durchbohrende Gefühl der Unschuld, der ewigen Kindschaft Gottes, einer unaussprechlichen Offenbarung.”


6. August
Jacques Quétif

Vor 400 Jahren, am 6. August 1618, wurde in Paris der Literaturhistoriker Jacques Quétif OP geboren. 1634 in den Dominikanerorden eingetreten, widmete sich ab 1652 “ganz dem Studium der Literaturgeschichte seines Ordens”. Er hinterließ “in mehr als 800 Artikeln ein reichhaltiges, kritisch bearbeitetes Quellenmaterial über die Ordensschriftsteller” (LThK, 1. Auflage). Am 2. März 1698 starb er in Paris.


5. August
Er hat alles wohl gemacht

Predigt zum 11. Sonntag nach Pfingsten


4. August
Neues aus der Petrusbruderschaft

Vom 3. bis 18. Juli tagte in Denton das Generalkapitel der Priesterbruderschaft St. Petrus.

Dabei wurden der Generalobere, die drei Assistenten des Generaloberen und seine beiden Berater gewählt. Diese bilden zusammen den Generalrat. Ich gebe hier eine Übersicht über die Wahlergebnisse:

Generaloberer:
P. Andrzej Komorowski

Assistenten:
P. Daniel Geddes
P. Arnaud Evrat
P. Stefan Reiner

Räte:
P. Paul Giard
P. William Lawrence

Einige kurze Erläuterungen:
P. Komorowski löst P. John Berg ab, der nach 12 Jahren Amtszeit nicht wiedergewählt werden konnte. P. Komorowski war bisher Assistent und Generalökonom, P. Evrat Generalsekretär. Damit ist die Kontinuität gewahrt. Alle anderen Mitglieder sind neu im Generalrat.

Ökonom und Sekretär werden vom Generaloberen ernannt. Wer das jetzt sein wird, steht noch nicht fest.

P. Komorowski ist dreisprachig, was eine ideale Voraussetzung für das Amt des Generaloberen ist.

P. Geddes stammt aus dem amerikanischen, P. Evrat aus dem französischen, P. Reiner aus dem deutschsprachigen Distrikt. Damit hat jeder Distrikt einen Vertreter im Generalrat.

P. Patrick du Fay, unser Kirchenrechtler, ist nach 30 Jahren ununterbrochener Mitgliedschaft im Generalrat als Assistent ausgeschieden. Er bekam den längsten Applaus, der in diesem Generalkapitel gespendet wurde.

Die Distriktsoberen und Seminarregenten werden vom Generaloberen ernannt. Diese Ernennungen wurden noch während des Generalkapitels bekanntgegeben:

Die Distriktsoberen:
Deutschsprachiger Distrikt: P. Bernhard Gerstle
Nordamerikanischer Distrikt: P. Michael Stinson
Französischer Distrikt: P. Benoît Paul-Joseph

Seminarregenten:
Wigratzbad: P. Vincent Ribeton
Denton: P. Josef Bisig

Bei P. Stinson und P. Ribeton handelt es sich um Neuernennungen.

P. John Berg, der bisherige Generalobere, ist als zuständiger Seelsorger an der herrlichen Kirche St. Mary (siehe Bild) in Providence, Rhode Island, ernannt worden, die der Petrusbruderschaft von Bischof Thomas Tobin ab dem 1. August zur Verfügung gestellt wurde.


3. August
Alexander Solschenizyn

Vor zehn Jahren, am 3. August 2008, starb im Alter von 89 Jahren der russische Schriftsteller und Nobelpreisträger Alexander Solschenizyn. Sein bedeutendstes Werk ist der Archipel Gulag, in dem er die stalinistischen Verbrechen darstellt. Dadurch hatte er wesentlichen Anteil am Zusammensturz des Lügengebäudes über die Segnungen des Kommunismus.
“Wenn es nur so einfach wäre! - daß irgendwo schwarze Menschen mit böser Absicht schwarze Werke vollbringen und es nur darauf ankäme, sie unter den übrigen zu erkennen und zu vernichten. Aber der Strich, der das Gute vom Bösen trennt, durchkreuzt das Herz eines jeden Menschen. Und wer mag von seinem Herzen ein Stück vernichten? Während der Lebensdauer eines Herzens bleibt dieser Strich nicht unbeweglich, bedrängt einmal vom frohlockenden Bösen, gibt er dann wieder dem aufkommenden Guten freien Raum. Ein neues Lebensalter, eine neue Lebenslage - und ein und derselbe Mensch wird ein sehr anderer. Einmal dem Teufel näher und dann wieder einem Heiligen. Der Name, ja, der bleibt, und dem wird alles zugeschrieben.” (Solschenizyn, Der Archipel Gulag).


