Das Portal
zur katholischen Geisteswelt


Zum
Rezensions-
bereich
Zum
biographischen Bereich

Impressum

Das katholische Informationsportal kath-info
dient der theologischen Aufklärung
und bietet Ihnen Beiträge zu Themen der katholischen Welt.

Die Beiträge unterliegen in der Regel dem Urheberrecht.

Zum Autorenverzeichnis

Sie befinden sich im zweiten Teil
des blauen Bereichs des PkG (Buchstaben H bis M)
Zum ersten Teil
Zum dritten Teil

Die neuesten Beiträge finden Sie jeweils auf der Startseite

Datenschutzerklärung

Zum philosophischen Bereich
Zum
liturgischen Bereich

Links

Themen

Häresie
Heiligkeit
Heilsstrategie
Heimat
Hellenisierung
Herrenbrüder
Herz Jesu
Herz Mariä
Hexenwahn
Himmel
Hinduismus
Hirntod
Hispaniola
Homeschooling
Homoehe
Homosexualität
Humanae Vitae
Humanismus
Humor
HV u. Gewissen
ifp
Indien
Irak
Irland
Islam
Islam und Gewalt
IVF
Jesu Tod
Jesus
Jesus II
Jesusbuch
Jesusbuch II
Jesuiten
Jesuitenstaat
Joh.-Evangelium
Juden
Jugend
Jugendvigil
Kamerun
Kapharnaum
Kapuzinergruft
Katholikentag
Kath.verfolgung
Kinder Gottes
Kirche II
Kirchenkrise
Kirchensteuer
Kirchenvolks-begehren
Kirchenzukunft
Kirchweihe

Benedikts Analyse

Der emeritierte Papst Benedikt XVI. hat am 11. April 2019 - nach und anlässlich des römischen Missbrauchsgipfel im Februar - eine gründlich durchdachte Ursachenanalyse Die Kirche und der Skandal des sexuellen Mißbrauchs vorgelegt. Sie stieß auf heftige Kritik seitens weltlicher Medien und katholischer Theologen. Was meiner Meinung nach von der Analyse und der Kritik an ihr zu halten ist, habe ich in einem Aufsatz dargelegt.

Hier folgt eine Sammlung weiterer Stimmen:

* * *

Benedikt schlachtet heilige Kühe...

"Ein Gespenst geht um in der Welt. Der Popanz ist das Schreckgespenst einer Umkehr, schlimmer noch, einer drohenden Bekehrung Europas, das sich gerade mit einem Aufschrei der Entrüstung über Benedikt XVI. entlädt und Luft macht. Denn der Papa emeritus hat es gewagt, wenige Tage vor seinem 92. Geburtstag die 68er für die sexuelle Verwilderung des Zeitgeists verantwortlich zu machen! Da hat der Ex-Pontifex, soweit ich das überblicken kann, vollkommen recht. Und ich kann vieles überblicken..."

Ein 68er, Albert Christian Sellner, erzählt: absolut spannend, Lesebefehl!


Studie bestätigt Papst Benedikt

Auch eine 2011 vom John Jay College of Criminal Justice in New York, der einzigen US-Hochschule für Kriminologie, veröffentlichte Studie zu Vergehen in katholischen Einrichtungen ergab: „Die Mehrzahl der Mißbrauchsfälle geschah in den 1960er und 1970er Jahren“. Ganz nebenbei machte auch diese Studie die damaligen „gesellschaftlichen Umbrüche“ dafür verantwortlich.

Aus: Michael Hesemann, Wir brauchen heilige Priester!, auf kath.net vom 16. April 2019


Wer wirft hier Steine?

Auf CNA habe ich die Kritik der deutschen Arbeitsgemeinschaft Moraltheologie an Papst Benedikt kritisiert. Eine ausführlichere Auseinandersetzung mit Benedikts Analyse und seinen Kritikern folgt in der Juni-Ausgabe des Informationsblatts der Priesterbruderschaft St. Petrus.

Man kann den Beitrag auch hören.


Epigonen ohne Scharfsinn

Benedikt XVI. zeigt in seinem Schreiben, wie diese „neue Moral“ des Konsequentialismus in die damalige Moraltheologie eindringen konnte und verweist dabei vor allem auf die Arbeiten des Jesuiten Bruno Schüller, dessen Schüler R. Ginters die Abkehr von der klassischen katholischen Naturrechtslehre mit folgenden Worten besiegelt: „Ein Tun und Lassen ist damit als sittlich zu bezeichnen, wenn es - bei unparteiischem Urteil - mehr Gutes und weniger Übel zur Folge hat als jede mögliche Handlungsalternative.“ Ich behaupte nun, dass Sie und die aktuelle Moraltheologie diese Auffassung größtenteils übernommen haben, ohne allerdings mehr über das begriffliche Repertoire und den philosophischen Scharfsinn eines Bruno Schüler zu verfügen.

Aus: "Getroffene Hunde bellen": Offener Brief von Martin Hähnel an die Moraltheologie in Deutschland, CNA vom 19. April 2019. Hähnel zeigt, wie Benedikt XVI. den entscheidenden Nerv heutiger Moraltheologie getroffen hat, nämlich die Leugnung in sich schlechter Handlungen. Seine Ausführungen decken sich mit meinem Aufsatz von 2010 über den Zusammenhang dieses Irrwegs mit den Missbrauchsskandalen.


Klerikaler Selbstbetrug

Es trifft sich, dass ich seit der Veröffentlichung meines Buchs „The Courage To Be Catholic: Crisis, Reform, and the Future of the Church“ im Jahr 2002 genauso argumentiere [wie Benedikt XVI. in seiner Missbrauchsanalyse vom April]. Im Buch vertrete ich die These, dass der klerikale Selbstbetrug und Schwindel, der mit der verbreiteten Ablehnung der 1968 veröffentlichten Enzyklika „Humanae vitae“ von Papst Paul VI. einherging, ein Umfeld schaffte, in dem sich missbräuchliches Verhalten ausbreiten konnte. Männer, die sich selbst einredeten, nicht glauben oder lehren zu müssen, was die Kirche als wahr erachtete – insbesondere zur Ethik der menschlichen Liebe –, waren besonders anfällig für die Flutwelle der sexuellen Revolution. Und in kurzer Zeit führte eine falsche Denkweise zu falschem Verhalten und Missbrauch. Dass die Priesterseminare in dieser Zeit eine intellektuelle und lehramtliche Kernschmelze durchmachten, verstärkte die Krise. Genauso wie das Versagen Roms, angesichts der offensichtlichen Uneinigkeit für Disziplin innerhalb der Kirche zu sorgen.

Aus: George Weigel, Diener der Kirche. Die Ratzinger-Analyse der Missbrauchskrise hat giftige Reaktionen hervorgerufen, aber keine ernstzunehmende Alternative, in: Tagespost vom 25. April 2019.


Ins Schwarze getroffen

Dass Papst Benedikt XVI. mit seinem Schreiben zum Skandal des sexuellen Missbrauchs ins Schwarze getroffen hat, sieht man an den heftigen polemischen Reaktionen, die dem emeritierten Papst vorwerfen, die Wirklichkeit nur „verzerrt“ wahrzunehmen und von ganz und gar „falschen Annahmen“ auszugehen, um in zynischer Manier über die nicht zu leugnenden ethischen Fortschritte der Gesellschaft zu urteilen und in einen „rigiden Moralismus“ zurückzufallen. Dabei hat der emeritierte Papst allein durch sein Alter einen breiteren Lebenshorizont als seine Kritiker, die ihn die gesellschaftlichen Veränderungen viel besser aus eigener Erfahrung beurteilen lassen. (...) Und schließlich – und das ist das einzigartig Wertvolle an diesem mit dem Segen von Papst Franziskus veröffentlichtem Schreiben –: Benedikt XVI. ist mit einem klaren analytischen Verstand begabt, der es ihm erlaubt, verschiedene theologische Methoden gegeneinander abzuwägen, miteinander ins Gespräch zu bringen und anhand ihrer Ergebnisse zu werten.