2. August
Wenn der Inhalt stört

Am 11. Juli erschien auf dem Tagespost-Blog MeinungsMacher mein Beitrag Wenn der Inhalt stört. Diese Kritik mancher Tendenzen in der Theologie stieß auf große Resonanz und wurde auf Facebook 55 mal geteilt.


2. August
Philosophie

Vor zehn Jahren, im August 2008, fand in Seoul der Weltkongress der Philosophie statt, über den seinerzeit Josef Bordat auf kath-info informierte.


1. August
Podcast

Am 19. Juli ist mein Podcast ein Jahr alt geworden. Seitdem sind 21 Episoden erschienen, die insgesamt etwa 40.000-mal gehört wurden.


1. August
Bischöflicher Gewissensbegriff

“Die Königsteiner und die Mariatroster Erklärungen stellten Systemfehler dar, die sich in Windeseile durch alle kirchlichen Institutionen klonten. Sie verankerten einen falschen Gewissensbegriff und suggerierten, es gäbe zwei miteinander unvereinbare Wahrheiten: eine lehrmäßige und eine pastorale.”

Regina Einig in ihrem Artikel Der Spalt im Fels, Tagespost vom 19. Juli 2018, S. 8.


1. August
Petrus Julian Eymard

Vor 150 Jahren, am 1. August 1868, starb in La Mure-d'Isère bei Grenoble im Alter von 57 Jahren der hl. Petrus Julian Eymard. Er war mit dem hl. Pfarrer von Ars befreundet und gründete 1856 die Eucharistiner, 1858 die Dienerinnen des allerheiligsten Altarsakramentes. Sein ganzes Leben widmete er der Förderung der eucharistischen Anbetung und wurde so zu “einer Säule der eucharistischen Bewegung” (LThK, 1. Auflage). 1925 wurde er selig-, 1962 heiliggesprochen. Der bekannte Jugendschriftsteller Wilhelm Hünermann hat unter dem Titel Der Sohn des Scherenschleifers eine Biographie über ihn geschrieben.
“Oft habe ich nachgedacht, welches Heilmittel der allgemeinen Gleichgültigkeit und Lauheit abhelfen könne, die in so erschreckender Weise sich so vieler Katholiken bemächtigt haben. Ich finde nur ein einziges: die Heilige Eucharistie, die Liebe zum eucharistischen Heiland!” (Hl. Eymard).


31. Juli
10.000

Bis zum 9. Juli wurden meine Predigten auf soundcloud genau 10.000-mal angehört.


31. Juli
Dogmatische Schönheit

Dogmatik, ein schönes Wort: Wie viel habe ich aus dem erstmals 1952 erschienenen „Grundriss der katholischen Dogmatik“ von Ludwig Ott gelernt! Klar gegliedert ist das Buch, sprachlich gediegen, punktgenau die historischen Irrtümer von den kirchlich vertretenen Lehren scheidend. Konzentriert gedacht, ohne Schwatz, Schwulst und Kitsch; das ist ein positiver Nebeneffekt der geistigen Strenge.

Lorenz Jäger in seinem Artikel Sehnsucht nach mehr Dogmatik, in der empfehlenswerten Tagespost, Ausgabe vom 5. Juli 2018. Seinem Urteil über Otts Grundriss schließe ich mich an.


1. Juli
Ist ohne Gott die Moral eine Illusion?

Atheisten geben auf diese Frage zwei verschiedene Antworten. Ich untersuche sie in meiner neuesten Podcastfolge.


1. Juli
Moderne Theologie?

Von P. Engelbert Recktenwald

Während meiner Studienzeit las ich mit großem Genuss und Gewinn Henri de Lubac, obwohl dieser in traditionell eingestellten Kreisen sehr beargwöhnt wurde. Schließlich war er ein Vertreter der Nouvelle Théologie. Lubac zeigte mit einer Fülle von Kirchenväterzeugnissen, wie sehr die hl. Eucharistie als das Sakrament der kirchlichen Einheit angesehen worden war. So wie die Körner sich zu dem einen Laib des Brotes verbinden, so werden wir durch die hl. Kommunion zu dem einen Leib der Kirche, welcher der mystische Leib Christi ist, vereint. Die hl. Kommunion ist das Sakrament der kirchlichen Einheit. Sie kann diese Einheit nur dann zum Ausdruck bringen und vertiefen, wenn kein unüberwindliches Hindernis diese Einheit verhindert. Deshalb kam für die Kirchenväter ein Kommunionempfang durch Christen, die sich von der einen Kirche getrennt hatten, nicht in Frage.

Kircheneinheit ist wesentlich Kommunioneinheit. Das Zweite Vatikanische Konzil hat diese Einsicht aufgegriffen, wenn es in der Dogmatischen Konstitution über die Kirche lehrt: “Zugleich wird durch das Sakrament des eucharistischen Brotes die Einheit der Gläubigen, die einen Leib in Christus bilden, dargestellt und verwirklicht (1 Kor 10,17).” Es ist klar, dass diese Darstellung trügerisch ist, diese Verwirklichung vereitelt wird, wenn man nicht in sichtbarer Einheit mit der Kirche steht. Mit anderen Worten: Solange ein Protestant nicht katholisch konvertiert, wird die hl. Kommunion um ihre Wirkung gebracht.

Natürlich geht es beim Kommunionempfang in erster Linie um die Vereinigung des Einzelnen mit Christus. Das bestritt auch de Lubac nicht. Aber im Zuge eines zunehmenden Heilsindividualismus war die ekklesiale Dimension dieses Sakramentes im Laufe der Jahrhunderte immer mehr in Vergessenheit geraten. Es war das Verdienst der Nouvelle Théologie, sie wieder entdeckt, und des Konzils, sie wieder rehabilitiert zu haben.

All das wird wieder rückgängig gemacht, wenn man fordert, dass jeder, der Hunger habe und glaube, die hl. Kommunion empfangen dürfe. Das ist ein Rückfall in jenen vorkonziliaren Heilsindividualismus, der gerade überwunden worden war, ein Ausdruck reaktionärer Theologie. Der “Abschied von moderner Theologie”, den Christ in der Gegenwart in einem Kommentar zur römischen Zurückweisung jenes Rückfalls beklagt, liegt nicht auf Seiten des Lehramtes.

Dieser Beitrag erschien zuerst im MeinungsMacherBlog der Tagespost


1. Juli
Doktorarbeit über Ratzinger

Die Dissertation meines Mitbruder P. Dr. Sven Conrad FSSP über Liturgie und Eucharistie bei Joseph Ratzinger. Zur Genese seiner Theologie während der Studien- und Professorenzeit ist jetzt als PDF-Datei im Internet zugänglich (Achtung: über 1500 Seiten!).


30. Juni
Theodor Wulf

Vor 150 Jahren, am 28. Juli 1868, wurde in Hamm der Physiker Theodor Wulf SJ geboren. 1900 zum Priester geweiht, studierte er Physik in Göttingen und dozierte von 1904 bis 1914 Physik, von 1918 bis 1935 Physik und Naturphilosophie. Er erfand das Faden-Elektrometer und “war an der Entdeckung der Höhenstrahlung durch grundlegende Experimente beteiligt” (LThK, 2. Auflage). Am 19. Juni 1946 starb er in Hallenberg.


30. Juni
Étienne Baluze

Vor 300 Jahren, am 28. Juli 1718, starb in Paris im Alter von 87 Jahren der Kirchenhistoriker und Kanonist Étienne Baluze. Wegen seiner gallikanischen Ansichten wurde eines seiner Hauptwerke auf den Index gesetzt.


30. Juni
Bischofsweihen

Vor 30 Jahren, am 30. Juni 1988, weihte Erzbischof Marcel Lefebvre vier Priester seiner Priesterbruderschaft St. Pius X. zu Bischöfen. Am 18. Juli gründeten daraufhin zwölf Priester und ein Diakon die Priesterbruderschaft St. Petrus.


29. Juni
Maggiorino Vigolungo

Vor 100 Jahren, am 27. Juli 1918, starb im Piemont im Alter von 14 Jahren der ehrwürdige Diener Gottes Maggiorino Vigolungo. Mit sieben Jahren empfing der zum ersten Mal die hl. Kommunion. Unter der Seelenführung des seligen Jakob Alberione (1884-1971) machte er den Vorsatz, “täglich ein wenig vorwärtszukommen” im Streben nach Heiligkeit. Mit Begeisterung setzte er sich in der Gesellschaft vom heiligen Paulus, die sein Seelenführer 1914 gegründet hatte, für das Schriftenapostolat ein. Er starb nach viertägigem Todeskampf an einer Hirnhautentzündung. Er opferte sein Leben auf für das Schriftenapostolat und für Ordensberufungen. 1961 wurde sein Seligsprechungsprozess eröffnet, 1988 sein heroischer Tugendgrad festgestellt. Sein Leben ist im sechsten Sammelband von Gottes Kinder beschrieben.