Aus: Pater Wolfgang Buchmüller OCIST, Klares Denken, klare Sprache. Ein trüber Spiegel wartet darauf, poliert zu werden: Eine Würdigung des Schreibens von Papst Benedikt XVI. zur Missbrauchskrise, in: Tagespost vom 2. Mai 2019


Wie sich die Arbeitsgemeinschaft Moraltheologie blamiert

Paul Josef Kardinal Cordes hat in einem Tagespostartikel (Ausgabe vom 9. Mai 2019) die Missbrauchsanalyse von Papst Benedikt XVI. gegen die Kritik der deutschen Arbeitsgemeinschaft Moraltheologie verteidigt. Benedikt hatte als Folge der 68er die Normlosigkeit und den Wegbruch der “bisher geltenden Maßstäbe in Fragen der Sexualität” diagnostiziert. Cordes stellt heraus und zeigt, dass Benedikt in dieser Analyse mit zwei der “größten Repräsentanten der Soziologie” übereinstimme, mit Niklas Luhmann und Charles Taylor. Die Sicht der Fakten, die Benedikt vorlegt, nennt er weltoffen und realistisch, die von Breitsameter und Goertz unterzeichnete Kritik zimperlich, selbstversponnen und dünnhäutig. “Bestürzend erscheint schließlich die Tatsache, dass die Repräsentanten der katholischen Theologie nur Selbstverteidigung betreiben, bis zu Glaubensaussagen jedoch gar nicht erst vorstoßen.”


Facts

Those protests against Benedict — the mock-sorrowful sighs that we all know sexual abuse is not a function of rampant sexual immorality — should be seen as signals to the secular media. And secular outlets, sympathetic to the causes of the sexual revolution, will duly carry the message that Benedict is out of touch, that his thesis has already been disproven.
But facts, as John Adams observed, are stubborn things. And the facts testify unambiguously in Benedict’s favor. Something happened in the 1960s and thereafter to precipitate a rash of clerical abuse. Yes, the problem had arisen in the past. But every responsible survey has shown a stunning spike in clerical abuse, occurring just after the tumult that Benedict describes in his essay. Granted, the former Pontiff has not proven, with apodictic certainty, that the collapse of Catholic moral teaching led to clerical abuse. But to dismiss his thesis airily, as if it had been tested and rejected, is downright dishonest.

Aus: Phil Lawler, Benedict’s powerful message—and the bid to suppress it, erschienen am 11. April 2019 auf catholicculture.org


Zum Thema:

Recktenwald: Die Missbrauchssünden und der Mainstream der deutschen Moraltheologie

Themen

Klone
KNA
Kommunioneinheit
Kondome
Konf.verbind. Ehen
Konklave v. KN
Konstruktivismus
Konzil
Konzilsgeist
Konzilsstreit
Korea
Kranke
Kreuz
kreuznet
Kreuzzüge
Kritik
Kruzifixurteil
Küng Hans
Le Fort
Lebensschutz
Lebensspiritualität
Lérins V. von
Liebe
Liebe II
Liebe III
Liebe IV
LThK
Luther
Mannheimer E.
Maria
Maribor
Mariologie
Marsch f. d. L.
Marsch II
Marsch III
Medienapostolat
Medienpolitik
Memorandum
Menschwerdung
Mercedarier
Missbrauch
Missbrauch II
Missbrauch III
Missbrauch IV
Missbrauch V
Missbrauchsgipfel
Mission
Mission Manifest
Missionschronik
Modernismus
Mosebach
Moralbegriff
Morality
Mündigkeit
Mutterschaft

Zu den neuesten Beiträgen