29. Juni
Agostino Rocelli

Vor 200 Jahren, am 27. Juli 1818, wurde in Bargone di Casarza Ligure der hl. Agostino Rocelli geboren. Am 19. September 1846 wurde er zum Priester geweiht. Er war ein begnadeter Beichtvater. Am 15. Oktober 1876 gründete er die Immakulata-Schwestern von Genua. In Genua starb er am 7. Mai 1902. 1995 wurde er selig-, 2001 heiliggesprochen.


29. Juni
Humanae Vitae

Vor 50 Jahren, am 25. Juli 1968, veröffentlichte Papst Paul VI. die Enzyklika Humanae vitae.

Infos zu 50 Jahre Humanae vitae


28. Juni
30 Jahre

Die Tagespost hat mich gebeten, etwas zu 30 Jahre Bischofsweihen und Gründung der Petrusbruderschaft zu schreiben.


28. Juni
Wie ist es möglich?

“Wie ist es möglich, daß der wundersamste und heiligste Raum im Menschen – der Mutterschoß – zum Ort unsagbarer Gewalt geworden ist?”

Papst Benedikt XVI. in seiner Ansprache auf dem Weltjugendtag beim Willkommensfest der Jugendlichen in Barangaroo, Sydney, vor zehn Jahren, am 17. Juli 2008.

Weitere Infos zum Thema Abtreibung


28. Juni
Benedikt von Alignan

Vor 750 Jahren, am 11. Juli 1268, starb Benedikt von Alignan Er wurde 1224 Benediktinerabt, 1229 Bischof von Marseille. 1239 begleitete er Theobald V. von Navarra ins Heilige Land, wo er zusammen mit dem Templerorden die Festung Saphet errichtete, die aber 1266 von den Mameluken, die 1250 die Herrschaft in Ägypten übernommen hatten, erobert wurde.


27. Juni
Jean Madiran

Vor fünf Jahren, am 13. Juli 2013, starb in Suresnes im Alter von 93 Jahren der Publizist Jean Madiran. In den 70er Jahren verteidigte er mit spitzer Feder in der von ihm gegründeten und geleiteten Zeitschrift Itinéraires Erzbischof Marcel Lefèbvre gegen die einsetzende Diskriminierung der “traditionalistischen” Bewegung. Schon damals fiel mir auf, dass die intelligenteste (und für mich überzeugendste) Verteidigung der Priesterbruderschaft St. Pius X. nicht aus deren eigenen Reihen, sondern von außerhalb kam: in Frankreich von Jean Madiran, im deutschen Sprachraum von Dr. Eduard Kamenicky und im englischen von Michael Davies. Alle drei hielten dann 1988 Lefèbvres Weihen von vier Bischöfen und seine Ablehnung einer Versöhnung mit Rom für einen schwerwiegenden Fehler.


27. Juni
In sich schlecht

Vor zehn Jahren, am 12. Juli 2008, erinnerte Papst Benedikt XVI. daran, dass es immer katholische Lehre war, dass es in sich schlechte Handlungen gibt, die durch keine Umstände gerechtfertigt werden können. Er bezog sich dabei auf die Pädophilie. In den Jahren der sog. sexuellen Befreiung war es die Pädophilie, die man moralisch hoffähig machen wollte, heute ist es der Ehebruch.


27. Juni
Johannes Baptist Reus

Vor 150 Jahren, am 10. Juli 1868, wurde im oberfränkischen Pottenstein der Mystiker P. Johannes Baptist Reus SJ geboren. 1893 zum Priester geweiht, kam er 1900 nach Brasilien. Von 1917 bis 1944 unterrichtete er im Priesterseminar von Sao Leopoldo. Er starb 21. Juli 1947. P. Reus hatte viele Visionen über das heiligste Herz Jesu und die hl. Messe.


26. Juni
Das Zitat

"Freiheit wird nicht mit dem Streben nach Freiheit, sondern mit dem Streben nach Wahrheit erlangt. Freiheit ist kein Ziel, sondern eine Folge."

Leo Tolstoi

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